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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gehirnwäsche im Terror-Regime: Die Macht der Angst,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ich war Hitlerjunge Salomon (Taschenbuch)
Eigentlich wollte ich nur mal 'reinlesen in diesen Schicksalsbericht eines jüdischen Jungen, der 1939 bis 1945 in der Uniform seiner Feinde überlebte. Und dann waren plötzlich Stunden vergangen, und ich klappte das Buch nach der letzten Seite zu. Ernst und nachdenklich. Erst 40 Jahre später war der Autor in der Lage, dieses verdrängte und durchgehend traumatisierende Erleben niederzuschreiben und zu veröffentlichen. In meine Hände kam es kurz nach dem 11. September 2001, einem der schwärzesten Tage in der Geschichte der Menschheit.Der 15-jährige Salomon, schon im Kindesalter (1933) aus seiner Heimat Peine mit seiner Familie nach Polen umgesiedelt, versucht 1939 mit seinem Bruder Isaak, der einsetzenden Vernichtung durch die Nazis zu entfliehen. Während er seine Eltern und Geschwister aus den Augen verliert, schlägt er sich nach Osten zu den Sowjets durch, wo er in einem Waisenhaus untertaucht. Im "Blitzkrieg" der Nazideutschen an der Ostfront wird er von der deutschen Wehrmacht aufgegriffen, vernichtet all seine Papiere und gibt sich als "Volksdeutscher" aus. Das funktioniert, und für sechs Jahre wird nun die Angst sein ständiger Begleiter. Die Angst, entlarvt zu werden als "Rassenschänder" und Betrüger. Aus Salomon wird Josef - von den meisten seiner neuen "Kamaraden" einfach Jupp genannt. Nach der Niederlage der deutschen Truppen vor Stalingrad wird er nach "Reichsdeutschland" zur Hitlerjugend in Braunschweig geschickt. Zwar ist dort die Angst sein ständiger Begleiter - dennoch vollzieht sich eine Wandlung: Zwei Persönlichkeiten entstehen, die sich von einander abspalten müssen, um zu überleben. Der wissenschaftliche Begriff dafür ist "Dissoziation". Beide haben ihre Aufgabe: Salomon muss sich möglichst verstecken, während Jupp als angesehener Hitlerjunge "Karriere" macht - letzteres aber auch nur, um den kleinen Sally zu schützen. Dennoch entwickelt die Rolle des Hitlerjungens nach intensivem Drill eine Eigendynamik, die der Autor erst 40 Jahre später in Worte fassen kann. Mit "Wissenschaft" hat diese Autobiographie nichts zu tun. Dafür ist sie ein wertvolles Zeugnis dafür, wie sich Menschen im Rahmen einer Ideologie beeinflussen und "programmieren" lassen. Angesichts eines bevorstehenden Weltkrieges im Herbst 2001 ist dieses Buch mit den schockierend authentischen Schilderungen aktueller als die Polemik der Boulevardpresse. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannend und lehrreich!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ich war Hitlerjunge Salomon: (erlebt und erfahren) (Taschenbuch)
Der Jude Perel erzählt seine Geschichte, die man für einen Roman nicht besser hätte erfinden können. In den Wirren von Flucht und Vertreibung, zu Beginn des 2. Weltkrieges, gerät er unversehens ins Lager der NS-Vernichtungsmaschine, arangiert sich mit seinen neuen "Kammeraden" und macht schließlich sogar so etwas wie eine kleine Karriere. Die Ironie und der Irrwitz, der so in vielen Situationen entsteht, ist gleichzeitig ein Beleg für die Perversität und den Unsinn der NS-Ideologien. Auch wenn der Autor zeitweilig eine gewisse Doppelmoral an den Tag legt, liest sich die Geschichte spannend von der ersten bis zur letzten Seite und scheint ein Beweis dafür zu sein, daß es eine lenkende Macht jenseits unserer materiellen Wahrnehmung gibt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
atemberaubend, spannend und schockierend zugleich!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ich war Hitlerjunge Salomon: (erlebt und erfahren) (Taschenbuch)
nachdem salaom perel bei uns auf der schule eine vorlesung gehalten hat, und seine lebensgeschichte als 80 Jähriger Mann hinreissend und emozional geschildert hat, entschloss ich mich, unmittelbar danach sein buch zu kaufen. ich beräue nicht einen einzigen cent. sein glück, das er hatte, lässt sich ungefair wie das von dem Autor "im stahlgewitter" vergleichen. es tut weh, als deutscher so ein buch zu lesen, in dem man die zeilen so ins gesicht geschlagen bekommt, wie man es eigendlich bildlich aus schindlers liste, oder der pianist liest. der autor schildert jedoch auch das gute in Deutschland, so stellt er nicht, wie manch andere bücher oder filme (hier eher auf pianist bezogen) deutschland in den dreck. klar, was passiert ist, ist schrecklich und man sollte es auf keinem fall ignorieren. es ist teil unserer geschichte. aus der geschichte soll man lernen, und nicht ignorieren. wenns 10 sterne geben würde, waren diese dem buche bestimmt sicher. emotional und einfach nur real geschildert. mein respekt vor diesem jetzt alten manne wächst von zeile zu zeile (hab bisher erst die hälfte gelesen, kenne aber den inhalt, wegen seiner vorlesung). kaufen, und nicht wegen dem preis meckern, obwohl der gut ist(hab das selbe bezahlt) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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