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Dank der erzwungenen Fernsehbeichte konnte Odai Hussein, Saddams verbrecherischer Sohn, seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Nach der Invasion in Kuwait hatten der zweitmächtigste Mann des Irak und seine Gang das Land raubritterartig geplündert, hunderte von Nobelkarossen wurden in der Folge in den Straßen Bagdads gesichtet. Gerüchte über den verhassten, plündernden Präsidentensohn und sein Double waren in den Westen durchgedrungen, hatten aber auch in der irakischen Armee für Empörung gesorgt.
Der beklemmende Bericht Latif Yahias, des jungen Mannes aus reicher Bagdader Familie, der 1987 als Double Odais für offizielle Anlässe zwangsrekrutiert wurde, entlarvt ein brutales System aus Günstlingswirtschaft, Mord und Folter. Hatte der Autor -- wie er freimütig zugibt -- das ausschweifende Leben im Dunstkreis der Diktatorenfamilie anfänglich noch genossen, so erlebte er sehr bald seinen "Arbeitgeber" als grausamen Vergewaltiger und Mörder. Erschüttert liest man, wie der völlig unpolitische Odai und seine Clique sich auf dem Rücken des darbenden irakischen Volkes in hemmungslosen Party-Exzessen und schierer Mordlust ergingen. Nach einem Selbstmordversuch gelang Yahia schließlich während des Golfkrieges die Flucht ins Exil.
Der weit gehend unpolitische, aber aufrüttelnde Bericht des heute in Österreich Lebenden liefert Schlüsselloch-Perspektiven in die rigide Unterdrückungsmechanik einer wahnsinnig gewordenen Diktatorenfamilie, deren letzte Stunde womöglich bald schlagen wird. --Ravi Unger
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
120 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erschütternd,
Rezension bezieht sich auf: Ich war Saddams Sohn: Als Doppelgänger im Dienst des irakischen Diktators Hussein (Taschenbuch)
Das Buch habe ich mir in Anbetracht des Irak-Kriegs gekauft.Ich war ein bißchen auf das Land usw. gespannt. Als ich dann das Buch las, mußte ich manchesmal aufstehen, um wieder etwas Ruhe in meine Psyche zu bekommen. Nach diesem Buch kann ich verstehen, das die Bevölkerung nicht in der Lage war, gegen das Regime "Saddam" vorzugehen. Ein falsches Wort, und ... M.E. wurde das Buch ohne große Emotionen geschrieben, was ich aber nicht abwerte, denn die Berichte über die grausamen Foltermethoden, die angewandt wurden, kann man nicht anders beschreiben. Ich war nach dem Ende des Buch sehr schockiert, denn es übertraf meine schlimmsten Gedanken. Ich kann dieses Buch jeden empfehlen, damit man sieht, was es für Grausamkeiten auf der Welt gibt, und ich glaube, das dieses noch viel zu oft geschieht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
118 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Abstossend und fesselnd zugleich !,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ich war Saddams Sohn: Als Doppelgänger im Dienst des irakischen Diktators Hussein (Taschenbuch)
Es ist kein Buch für zarte Gemüter. Es werden Foltermethoden des Hussein- Clans und sinnloses willkürliches Morden beschrieben.Auch Yahia, der Doppelgänger des missratenen Hussein- Sohnes Odai, hat dies am eigenen Leib zu spüren bekommen. Sollte die Darstellung tatsächlich der Wahrheit entsprechen, wovon ich ausgehe, so bin ich den Amerikanern im Nachhinein tatsächlich dankbar, dass dieses Regime beseitigt wurde. Ein Vergleich Husseins mit Hitler und Stalin erscheint mir danach von den Charakteren her (nicht vom Ausmass des Schadens) durchaus gerechtfertigt. Das Buch ist ein Muss für jeden, der sich eine eigene Meinung über die (ehemalige) Diktatur im Irak bilden will. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
117 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Saddams Krieg gegen sein Volk,
Von Nicolas Buhl (Immendingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ich war Saddams Sohn: Als Doppelgänger im Dienst des irakischen Diktators Hussein (Taschenbuch)
Allen die Zweifel an der Richtigkeit des Golfkrieges hatten, sei dieses Buch ans Herz gelegt.Es beschreibt auf erschütternde Weise den Krieg den Saddam Hussein und seine Familie gegen das irakische Volk geführt haben. In diesem Land herrschte vor seiner Befreiung (und es war eine Befreiung, davon ist jeder überzeugt der dieses Buch gelesen hat!) "staatliche" Willkür und Mordlust. Es werden Foltermethoden beschrieben die aus billigsten Splatterfilmen stammen könnten. Die Familie Hussein ließ viele Tausend Menschen, man muß es so hart sagen, aus Spaß ermorden. Es wird detailliert beschrieben in welch unvorstellbarem Luxus die Diktatorenfamilie lebte, während das eigene Volk verhungerte. Das Buch ist eine sehr spannende, weil reale, Geschichte die ich innerhalb weniger Stunden verschlungen habe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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