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Ich war eine Zeugin Jehovas: Protokoll einer Verführung
 
 
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Ich war eine Zeugin Jehovas: Protokoll einer Verführung [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Martina Schmidt
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 349 Seiten
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus; Auflage: 1., Aufl. (1. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3579068512
  • ISBN-13: 978-3579068510
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.764 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein authentischer Erfahrungsbericht
- Ein tiefer Einblick in die subtilen Anwerbemethoden der Zeugen Jehovas
- Aufklären, helfen und ermutigen - damit Kontrolle und Indoktrination keine Chance haben
Martina Schmidt erzählt ihre Geschichte - eine spannende, eine wahre Geschichte: Zweieinhalb Jahre lang war sie eine Zeugin Jehovas. Ihr authentischer Erfahrungsbericht ermöglicht tiefe Einblicke in eine Organisation, die ihre Mitglieder vereinnahmt, kontrolliert und indoktriniert. Die subtile Mechanismen entwickelt hat, neue Mitglieder zu werben und diese mit allen Mitteln zu halten.

Weil sie wieder lernen wollte, eigenständig zu denken, hat Martina Schmidt den Ausstieg aus der Sekte gewagt. Mit ihrem Buch will sie aufklären, helfen und ermutigen!

Über den Autor

Martina Schmidt war als Jugendliche im Alter von 17 bis 19 Jahren zweieinhalb Jahre Mitglied der Zeugen Jehovas. Heute ist sie verheiratet und hat zwei Kinder.

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Kundenrezensionen

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amazon bestätigter Kauf
Ich lese ja gerne Geschichten und Berichte über Sekten und Psychogruppen. Bisher fehlte mir aber ein Erfahrungsbuch zu den Zeugen Jehovas.
Dieses Buch erhielt viele positive Kritiken von Käufern, somit hab ich mir das ausgesucht.

Ich kann es auch problemlos weiterempfehlen: geradezu verschlungen hab ich das Buch, es ist spannend und nachvollziehbar geschrieben.
Die damals 17-jährige Autorin wächst unter normalen Umständen auf dem norddeutschen Lande auf, als sie Besuch von zwei Zeugen Jehovas bekommt. Aus anfänglichem Interesse wird eine fanatische Religiösität und immer tiefer verstrickt sie sich freiwillig in die Lehren der Sekte, sieht ihre Nachteile als Vorteile (z.B. der Abbruch von vertrauten Kontakten) und ordnet ihr Denken der Organisation und Gott völlig unter ("Jehova wird schon dafür sorgen" ist ein immer wieder kehrender Satz). Nach 2 Jahren kann sie getauft werden. Aber als sie sich ernsthaft in einen "Weltmenschen" verliebt, kommt der erste massive Gewissenskonflikt.

Auch fällt auf, dass sie ihre damalige Zeit nicht mit gehässigen Kommentaren versieht wie etwa "Ich war eben so dumm" oder "Wenn ich heute daran denke, kann ich nur den Kopf schütteln" sondern beschreibt ungefiltert und ehrlich ihren damaligen Enthusiasmus, den sie in der Gemeinschaft empfing. Was auch für die Spannung sorgt, denn man fragt sich dadurch eher, wann der erste Konflikt oder die ersten Zweifel in all dem Strudel zu spüren sind.

