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Ich will so werden, wie ich bin: Für Selberleber
 
 

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Ich will so werden, wie ich bin: Für Selberleber [Audiobook] [Audio CD]

Volker Kitz , Manuel Tusch , Oliver Preusche , Gisa Bergmann , Andreas Liebethal , Bastian Korff
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (12. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593395665
  • ISBN-13: 978-3593395661
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 229.742 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

14.02.2011 / Handelsblatt Online: Wie man dem Burnout entkommt "Sehr gut lesbar und glaubwürdig ... ein nützliches Buch, das helfen kann und sich von der Masse der üblichen Ratgeber zu dem Thema abhebt."

15.02.2011 / SWR 1 Der Abend: Ich will so werden, wie ich bin "Warten Sie nicht länger darauf, dass Ihr Leben beginnt - machen Sie selbst etwas daraus."

15.02.2011 / dpa: Ich will so werden, wie ich bin "Hilft beim Stressabbau."

15.02.2011 / BILD: Ich will so werden, wie ich bin "Gegen selbst auferlegten Zwang."

01.03.2011 / RTL: Ich will so werden, wie ich bin "Ein wirklich interessantes Buch."

22.03.2011 / Hamburger Morgenpost: Ich will sowerden, wie ich bin "Volker Kitz und Manuel Tusch erklären, wie Sie Ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen."

01.04.2011 / ManagerSeminare: Systematisch zum Selbst "Die beiden Psychologen haben eine Reihe von Zwängen identifiziert, die im Berufs- wie im Privatleben den Ton angeben. Eine Auseinandersetzung mit den Zwangserkrankungen unserer modernen (Arbeits-)Welt."

01.04.2011 / Fit for Fun: Was zählt, ist: Ich "Machen wir eigentlich nur noch das, was man von uns erwartet? Leider oft: ja. Dieser Ratgeber hält uns den Spiegel vor und zeigt Wege aus dem Dilemma."

01.05.2011 / Jolie: Lust & Leben "Die Autoren verraten, wie Sie herausfinden, was Sie wirklich wollen."

12.05.2011 / Karriereführer Hochschulen: Das Hamsterrad "Das Buch berührt, bringt zum Nachdenken und Lachen und motiviert, sich von so manchem Zwang zu befreien. Am besten: selber lesen"

24.05.2011 / Zeit Online: Glück statt Karriere "Scharfsinnig und polemisch analysieren Kitz und Tusch, woran die moderne Arbeitsgesellschaft krankt und untermauern ihre Thesen mit den neuesten Studienergebnissen."

01.06.2011 / Maxima: Ich will so werden, wie ich bin "Dieser Ratgeber zeigt auf, welche Zwänge uns das Leben rauben und wie wir es zurückerobern."

01.08.2011 / Cosmopolitan: Mitgenommen von der Arbeit? "Die beiden Autoren kritisieren den Sinnstiftungs- und Selbstverwirklichungszwang in der Arbeit." -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Kurzbeschreibung

"Meine Arbeit frisst mich auf."" "Auch privat wollen alle ständig etwas von mir."" "Ich komme nicht zu den Dingen, die ich eigentlich gern tun würde."" "Irgendetwas fehlt noch in meinem Leben."

Kennen Sie das? Warten Sie auch darauf, dass IHR Leben endlich beginnt? Die Bestsellerautoren Volker Kitz und Manuel Tusch zeigen unterhaltsam, wie oft wir heute die Erwartungen anderer Menschen erfüllen, anstatt unser Leben zu leben.*

Schritt für Schritt streifen Sie Zwänge ab und finden Ihre eigenen, vernachlässigten Bedürfnisse wieder - mit einem einzigartigen psychologischen Programm. Werden Sie SelberLeber!

* Machen Sie unbedingt das Gedankenexperiment auf Seite 18! -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .



