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Ich war Hitlers Schutzengel: Fiktionen [Gebundene Ausgabe]

Dieter Kühn
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

2. Februar 2010
Hatte Hitler einen Schutzengel? Ausgerechnet Hitler? In Dieter Kühns ebenso provozierenden wie brillanten historischen Szenarios über das Ende Adolf Hitlers wird der Lauf der Geschichte umgekehrt: die Attentate von Georg Elser, Graf Stauffenberg und Henning von Tresckow gelingen, der Krieg kommt zum Stillstand und Hitlers Schutzengel ins Grübeln. Vier sehr verschiedene Varianten von Geschichte und ein faszinierendes Gedankenspiel gegen alle historische Überlieferung

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Ich war Hitlers Schutzengel: Fiktionen + Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten: Roman
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: S. Fischer Verlag; Auflage: 2 (2. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100415159
  • ISBN-13: 978-3100415158
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 349.693 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Dieter Kühn, 1935 geboren, lebt heute in Brühl bei Köln. Für seine Biographien, Romane, Erzählungen, Hörspiele und hochgerühmten Übertragungen aus dem Mittelhochdeutschen (das »Mittelalter-Quartett«) erhielt er den Hermann-Hesse-Preis und den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Zu seinen Werken gehören die großen Biographien über Clara Schumann, Maria Sibylla Merian und Gertrud Kolmar, die Romane »Die Präsidentin«, »Stanislaw der Schweiger« und »Geheimagent Marlowe«, die Erzählungsbände »Und der Sultan von Oman« und »Der wilde Gesang der Kaiserin Elisabeth« sowie die historisch-biographischen Studien »N«, »Ein Mozart in Galizien«, »Portraitstudien schwarz auf weiß« und »Schillers Schreibtisch in Buchenwald«. Zuletzt erschienen von Dieter Kühn »Den Musil spreng ich in die Luft« und eine erweiterte Neufassung seines berühmten Buchs über Oswald von Wolkenstein »Ich Wolkenstein«.

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Kundenrezensionen

3.2 von 5 Sternen
3.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen . 22. Februar 2010
Von taciturus
Format:Gebundene Ausgabe
In diesem Buch versammelt Dieter Kühn vier Essays, die sich mit der Vergangenheit, und wie sie hätte sein können, beschäftigen. In zwei Essays entwirft er Szenarien eines alternativen Geschichtsverlaufs. Eines der Attentate auf Hitler führt zum Erfolg. Die erste dieser Erzählungen nimmt sich der Frage an, wie die Geschichte unter einem Kanzler Göring verlaufen hätte können. Welche Maßnahmen hätte dieser ergriffen, wo hätte sich seine Vorgehensweise von jener Hitlers unterschieden. Die zweite dieser Abhandlungen entwirft darüberhinaus ein Szenario, wie die Machtübernahme nach einem Attentat vor sich gegangen wäre. Wie ein Kampf um die Nachfolge entschieden worden hätte können und welche weltpolitischen Umwälzungen sich daran hätten knüpfen können.

Für mich war aber eine andere Geschichte klar und eindeutig das Herzstück dieses Buches und zugleich die lesenswerteste Geschichte. Ein Rechenschaftsbericht eines Schutzengels, aber nicht irgendeines Schutzengels, sondern jener, der die Aufgabe hatte, Hitler zu schützen. So berichtet dieser von seiner inneren Zerrissenheit sechs Jahrzehnte nach dem Tod Hitlers. Einerseits nach Anerkennung und Lob heischend, da er seinen Auftrag erfolgreich erfüllen konnte, seine Pflicht getan hat, andererseits von den Zweifeln zerfressen, da sein Einschreiten, mit dem er ein Leben bewahrt hat, die Ermordung von Millionen Leben ermöglicht.

Zum Abschluss findet sich eine weitere Geschichte zum Umgang mit der Vergangenheit. Ein Taucher, der am Grunde eines Sees Statuen von Hitler und einen Nazischatz entdeckt. Wie damit umgehen. Diese Figur findet einen besonders 'political correcten' Weg.

Insgesamt sind alle vier Geschichten sehr lesenswert, regen zum Nachdenken kann, haben Humor und eröffnen neue Perspektiven auf die Vergangenheit.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In vier Essays geht der Autor Dieter Kühn (nomen est omen) einer kühnen Frage nach: Hat Hitlers Schutzengel versagt?! Provokativ und doch mit Humor betrachtet der Autor den Verlauf der Geschichte, die Einwirkungen und die berühmten Zufälle, von denen man doch immer so häufig sprechen mag, wenn etwas Ungewöhnliches passiert. In ICH WAR HITLERS SCHUTZENGEL nimmt uns Dieter Kühn mit auf eine Reise in gewagte Gedankenexperimente, durchaus lesenswert und mit der notwendigen Portion Humor und Menschlichkeit auch nachvollziehbar.

Darf man spekulieren? Was wäre wenn, dies haben sich sicherlich schon vor 1945 viele Menschen gefragt, doch die Geschichte lässt sich nicht korrigieren, die Zeit verläuft linear und es gibt aktuell nur eine Richtung in der wir uns in ihr bewegen können.

Der Autor Dieter Kühn möchte aber den Horizont öffnen für ein paar gewagte Spekulationen.

Erste Spekulation: das Attentat im Münchner Bürgerbräukeller gelingt

Zweite Spekulation: Henning von Treskow sprengt das Flugzeug mit Adolf Hitler

Dritte Spekulation: Der Schutzengel Adolf Hitlers befragt sich selbst über die Sinnhaftigkeit seines Handelns.

Vierte Spekulation: Hitler Statuen und Büsten werden aus einem See geborgen, was damit anfangen?