Dazu natürlich viele Informationen zu den Methoden und Doktrinen der Zeugen Jehovas (etwa, was sie tun, wenn ihnen beim Predigtdienst kein Mensch die Tür aufmacht).
Kurzum: ein lesenswertes Aussteigerbuch.
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70 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Authentisch 5. April 2005
Mit „Aussteiger-Büchern" sollte immer besondere Vorsicht an den Tag gelegt werden. Zu leicht gerät die „Abrechnung" zu einseitig und aus der Emotion heraus geprägt. Dies ist bei dieser Autorin anders, schreibt sie doch von ihren Erfahrungen, die - wenn ich die Andeutungen recht deute - schon Jahre zurückliegen. Der erste Zorn ist verflogen. Sie kann ihrer eigenen Geschichte und der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas schon wieder mit Distanz begegnen. Das macht diese Stimme so wichtig, wenn sie beschreibt, wie und warum sie - fast unmerklich - in diese Sekte hineingeraten ist, was sie an ihr fasziniert und angezogen hat, und was dazu beigetragen hat, dass sie immer tiefer von diesen Überzeugungen gefangen genommen wurde. So ist dieses Buch aus der persönlichen Sicht heraus geschrieben, aber dennoch vollkommen glaubhaft, da sich die Details mit dem decken, was man sonst über die „Zeugen Jehovas" weiß. Und gerade der persönliche Blickwinkel führt dazu, dass ich dieses Buch beim Lesen fast nicht aus der Hand legen wollte. Wenn die Autorin das Ziel mit dem Buch verfolgt, aufzuklären, zu helfen und zu ermutigen, so wird sie diesem Ziel auch gerecht. Was ihr den Ausstieg von den „Zeugen Jehovas" ermöglichte, war ihr steter Versuch zu eigenständigem Denken und die Erfahrung, dass ihren Zweifeln und Fragen nicht mit Gesprächbereitschaft und Antworten begegnet wurde, sondern nur mit jeweils steigendem Druck, bei „der Wahrheit" zu bleiben.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es gibt zwei Möglichkeiten ein Zeuge Jehovas zu werden: entweder man wird hineingeboren oder durch Missionierung "gefischt". Zu denen, die auf die letzte Weise den Weg in diese Sekte gefunden haben, gehört Martina Schmidt. Ihr kurzer, aber heftiger Lebensabschnitt in dieser umstrittenen Religionsorganisation schildert sie in dem autobiographischen Buch Ich war eine Zeugin Jehovas. Protokoll einer Verführung".

Aufgewachsen in der ländlichen Ostseeregion Schleswig-Holsteins kommt die 17jährige Martina Ende der 1980er Jahre in Kontakt mit Zeugen Jehovas, die im Predigtdienst bei ihr zu Hause vorsprechen. Die grüblerische Einzelgängerin ist von der neuen Religion sofort fasziniert und wie ein Löschblatt die Flüssigkeit aufsaugt, nimmt sie alle als "geistige Speise" bezeichnete Zeugen-Literatur in sich auf und richtet ihr Leben danach aus. Teils wird sie von den Zeugen Jehovas durch Sympathiebeweise hineingezogen, teils zieht sie selber tatkräftig mit. Währenddessen entfremdet sie sich ihrer Familie und ihrem schulischen Umfeld. Das Tempo, mit der sich diese Veränderungen in Martinas Leben vollziehen, überrascht. Denn während andere Interessierte über Jahre hinweg das so genannte Bibelstudium der Zeugen Jehovas absolvieren, ohne eine abschließende Entscheidung zu treffen, geht Martina total in ihrer Euphorie auf und gibt sich schon nach wenigen Monaten durch die Taufe völlig der Sekte hin. Alles in ihrem Leben - Schule, Beruf, Familie - ordnet sie vorbehaltlos bis zur Selbstverleugnung ihrem neuen Glauben unter. Zunehmend unfähig, ihr Leben rational zu erfassen, sieht sie alles durch die religiöse Brille eingefärbt. Aber motiviert zu ihrem eifrigen Dienst als "Kampfhund für Jehova" fühlt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben richtig glücklich. Doch so schnell wie sie hineingekommen ist, so schnell kommt sie wie durch eine Drehtür auch wieder hinaus.

Denn der Reiz des neuen vergeht und wird rasch zur Routine. Die endlosen Wiederholungen in den Versammlungen wirken monoton. Der Zusammenhalt der Gemeinschaft erweist sich als keineswegs so familiär wie erwartet. Und die "freiwillige Pflicht" des frustrierenden Predigtdienstes erweist sich als zermürbend. Schnell bekommt Martina hier die unerwartete Leistungskontrolle durch die Ältesten zu spüren, die ihr ein schlechtes Gewissen einreden: "Du bist nun ein Sklave Gottes und darfst nicht mehr einfach deinen eigenen Wünschen nachgehen ohne Rücksicht auf Jehova". Widerworte wagt sie nicht, denn die Ältesten, so hat Martina gelernt, darf man trotz ihrer Unvollkommenheit nicht kritisieren. Martina fühlt sich zunehmend unfrei und ungerecht behandelt; ihre Wahrnehmung wird nun empfänglicher für die Brüche und Widersprüche in der angeblich allein seligmachenden Zeugen-Lehre. Erste Zweifel kommen auf, ob sie sich wirklich in der wahren Religion befindet.