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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Im wahrsten Sinne "Atem beraubend", 17. Februar 2011
Das Buch hat mich im Innersten berührt und bewegt. Ich habe die letzten zwei Nächte wach gelegen. Nicht, weil ich nachts gelesen hätte - das Buch hatte ich gleich am ersten Tag verschlungen. Aber es hat ein Nachdenken in mir ausgelöst, das es in meinem Leben so noch nie gab (und ich bin immerhin inzwischen 44).

Schon das Gedankenexperiment vom Anfang brachte mich ins Grübeln: Angenommen, alle Menschen, die ich kenne, verschwinden plötzlich auf einer Kreuzfahrt im Meer und kommen nicht mehr zurück. Keiner hat mehr Erwartungen an mich. Was würde ich tun? Weiterleben wie bisher, Tag für Tag? Sicherlich nicht. Ich würde mein Leben grundlegend ändern. Und damit ist der Beweis schon erbracht: Wie SEHR mein Leben von den Erwartungen anderer abhängt und nicht davon, was ICH eigentlich will. Bereits nach dieser Stelle konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Autoren erklären zunächst, wie Zwänge auf uns wirken. Sie unterscheiden direkte (körperliche) Zwänge von indirekten Zwängen, bei denen die Gesellschaft ein bestimmtes Tun auf eine bestimmte Weise sanktioniert. Diesen indirekten Zwängen sind wir auf Schritt und Tritt ausgesetzt. Oft, ohne es zu merken. Anschaulich erklären die Autoren, wie die große Freiheit, die wir heute scheinbar in allem haben, uns in Wirklichkeit einschränkt und zu Sklaven gesellschaftlicher Erwartungen macht: Die vielen Möglichkeiten, die wir heute haben, müssen extensiv, perfekt und sinnbringend genutzt werden. Ständig hecheln wir den Möglichkeiten hinterher und sind unglücklich, weil wir an die eigentlich mögliche Perfektion nicht heran kommen. Das "Paradox der Wahl" nennen das die Psychologen.

Davon ausgehend identifizieren die Autoren die sechs großen Zwänge der modernen Gesellschaft: Leistungszwang, Stresszwang, Sinnstiftungszwang, Perfektionszwang, Balancezwang - und Selbstverwirklichungszwang, so lange wir uns die Selbst"-Verwirklichung von unserer Umwelt aufschwatzen lassen. Diese Zwänge haben sich im Arbeitsleben herausgebildet und sind längst ins Private übergeschwappt. Die Autoren nennen dafür zahlreiche Beispiele aus dem Alltag. Nicht in allen erkenne ich mich wieder, aber doch in sehr, sehr vielen. Dabei überzeichnen die Autoren oft bewusst, so dass man einfach lachen muss. Das ist auch ihr Ziel: Uns vor Augen zu führen, wie absurd das ganze Theater manchmal ist, das wir im Leben so mitspielen. Wer über Zwänge lachen kann, kann sich auch von ihnen befreien. Das ist der Schlüssel zu allem.

Im zweiten Teil leiten die Autoren dann in einem Selbstcoaching-Programm dazu an, die eigenen Bedrüfnisse wieder zu entdecken und zu verwirklichen. Eine wesentliche Erkenntnis ist dabei: Vergessen Sie Ihre Wünsche, suchen Sie statt dessen die dahinter liegenden Bedürfnisse. Denn hinter demselben Wunsch können sich bei unterschiedlichen Menschen ganz unterschiedliche Bedrüfnisse verbergen. Wäre ich zum Beispiel gern eine berühmte Opernsängerin, so kann das daran liegen, dass ich a) einfach gern Musik mag oder b) mich nach Applaus und Anerkennung sehne oder c) reich sein möchte. Für jedes dieser Bedrüfnisse wiederum gibt es mindestens zehn andere Arten, es zu befriedigen, wie die Autoren genauer beschreiben. Damit können wir unsere eigenen Wünsche austricksen und uns am Ende alles erfüllen. Das ist eigentlich ganz einfach und doch verschlug es mir beim ersten Lesen den Atem.

