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Produktinformation
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Zu den bemerkenswertesten dieser Bücher gehört neben Mich hat keiner gefragt der hier angezeigte Titel von Hülya Kalkan. Darin erzählt die in Deutschland geborene Autorin, die man als Kind zwei Jahre in die Türkei verbrachte und dort in eine Koranschule steckte, wie sie der ihr zugedachten Zwangsehe entkam und sich hier in Deutschland die Grundlage für eine selbstbestimmte Existenz schuf. Auch vom Schicksal ihrer Geschwister berichtet Kalkan. Von ihrem Bruder Hakan, der während seines Koranschul-Aufenthaltes in der Türkei von seinem Onkel an einen Baum gebunden und verprügelt wurde, weil er partout nicht der "hodscha" werden mochte, zu dem man ihn bestimmt hatte, und von Sesme und Serkan, die ebenfalls aus ihrer deutschen Heimat zur Zwangserziehung in die türkische Heimat ihrer Eltern verschleppt wurden, um "gute Muslime" aus ihnen zu machen
Ein aufrüttelndes Buch, das uns zu denken und das Betroffenen Mut machen sollte, sich zu wehren! -- Freia Danz -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Hülya Kalkan erzählt in ihrem Buch von einer Kindheit in Schwaben, die immer wieder unterbrochen wird, weil die religiöse Mutter sie einfach aus der Schule nimmt und in die Türkei verfrachtet. Kehrt sie zurück nach Schwaben, muss sie eine Klasse wiederholen und darf nicht einmal ihre Schularbeiten machen, weil die Mutter findet: Mädchen müssen nicht zur Schule gehen! Mit 17 soll Hülya in der Türkei verheiratet werden, aber sie schafft es, die Verwandten und die Mutter auszutricksen. Dann kommt der Tag, an dem ihre Schwester Esme und ihr jüngster Bruder verschwunden sind. Als sie Jahre später erfährt, dass Esme gegen ihren Willen verheiratet werden soll, wird sie endlich selbst aktiv.
Jahrzehntelang wurde unsere "multikulturelle" Gesellschaft gelobt, in der jeder auf seine Weise leben darf. Niemand mischt sich ein. Durch ein Schicksal wie jenes von Hülya wird erst klar, wer dafür den Preis zahlt: die Kinder der Migranten. Sie haben es unglaublich schwer, in Deutschland "anzukommen". Vor allem den Mädchen muss geholfen werden, weil ihr Schicksal sowieso feststeht: als künftigen Ehefrauen erziehen sie daheim die Kinder!
Gerade Lehrer und Erzieher sollten Hülya Kalkans Buch lesen, damit sie die Migranten-Kinder besser verstehen.
Ein lesenswertes Buch, weil Hülya vorlebt, wie das Multikulti-Missverständnis gelöst werden könnte: Lernt einander kennen. Hier und nicht im Türkei-Urlaub.
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