Eine Story, wie sie klassischer nicht geht - Samurai beschützen ein Dorf - wird durch die Umbesetzung mit einer Frau in der Hauptrolle neu belebt. Ichi (Haruka Ayase) entledigt sich ihrer Gegner mit einer Rückhandtechnik, die ihrer Blindheit entgegenkommt und auch dem Kameramann, der die wenigen schnellen Hiebe oft durch Körper verdeckt im Bild hat, statt elegante längere Fechtszenen einfangen zu müssen. Wahrscheinlich hat das auch FSK 16 ermöglicht, obwohl Leichen regelrecht die Straßen pflastern. Besonderes Lob gebührt dem Soundtrack von Lisa Gerrard, sehr melancholisch und unnötigen Bombast vermeidend. Der ungewöhnliche Schritt, die Musik außerhalb Asiens komponieren zu lassen, ergibt bemerkenswerterweise keinerlei Stilbruch. Der Film funktioniert sehr gut bis auf gelegentliche Längen in den ersten beiden Dritteln, wenn der ungeübte Samurai, der einen Job als Leibwächter sucht, mit den Ereignissen im Dorf etwas die Aufmerksamkeit von Ichis Hauptfigur abzieht. Was anfangs nur wie ein typischer komischer Sidekick wirkt, erhält später tragische Größe. Sehenswert! Die DVD hat im Bonusteil zwar Interviews, jedoch mehr zur technischen als inhaltlichen oder darstellerischen Seite.