Dieses Buch hat es wirklich in sich. Wer sich nicht brutal ehrlich mit seinem Leben beschäftigen möchte, sollte die Finger davon lassen.
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63 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Grosse Versprechungen, 24. Februar 2011
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
"Dieses Buch befreit Sie von Zwängen." Das versprechen die beiden Doktoren, wobei der Volker Kitz Psychologie und Jura, Manuel Tusch Psychologie und Erwachsenenbildung studierten und mit dem Frustjobkillerbuch einen Überraschungserfolg landeten. Das Dumme ist nur, dass Verkaufszahlen wenig darüber aussagen, ob Versprechen auch eingelöst werden. Denn überprüfbare Erfolgsauszahlen können Coaches und Motivationstrainer keine vorlegen. Bleibt also der Glaube, dass Menschen ihre unbeliebten und hinderlichen Verhaltensmuster durch Einsicht verändern können. Und weil dieser Glaube so populär ist, schreibt ein Kritiker der Süddeutschen über das Frustjobkillerbuch: "Einsichten, die Gold wert sind."

Der Glaube an die Wirkungskraft von Ratgeberbüchern wankt allerdings unter Leuten, die sich intensiv mit der positiven Psychologie, den Neurowissenschaften oder der kognitiven Verhaltenstherapie beschäftigen. Daher hätte mich interessiert, welche psychologischen Modelle und Theorien das Denken von Volker Kitz und Manuel Tusch geprägt haben. Aber das habe ich leider auch auf deren Websites nicht erfahren. Weshalb sie felsenfest an den freien Willen glauben und ihrem Vorwort den Titel "Nichts passiert zufällig" geben, lässt sich methodisch schwer einordnen.

Da persönliche Glaubensvorstellungen selbstverständlich auch die Lektüre begleiten, hatte ich mit vielen Behauptungen der beiden Autoren meine liebe Mühe. Aber besser teile ich den Lesern wohl zuerst mit, welches 4-Schritte-Programm sie erwartet. Schritt eins: Die Zwänge der modernen Gesellschaft identifizieren, ihnen den Deckmantel der Freiheit herunterreißen und gemeinsam erkennen, wie fremdbestimmt das heutige Leben ist. Schritt zwei: Lernen, sich von diesen Zwängen zu befreien, wobei die Hauptarbeit durch die Identifizierung bereits geleistet ist. Schritt drei: Den Kontakt zu unserem Innern und zu unseren Bedürfnissen wiederherstellen und lernen, dass unser Wollen die alles entscheidende Frage unseres Lebens ist. Schritt vier: Uns den ganz eigenen Lebensentwurf auf den Leib schneidern und für unsere Bedürfnisse die Art der Befriedigung suchen, die unter unseren Lebensumständen machbar und mit den Bedürfnissen der Mitmenschen vereinbar sind.

Da "lernen" zu den zentralen Begriffen dieses Buches gehört, scheint es mir legitim, auch beim bekannten Neurowissenschaftler Gerhard Roth nachzuschauen, wie Lernen gelingt. Zumal ich Roths Auffassung teile, dass Pädagogik und Didaktik ohne Wenn und Aber die gesicherten Erkenntnisse der Psychologie und Neurobiologie aufnehmen und in ihre Konzepte einbauen müssen. Aber genau das haben die Volker Kitz und Manuel Tusch höchstens ansatzweise gemacht. Wenn sich auch ihr neues Buch auf den Bestsellerlisten hochhangeln wird, liegt das wohl am großen Zuspruch für die kritischen Analysen der modernen Gesellschaft. Sprachlich gekonnt prangern die Autoren Leistungszwang, Stresszwang, Sinnstiftungszwang, Perfektionszwang, Balancezwang und Selbstverwirklichungszwang an. Und müsste ich nur den ersten Teil bewerten, so wären fünf Sterne gesetzt.