Schon die erste Spekulation ermunterte mich zum schmunzeln, Hitler war tot und Göring wurde Reichskanzler, ein Friedensvertrag wurde geschlossen und was will man mehr - hätte es so tatsächlich sein können? Der Schlusssatz, ob das Deutsche Reich wieder einen Kaiser hätte, entbehrte aber nicht einer gewissen Komik und zeigt auf wie sich Göring wahrscheinlich entwickelt hätte.

Die Schutzengeloption welche in einem Monolog angelegt ist, macht die Zerstrittenheit der Angelegenheit offensichtlich, denn die Schutzstaffel war für den Schutz von Adolf Hitler zuständig, der Engel ist es aber auch - ist also auch der Engel nun ein Schutzstaffel Mann? Seine Aussage: Ich muss mich abgrenzen von diesen Typen zauberte mir nochmals ein Lächeln ins Gesicht, denn wer sitzt schon gerne zwischen den Stühlen?!

Die Spekulation Nummer Zwei, die Sprengung des Flugzeugs in dem Hitler sitzt, offenbart Himmler als schnellsten Paladin zum Thron der Macht, doch es entbrennt ein Kampf um die Position und diese gewinnt General Rommel mit britischer Unterstützung - scharmant.

Die letzte Spekulation, in der es um Hitlerbüsten geht offenbart die Probleme im Handel mit solchen Devotionalien, Photos sind nicht erlaubt und ausstellen kann man sie auch nicht - wohin mit solchen Büsten? Am Besten verbleibt der gesamte Fund einfach im Schlamm und Schlick, dann gibt es auch keine Probleme.

Ein interessantes Buch mit wahrhaft provokanten Spekulationen.

Empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "...Geh in Deckung, Adolf, volle Deckung ?!" 5. September 2011
Von Comic Fan
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
...dieser Appell aus den Kühnschen "Schutzengelphantasien" unmittelbar vor dem Stauffenberg Attentat
an den Schützling mithilfe dessen innerer Stimme kann man als Allegorie auf den Ablauf aller vom Autor in diesem
Buch aus Sicht des "Hitler Engels" geschilderten Attentatsversuche auf den Diktator verstehen.
Hauptprotagonist ist ein immer mehr an seiner Aufgabe zweifelnder geflügelter Beschützer ("Herr im Himmel rücke mir den Kopf zurecht ! Kein
chiropraktischer Griff aus metaphorischen Wolken heraus, es genügt ein kleines, ein winzig kleines, ein kaum erkennbares Zeichen....") der sich zwischen den
von ihm verhinderten Mordanschlägen im "Uhrgehäuse des Anhalterbahnhofs...." erholt - sich endlosen und völlig unzusammenhängenden inneren Monologen
über Sinn und Unsinn seiner "Aufgabe" hingibt, deren einziger Zweck wohl nur darin besteht dem gequälten Leser mit ihm vom Autor in den Mund
gelegten vielfachen lateinischen Versen einen Eindruck vom Bildungsstand (tatsächlich oder über das Internet "erworben"....) desselbigen zu geben.
Abgerundet wird das Ganze von an den Haaren herbeigezogenen Spekulationen über die Nachfolger (Göring, Rommel...) die im Fall eines zu Tode gekommenen Reichskanzlers dessen "Werk" fortführen, diesen (wie originell....) als Märtyrer durch das Volk verehren lassen, aber ansonsten nach Auffassung
des Schriftstellers natürlich eine wesentlich weichere, ja direkt menschenfreundliche Linie eingeschlagen hätten. (Göring als verkappter Kunstliebhaber
bei dem, seit dessen Machtübernahme "...Juden im Reich zwar bedroht, aber nicht mehr unmittelbar gefährdet waren" - Rommel als reine Marionette der
alliierten neuen Herren über Deutschland.)
Nach all diesen in den ersten 3. Kapiteln geschilderten "Fiktionen" (...sollte man eher sagen bodenlos langweiligem Palaver ?) folgt als krönender
Abschluss das vierte Kapitel mit der sinnigen Überschrift "Gitler kaput ?".
Unbeschreiblich - nicht mehr als einen Versuch in drei Sätzen wert:
Die Darstellung eines mit Ultraschallohren ausgestatteten Eisenschmieds der sich mit Hilfe dieser daranmacht 3 Hitlerstatuen aus einem See zu bergen, was ihm jedoch nur mit zweien gelingt bevor ihm bei Ausführung des dritten Versuchs aufgrund eines Anschlags von örtlichen Neonazis, die sich dabei kosmischer Strahlen bedienen, diese besonderere Fähigkeit abhanden kommt.
Die "geretteten" Bildnisse zerstört unser Handwerker dann unter Zuhilfenahme einer Säge und, nach Abklappern zahlreicher Strassenbaustellen, durch die Mithilfe eines gleichgesinnten Baggerfahrers und dessen Baugeräts.....
Dies alles, soweit ich diesem Kapitel überhaupt mit Mühe und Not entnehmen konnte und darum mit jeder nur denkbaren Fehlinterpretation meinerseits - aber
auch wohl jedes anderen potentiellen Lesers behaftet, um die dem tausendjährigen Reich nachfolgende Zeit vor einer erneuten Verehrung des Wahnsinnigen zu schützen und um dem Schmied selbst die "Bewerbung" um einen ominösen Preis für "Political Correctness" zu ermöglichen....
Völlig ohne erkennbaren Zusammenhang zu den ersten 3 Kapiteln - dafür den bis dahin gekommenen Gebeutelten aber auch mit weiteren lateinischen Rezitationen fast vollständig verschonend.
Eines der in jeder Hinsicht "schlechtesten Bücher" die ich jemals gelesen habe.

"...Geh in Deckung, Leser, volle Deckung !!"
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