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Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier: Wie ich als Autistin Menschen und Tiere einander näher bringen kann
 
 
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Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier: Wie ich als Autistin Menschen und Tiere einander näher bringen kann [Gebundene Ausgabe]

Temple Grandin , Catherine Johnson , Christiane Burkhardt
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 381 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover; Auflage: 1., Aufl. (21. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550076223
  • ISBN-13: 978-3550076220
  • Originaltitel: Animals in Translation. Using the Mysteries of Autism to Decode Animal Behavior
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 665.129 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Alles begann im Internat für „verhaltensauffällige“ Hochbegabte, in das die rauflustige Autistin Temple Grandin kam, nachdem sie von ihrer alten Schule geflogen war. Während eines Ausflugs zu einer Ranch beobachtete Temple das Impfen von Rindern. Die simple Klammervorrichtung, die die Tiere zu diesem Zweck fixierte und der Druck, der offensichtlich beruhigend auf sie wirkte, faszinierten das Mädchen. Temple, als Autistin selbst von Angst- und Panikattacken verfolgt, ließ sich eine ähnliche Konstruktion zur eigenen Anwendung nachbauen. Es half auch bei ihr. Diese Übereinstimmung sollte prägend für ihr späteres Leben werden. Heute zählt Dr. Temple Grandin zu den weltweit führenden Tierpsychologinnen.

Dieses Buch gleicht einer Revolution. Zum ersten Mal ist es einem Menschen gelungen, die Gefühls- und Gedankenwelt der Tiere in menschliche Sprache zu übersetzen. Grandins großer Vorteil: Ihre autistischen Denkstrukturen und die Art, in Bildern und nicht linguistisch zu denken, findet ihr Pendant in der Tierwelt. Autismus begreift sie dabei als „eine Art Zwischenstadium zwischen Tier und Mensch“. Spezialisierung lautet das Zauberwort. Im Rahmen ihrer Hirnforschung stieß die Autorin auf „autistische Savants“, hochspezialisierte, aber geistig zurückgebliebene Menschen, die Primzahlen herunterbeten und bei Geburtsdaten „automatisch“ den Wochentag nennen können. Ähnlich speziell arbeiten die Hirnfunktionen eines Tieres.

Rudelmentalität -- Gewalt bei Tieren („Minikriege unter den Schimpansen“ -- Warum Freuds Lehren nicht für Hunde gelten -- Tiere kennen keine gemischten Gefühle -- Psychisch gestörte Hennen. Grandins Buch, das alle Anlagen zu einem Standardwerk besitzt, verschafft umwerfende und tiefe Einblicke ins innerste Wesen von Haus- und Wildtier. Nach wie vor gilt ihre größte Liebe, wie schon seit Jugendtagen, dem Rind. Es mag daher merkwürdig erscheinen, dass heute die Hälfte sämtlicher Nutztiere in Nordamerika nach von Dr. Grandin entwickelten Methoden geschlachtet wird, was einen tierliebenden amerikanischen Amazon-Leser veranlasste, sie zu einem Büttel der Schlachtindustrie zu erklären („The Meatpacker's Friend“). – Dr. Grandin kennt den Widerspruch, der hier lauert, kann ihn jedoch schlüssig entkräften. Autistisches und tierisches Verhalten. Ein doppelter Gewinn an ungeahnten Einsichten. –Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Nur einer hochbegabten Autistin wie Temple Grandin konnte es gelingen, das Verhalten von Tieren so revolutionär genau zu beobachten und zu analysieren. Denn sie sind ihr ähnlich, viel mehr, als wir bislang dachten. Unter Tieren fühlt sie sich wohl, unter Menschen nicht. Temple Grandin gehört zu den wenigen Autisten, denen es gelang, sich die Welt der Sprache zunutze zu machen, um ihre Welt der Farben, Bilder und Filme für andere zugänglich zu machen. Sie machte eine beispiellose Karriere und gilt heute als eine der weltweit bedeutendsten Tierpsychologinnen. Denn sie kann die Welt so sehen, wie es Tiere tun. Und sie kann die Ängste von Tieren verstehen und so den Umgang mit ihnen verbessern helfen. Immer wieder findet Temple Grandin bestätigt, wie sehr ihre eigene Wahrnehmung derjenigen von Tieren ähnelt. In ihrem Bewußtsein und ihrem Gedächtnis sind nur Bilder, die sie für die Außenwelt mühsam in Worte übersetzt. Und auch Tiere haben eine viel schärfere und detailliertere visuelle Wahrnehmung als gewöhnliche Menschen.

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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Welt aus Sicht der Tiere besser verstehen, 7. Mai 2008
Von 
Leseratte - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Temple Grandin Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier"

Was dieses Buch so einzigartig macht, wird in vier Sätzen des ersten Kapitels deutlich:

"Es ist anders als alle Tierbücher, die ich kenne- nicht zuletzt deswegen, weil ich anders bin als die meisten Tierforscher. Autisten wissen genau, wie Tiere denken. Natürlich verstehen wir auch, wie Menschen denken- so anders sind wir auch wieder nicht. Autismus ist eine Art Zwischenstadium zwischen Tier und Mensch."

