Inge Deutschkron beschreibt in ihren Erinnerungen, wie sie als Jüdin in Berlin versteckt die Zeit der Nationalsozialisten überlebte. Als diese an die Macht kommen, ist die Autorin elf Jahre alt. Sie beschreibt zunächst ihre Kindheit in dieser Zeit und was die schrittweise Entrechtung der deutschen Juden für ein Kind oder eine Jugendliche individuell bedeutete, und dann, wie sie als junge Erwachsene untergetaucht in verschiedenen Verstecken vor der Deportation gerettet wird und den Krieg überlebt. Sie versteckt sich zusammen mit ihrer Mutter, geht aber die ganze Zeit über unter falscher Identität weiter arbeiten. Sie versucht die ganze Zeit über, ihr Leben so „normal" wie möglich zu gestalten, indem sie etwa nach Kriegsbeginn entgegen der Vorschriften weiter ins Kino oder Theater geht. Immer wieder droht Inge Deutschkron und ihrer Mutter, daß sie entdeckt werden, immer wieder müssen sie daher das Versteck wechseln. Die Autorin vermittelt dem Leser äußerst authentisch, wie das Leben einer Jüdin, die versteckt das nationalsozialistische Deutschland überlebte, sich gestaltete, und vermag es, ein Stück weit die Atmosphäre der Angst, der Bedrohung und des Terrors zu vermitteln. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)