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Ich zähmte die Wölfin
 
 
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Ich zähmte die Wölfin [Taschenbuch]

Marguerite Yourcenar , Fritz Jaffé
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Dtv (1. Oktober 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423124768
  • ISBN-13: 978-3423124768
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,1 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.685 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marguerite Yourcenar
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Ich zähmte die Wölfin
OT Mémoires d‘Hadrian OA 1951 DE 1953Form Roman Epoche Moderne
Mit den imaginären Erinnerungen des Kaisers Hadrian (so der Untertitel des Buchs) versucht Marguerite Yourcenar zum Zeitlos-Menschlichen in der Geschichte vorzudringen. »Die Wölfin« steht sinnbildlich für Rom – laut mythologischer Überlieferung säugte eine Wölfin die ausgesetzten Zwillingsbrüder Romulus und Remus, die Gründer Roms.
Entstehung: Mit 20 Jahren besuchte Yourcenar erstmals die Hadrians-Villa in Tivoli (bei Rom) und fasste den Entschluss, einen Roman über das Leben Hadrians (76–138 n. Chr.) zu schreiben. 1924–29 entwarf sie mehrere Texte, mit denen sie aber nicht zufrieden war und die sie schließlich alle vernichtete. Erst nach umfassenden historischen Recherchen nahm sie ab 1934 erneut einen Anlauf und schrieb eine fingierte Selbstbiografie Hadrians, die sie mehrmals überarbeitete, bis sie sie 1951 mit 48 Jahren endlich veröffentlichte.
Inhalt: In seiner Villa in Tibur (Tivoli) schreibt der todkranke 60-jährige Kaiser Hadrian an seinen 17-jährigen Adoptivenkel, den späteren Herrscher Marc Aurel (121–180). Hadrian meditiert über die wechselnden Gesichter seines eigenen Ichs im Lauf seines Lebens: In Spanien geboren macht er in Rom politisch und gesellschaftlich Karriere und wird von Kaiser Trajan adoptiert. Die Friedenspolitik des feinsinnigen und kunstliebenden Hadrian, die im Gegensatz zur trotzigen Eroberungswut seines Vorgängers Trajan steht, lässt das Römische Reich für kurze Zeit aufatmen. Hadrian versucht, der korrupten Bürokratie durch eine umfassende Verwaltungs- und Heeresreform Einhalt zu gebieten, fördert Kunst und Kultur, lässt beeindruckende Bauwerke im ganzen Römischen Reich errichten und gründet zahlreiche Städte. Seine große Leidenschaft aber gilt Griechenland und dem bithynischen Knaben Antinous. Als Antinous mit 20 Jahren Selbstmord begeht, bricht das private Glück Hadrians auf einen Schlag zusammen. Zum Andenken lässt er seinen Geliebten in unzähligen Skulpturen und Kultstätten im ganzen Reich verewigen und benennt sogar eine Stadt nach ihm. Nur seine politische Verantwortung hält den trauernden und kranken Herrscher letztlich davon ab, seinen Schmerzen durch Selbstmord zu entgehen. Er findet Trost im Mystischen und stirbt schließlich mit seiner Seele versöhnt im Kreis seiner Vertrauten in Baiae/Neapel.
Wirkung: Die durch historische und archäologische Quellen rekonstruierte Biografie zählt zu den bedeutendsten historischen Romanen des 20. Jahrhunderts und erlebt immer wieder Neuauflagen. C. H. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Die Lebensgeschichte des römischen Kaisers Hadrian.

In seiner Villa in Tibur schreibt der sechzigjährige Kaiser Hadrian an seinen Adoptivenkel, den späteren Herrscher Marc Aurel. Was er dem siebzehnjährigen Jüngling mitteilt, gleicht einem reflexiven Selbstgespräch, ist ein Versuch des alternden Mannes, die wechselnden Masken und Gesichter des eigenen Ich zu erkunden: Hadrian wurde als Provinzler im westlichsten Teil des Reichs, in Spanien geboren. Der Eroberungswut seines Vorgängers Trajan setzt der musische und sensible Hadrian seine Friedenspolitik entgegen, die die segensreichsten Auswirkungen auf das Reich haben sollte. Zwei große Leidenschaften prägten diesen ungewöhnlichen Herrscher: die einfühlende Bewunderung griechischer Kunst und die Liebe zu dem bithynischen Knaben Antonius.