Im zweiten Teil kommt dann die Erlösung. Unter der Überschrift "Wie Sie das Hamsterrad zum Engelskreis machen" wird nun gezeigt, was der Leser für sein Glück tun kann. Gewitzt nehmen die Autoren Ratgeberkritikern wie mir den Wind aus den Segeln, indem sie selber auf deren Schwachstellen aufmerksam machen und ihr Buch keinen klassischen Ratgeber nennen. Die Leser sollen alle Ausführungen als Anregungen und kritisch zu prüfende Angebote auffassen, um dann frei zu entscheiden, was passt. Ob vom schlechten Gewissen geplagt oder vom Wunsch nach Ehrlichkeit, erfreulicherweise wird im Praxisteil vieles wieder relativiert, was vorher allzu vollmundig versprochen oder behauptet wurde. Den Zufall gibt es doch, das Unterbewusstsein steuert mehr als uns lieb ist, das Aussöhnen innerer Streithähne ist hohe Kunst, Bedürfnisorientierung endet oft im Dschungel, Rollenspiele haben Chaoscharakter, das Designen des eigenen Lebens geht über mehrere Runden.

"Ende gut, alles gut!" An die Versprechen des Beginns knüpft das letzte Kapitel trotz aller vorangegangen Relativierungen wieder nahlos an. Ich zitierte: "Gemeinsam haben wir eine Reise unternommen: ein Reise aus der Welt der Zwänge - zurück zur Freiheit und Unbeschwertheit, zurück in Ihr wahres Leben! Sie haben Ihre echten "inneren" Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche für sich wiederentdeckt."

Mein Fazit: Würden die beiden Autoren weniger versprechen, könnte ich ihr unterhaltsames Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Aber Volker Kitz und Manuel Tusch verpassten es, ein psychologisches Programm zu entwerfen, das die Klappentexterbenotung "einzigartig" tatsächlich verdient. Auch wenn sich ihr Buch unterhaltsamer und leichter liest als andere Lebensratgeber, basiert es doch auf dem Glauben, Menschen würden ihre Verhaltensmuster durch Einsicht verändern. Das kostet trotz schöner Gestaltung und kurzweiligem Übungsmaterial einen Bewertungsstern.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wir verbiegen uns auf der Suche nach Anerkennung und Zuneigung, 14. April 2011
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Der Titel dieses Buches ist geschickt gewählt. Obwohl oder gerade weil er eigentlich paradox ist, spricht er uns an. Außerdem nagt in vielen von uns eine tiefe, oft unbewusste und verschwommene Sehnsucht nach einem anderen Leben, die beim Lesen eines solchen Buches plötzlich gemeinsam mit heftigen Emotionen und der Einsicht, Lebenszeit zu verplempern, aus den Tiefen unserer inneren Welt an die Oberfläche gespült werden kann.

Liest man allerdings den Text von Kitz und Tusch nicht unter solchen Voraussetzungen, dann stellt man lediglich fest, dass er in der ersten Hälfte eigentlich nichts weiter als eine am Ende unvollständige Auflistung und Beschreibung von Zwängen enthält, in die wir uns mehr oder weniger freiwillig begeben und die uns fast immer von unserer eigentlichen Bestimmung abbringen. Im zweiten Teil vermittelt das Buch dann eine Befreiungsstrategie aus dieser Selbstfesselung. Bei näherer Betrachtung entpuppt sie sich als eine vernünftig verhandelte Mischung aus eigener und fremder Bedürfnisbefriedigung, wenn dies in der jeweiligen Situation überhaupt möglich ist.

Neu, einzigartig oder überraschend ist das nicht, sondern nur das Ergebnis eines in Betrieb genommenen gesunden Menschenverstandes. Doch bevor es überhaupt dazu kommen kann, müssen wir erst einmal für uns selber klären, welche Bedürfnisse wir überhaupt besitzen und warum wir sie unterdrücken.