Aber auch ihre für eine junge Frau vollkommen normale Sehnsucht nach Zuneigung und intimer Nähe durch einen liebenden Partner erweist sich für ihr Glaubensleben als besonders problematisch. Dem gegenüber stehen der Frauenüberschuss in den Versammlungen und der unmissverständliche Rat der Organisation, dem Dienst für Jehova den Vorrang vor der Ehe einzuräumen.

Doch Martina spürt, dass die Liebe zu Jehova kein gleichwertiger Ersatz für ihr natürliches Verlangen nach menschlicher Liebe sein kann. Und genau hier sitzt der Sprengsatz für ihr Leben als Zeugin Jehovas. Ausgerechnet ihre seltsame Liebe zu Fred, einem alten Sonderling und Weltmenschen", wird da zum Initialzünder, eine verbotene Liebe, die in den Augen der Zeugen Jehovas einem schweren Tabubruch gleichkommt. Schlagartig wird ihr bewusst, dass das Leben mit seinen zwischenmenschlichen Beziehungen viel zu komplex ist, um es in das rigide und starre Regelkorsett der Zeugen Jehovas mit ihrem Schwarz-Weiß-Denken zu fassen.

In den sich nun überstürzenden Ereignissen zerbricht die Beziehung zu Fred. Aber auch ihr scheinbar so festes Glaubensgerüst liegt nun in Trümmern. Tief am Boden trotzt Martina ihrer Angst vor dem göttlichen Weltgericht Harmagedon und entschließt sich zu einem radikalen Schritt, dem Ausbruch aus dem goldenen Käfig der Sekte. Aber das bemerkenswerte ist: entgegen der Warnung der Organisation geht Martina daran nicht zugrunde, sondern entwickelt aus den schmerzlichen Erfahrungen neue Kraft und vor allem ein für sie bis dahin nie gekanntes Selbstbewusstsein und Freiheitsgefühl, ohne dabei in einer galligen Rhetorik mit Bitterkeit auf die Zeugen Jehovas herabzublicken.

Der auf Tagebucheinträgen basierende Erlebnisbericht führt den Leser dicht heran an das Geschehen, so dass er entsprechend des zeitlichen Verlaufs alles aus Martinas subjektiver Perspektive sieht. Daher wirken die ehrlichen Schilderungen in der Phase vor Martinas Taufe auch geradezu harmlos. Im Gegenteil, mag sich der unbedarfte Leser fragen, was ist denn eigentlich so schlimmes vorgefallen? Martina fühlt sich glücklich, findet bei den Zeugen Freunde und Anerkennung - wo ist das Problem? Doch erst in der aufwühlenden Zuspitzung zwischen Taufe und Ausstieg wird durchschaubar, welches Indoktrinationssystem der Bewusstseins- und Gedankenkontrolle über die ganze Zeit hinweg in Martina am Wirken war, um dieses scheinbare Glücksgefühl zu erzeugen.

Dämonisierende und schlampig recherchierte Sektenreports bewirken bei Interessierten, die sich dieser Sekte anschließen wollen, oftmals das Gegenteil dessen was beabsichtigt wurde. Martinas mutiger und offener Rückblick auf ihre Zeit als Zeugin Jehovas sollte jedoch jedem Interessierten vor seiner Taufe in die Hand gegeben werden, damit er weiß, worauf er sich einlässt. Denn schon für so manche hat sich das blumige Selbstverständnis dieser Organisation als Vorausschattung des irdischen Paradieses hinterher als marodes Luftschloss herausgestellt, in das einzuziehen man sich doch gerne erspart hätte.
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Veröffentlicht am 9. April 2010 von JaneMaya
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Ich muss vorweg sagen dass mir die Zeugen Jehovas immer nur positiv aufgefallen sind. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. November 2009 von T. Reichelt
Realistische Darstellung der "Scheinwelt" der Zeugen Jehovas
Dieses Buch hat mir nach einer leidvollen Erfahrung mit den Zeugen Jehovas sehr weitergeholfen, ist sehr zu empfehlen!
Veröffentlicht am 22. September 2009 von Eleonore Glücksstein
Super geschrieben, super spannend
Ich hab das Buch vor ca. 10 Monaten gelesen und fand es sehr spannend. Martina fing an mit ZJ zu studieren genau wie ich, wir müssten glaube ich auch im gleichen Alter gewesen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2008 von eine Kundin
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Veröffentlicht am 24. August 2006 von Stephan E.
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Veröffentlicht am 9. August 2006 von Pearl N8-97
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