Ein Besuch der Villa Adriana bei Rom weckte in der zwanzigjährigen Marguerite Yourcenar den Plan, eine Biographie dieses Mannes zu verfassen. Als die fiktiven Erinnerungen in deutscher Sprache erschienen, schrieb Ludwig Curtis: »Man hat nur wenige Seiten ... zu lesen, um von einem doppelten Zauber umfagen zu werden: von dem Zauber der großen Persönlichkeit des Kaisers und von dem Zauber der dichterischen Einfühlung der Verfasserin nicht nur in dessen persönliche, sondern in seine ganze weite antike Welt.«


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geschichte erleben! 5. September 2003
Format:Taschenbuch
Wer das Buch "Ich zähmte die Wölfin" liest, spürt einem der rätselhaftesten und erfolgreichsten römischen Kaiser nach. Marguerite Yourcenar gelingt es wundervoll, dass Leben des Kaiser Hadrian darzustellen. Wer eintaucht in die antike römische Welt und mit dem Kaiser seine Jugendjahre, seine grosse Liebe zum Jüngling Antinous und seine Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Tod miterleben will, der ist hier bestens aufgehoben. Die Pseudo-Autobigrafie, dargestellt durch einen Brief an den späteren Kaiser Marc Aurel,ist von Frau Yourcenar in ein wundervolles Sprachgewand gegleitet. Was in diesen Buch der geschichtlichen Realität entspricht oder nicht, ist, nach den ersten gelesenen Seiten, nebensächlich. Phantasie und Geschichte verbindet sich zu einer grandiosen Einheit. Wer bereit ist sich auf dieses Buch einzulassen wird erleben, wie
ein antiker Weltbeherrscher denkt, fühlt, vor allem liebt und wie er handelt.Marguerite Yourcenar ist ein unfassbare Leistung gelungen, in unheimlicher Arbeit die Geschichte eines Kaisers in einen Roman zur bringen. Für jeden Geschichtsinteressierten ein Vergnügen zu lesen. Am Ende mag man die Leistung dieses Kaisers bestreiten oder nicht, dennoch, als der Kaiser stirbt verliert man einen Menschen, den man gut zu kennen glaubt.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Inspiration satt! 26. Februar 2007
Von Marc G
Format:Taschenbuch
Philosophische Gedanken noch und nöcher! Einiges typisch Stoisch, anderes eher typisch Diktator, so nimmt uns Hadrian mit auf seine bewegenden Reisen. Vom Jungen aus Spanien, adoptiert und in Rom aufgewachsen, zum Tribun unter Trajan und schliesslich zum Kaiser des gesamten Römischen Reiches bis hin in sein Grab betrachtet Hadrian die Welt mit offenen, gutmütigen und wachsamen Augen. Er weiß nicht auf alles eine Antwort, aber die Antworten die er gibt sind wohl durchdacht.

Yourcenar schafft es, keinen Zweifel zu lassen, daß Kaiser Hadrian so hätte denken, philosophieren und reden können wie es uns dieses tolle Buch glauben läßt. Zutiefst inspiriert fand ich es schwer, auch nur auf einer Seite nicht einen sinnvollen oder tiefsinnigen Satz zu unterstreichen...
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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein Vorbild aller historischen Romane und ein faszinierendes Panorama eines Lebens mit all seinen hellen und dunklen Seiten. Unübertrefflich die Kunst der Autorin (die sich auch lange genug, mit Unterbrechungen, mit diesem Stoff beschäftigt hat), sich in das Denken und Fühlen einer der wichtigsten Herrscherfiguren des Römischen Reiches hineinzuversetzen. Dies in einer sorgsam austarierten Sprache, die den Genuß noch erhöht. Ob Hadrian deshalb dem Leser nach der Lektüre ein Freund ist, wie der Klappentext meint, wage ich zu bezweifeln, aber man darf doch behaupten, ihn etwas besser zu kennen als vorher, ohne befürchten zu müssen, einer zu subjektiven Fehlinterpretation erlegen zu sein.
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Veröffentlicht am 5. Januar 2010 von Dr. Wolfgang Stoll
Frau Yourcenar hat hier ein wirkliches Meisterwerk geschaffen
Kaiser Hadrians Leben wird wieder lebendig
und es ist ein Genuss den guten Schreibstil
von Marguerite Yourcenar zu lesen.
7 Sterne
Veröffentlicht am 3. September 2008 von Eva Literati
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Veröffentlicht am 1. August 2007 von Polar
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Am 3. Oktober 2002 veröffentlicht
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