Zunächst muss ich sagen, dass ich das 1. Buch von Eva B. nicht gelesen habe. Dafür aber 2 Bücher von Claudia Varrin. Doch letztere waren mir in vielen Bestandteilen zu speziell, zu hart, zu unerotisch und zu lieblos. Das Lesen machte keinen Spaß, sondern war eher von der Neugier getrieben, die jedoch nicht ausreichte, um jedes Kapitel vollständig zu lesen.
Anders Eva B. Man muss nicht selbst maso oder devot sein, um ihre Lebens-, Leidens- und Liebesgeschichte gerne zu lesen und nachvollziehen zu können. Wenn man es jedoch selbst auch ist, wird man sich vermutlich darin wiederfinden. In den Facetten der Wünsche, der Lust und des Schmerzes, in der Suche und dem Vertrauen in den zugehörigen Partner.
Was mir zudem gut gefallen hat: Eva B.'s Sprache ist niemals vulgär, ihre Gedankengänge sehr schön formuliert. Fast möchte man sie um ihren Partner beneiden, der Eva B.'s Gefühle und Sehnsüchte wie seine eigenen zu kennen scheint. Und auch das Misstrauen, die innere Zerrissenheit lässt sich nachvollziehen und kann jeden in der Partnerschaft treffen, ob maso oder nicht. Doch daraus gestärkt und sicherer hervorzugehen ist Lebenskunst.
Ein wunderschönes Buch über die Liebe und das Verlangen nach SM, nicht nur im erotischen Spiel, sondern auch sanft in den Alltag integriert.