Zwänge sind so alt wie die Menschheit. Aber sie verändern sich auch mit der Gesellschaft. Menschen, die unter körperlichem Zwang stehen oder ums Überleben kämpfen, kümmern sich gewöhnlich nicht um den Grad ihrer Selbstverwirklichung oder um andere Luxusprobleme. Die Autoren schreiben, dass wir heute im Gegensatz zur Vergangenheit einen hohen Grad an persönlicher Freiheit genießen, diese Freiheit aber durch eine Reihe von neuen Zwängen wieder erheblich einschränken. Wir seien, so behaupten Kitz und Tusch, Opfer einer "Hamsterrad-Verschwörung".

Beginnend mit dem zweiten Kapitel decken sie folgende Teile dieser Verschwörung auf: den absurden Leistungszwang, den absurden Stresszwang, den absurden Sinnstiftungszwang, den absurden Perfektionszwang, den absurden Balancezwang und den absurden Selbstverwirklichungszwang. Mir ist leider beim Lesen nicht ganz klar geworden, worin nun eigentlich die Verschwörung besteht. Mal geben die Autoren dem Zeitgeist, mal dem modernen Wirtschaftsleben und manchmal auch uns selbst die Schuld an dieser absurden Misere.

Wenn man jedoch ein wenig über die sicher unvollständige Liste unserer angeblich absurden Zwänge nachdenkt, dann kommt man eventuell auf die Erkenntnis, dass wir möglicherweise keinen oder einen falschen Plan haben und deshalb von der Außenwelt herumgestoßen werden. Darauf gehen die Autoren dann im zweiten Teil ein. Leider umschiffen sie jedoch einen wesentlichen Grund für unsere Probleme, der nichts mit der modernen Gesellschaft zu tun hat: Für Anerkennung und Zuneigung sind wir stets bereit unsere eigenen Bedürfnisse mehr oder weniger zurückzustellen. Bei vielen Menschen verläuft dies schleichend bis zur Selbstaufgabe, obwohl nie das gewünschte Resultat erzielt wird. Und das ist dann in der Tat wirklich absurd.

Im zweiten Teil erklären uns die Autoren dann, wie wir "das Hamsterrad zum Engelskreis machen". Dazu packen sie zunächst die psychologische Do-it-yourself-Kiste aus. Wir sollen uns unter anderem über Affirmationen aus dem Schlamassel ziehen, uns also zum Beispiel jeden Abend vor dem Einschlummern einreden, dass wir total glücklich sind. Oder uns endlich darüber klar werden, dass wir nie in der Gegenwart leben. Ich kenne keinen, dem diese naiven Ratschläge jemals praktisch geholfen hätten. Schließlich erfahren wir noch auf Seite 148, dass jeder von uns von Geburt an das Recht in sich trägt, glücklich zu werden. Ich würde das anders formulieren: Unsere Seele will, dass wir glücklich werden. Helfen wir ihr dabei.

Wirklich praktisch nützlich wird der Text erst im letzten Viertel. Dort entwickeln die Autoren Vorschläge, wie wir herausfinden, was wir wirklich im tiefsten Inneren wollen. Die Erkenntnis der eigenen Bedürfnisse ist in der Tat der Schlüssel zur Befreiung aus den Zwängen, die uns manchmal auch krank machen. Haben wir wirklich erkannt, was wir wollen, dann sollten wir nach Meinung der Autoren versuchen, dies unserer Familie oder anderen Personen in unserem persönlichen Umfeld mitzuteilen und mit ihnen darüber zu beraten, wie jeder seine inneren Wünsche verwirklichen kann, ohne dass es zu größeren Konflikten kommt. Die Autoren unterbreiten für diesen Prozess eine Reihe von praktischen Vorschlägen.

Fazit.
Wenn dieses Buch dazu beiträgt, dass der eine oder andere Leser neu über sein Leben nachdenkt und praktische Schritte auf dem Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit ergreift, dann hat es seinen Zweck erfüllt. Obwohl ich nicht alles überzeugend fand, kriegt es fünf Sterne, weil es ein Katalysator sein kann und ganz am Ende auch vernünftige praktische Ratschläge enthält.
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