Die Themen "Wahrnehmung, Gefühle, Aggressionen, Schmerz und Leid und Ängste beim Tier " nicht nur aus der menschlichen Perspektive zu betrachten und dabei trotzdem auf dem Boden der wissenschaftlich belegbaren Tatsachen zu bleiben, wird trotz ihrer Sensibilität nicht zu einer unsicheren Gratwanderung zwischen Spekulation und Realität.

Ihre wissenschaftliche Herangehensweise verlässt die Autorin auch dann nicht, wenn sie Fragen wie "was denken Tiere?" "wie klug sind Tiere?" oder "haben Tiere ein Gewissen?" nachgeht. Der Leser wird dabei über Fragestellungen wie z.B. "was ist überhaupt Denken oder Klugheit?" in die wissenschaftliche Auseinandersetzung dieser Themen mit hineingenommen, ohne dabei aber im Fachchinesisch unterzugehen. Im Gegenteil.

T.G. schreibt verständlich, humorvoll und bringt dem Leser auch kompliziertere Inhalte durch äußerst treffend gewählte Beispiele nahe: "Wenn ich ein Computer wäre, hätte ich eine riesige Festplatte, aber nur einen winzigen Arbeitsspeicher."

Faszinierend sind die Schlüsse, zu denen die Autorin hinführt, faszinierend in ihrer Schlichtheit und bestechend in ihrer Logik, wenn sie z.B. darstellt, wie oft lediglich eine falsche Methode oder Fragestellung schuld an einem angeblich feststehenden Ergebnis ist.

Tiere sind keine Menschen und denken in vielen Fällen auch nicht menschlich. Dass sie uns aber in vielen Fällen weit überlegen sind,

und dass unsre angebliche Überlegenheit auf Kosten vieler wertvoller Eigenschaften ging,

dass hier daher das Wort "Überlegenheit" besser in "Andersartigkeit" umzubenennen wäre,

und dass wir dieser Andersartigkeit mit großem Respekt begegnen sollten,

das könnte man als zentrales Anliegen des Buches beschreiben.

Ein Buch, das jeder, und hat er auch nur im Entferntesten mit Tieren zu tun, gelesen haben sollte.

Ein Buch, das sich durch eine überzeugende Kompetenz der Autorin auszeichnet, die gleichzeitig Wissenschaftlichkeit, eine hohe Ethik und tiefen Respekt vor unsren Mitgeschöpfen als Anliegen hat,

und das sich wohltuend und erfrischend abhebt von derzeit vielen den Markt überschwemmenden, die Tiere stark vermenschlichenden andren Werken.
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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die Tierwelt mit anderen Augen sehen..., 1. Juli 2007
Ich muß vorausschicken, daß ich mich nie besonders für Tiere interessiert habe - aber das Buch von Temple Grandin, einer Austistin (wie ich), mußte ich unbedingt lesen!

Es hat mir zum einen die Augen geöffnet im Hinblick auf die psychophysiologischen Erklärungen tierischen und menschlichen Verhaltens. Es hat mir Parallelen eröffnet zu meinem eigenen Fühlen, Denken und meinen Problemen.

Vielfach konnte ich genaus nachvollziehen, wie Temple Grandin arbeitet und denkt, und daß es für sie absolut selbstverständlich und logisch ist - in diesem Buch vermittelt sie es so, daß es sowohl Autisten wie auch NICHT-Autisten verstehen, und letztere werden dann etwas merh über den Autismus verstehen. ;)

Wer sein Haustier nicht versteht, könnte ebenfalls aus diesem Buch großen Nutzen ziehen - nach dem Lesen betrachtet man seinen Hund vielleicht mit anderen Augen und sieht MEHR.

Wenn also eine NICHT-Tier-Interessierte ein solches Buch mit Interesse liest und sich ständig über neue Erkenntnisse wundert - wie muß es da erst Menschen gehen, die mehr mit Tieren zusammen sind oder zu tun haben?
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Psychologie des Lebens, 29. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier: Wie ich als Autistin Menschen und Tiere einander näher bringen kann (Gebundene Ausgabe)
Temple Grandin spannt in ihrem Buch einen weiten Bogen tierischer Thematiken, die allesamt sehr viel auch den Menschen betreffen. Sie erzählt von Wahrnehmungswelten, Gefühlen, Ängsten und Freuden, von der besonderen Weltsicht des Autisten, dessen Andersartigkeit ihm - in diesem Fall: ihr - zur tiefgründigen Erkenntnisquelle wird. Der Einsatz für Tierrechte spielt eine große aber keineswegs eifernde Rolle in Grandins Leben und Schrifttum. Sie hat die Schlachthöfe in den USA im Sinne eines humaneren Umgangs mit Nutztieren revolutioniert und das Bewusstsein der Nutztierhalter für die Bedürfnisse ihrer Tiere geschärft.
Davon ist in diesem Buch dann auch viel die Rede. Sowie von Hunden und Katzen, deren zweibeinigen Freunden Grandin eine wahr Fundgrube tierkundigen Wissens offenbart. Im Grunde genommen geht es jedoch um Psychologie - um die Psychologie des Lebens. Und um ein einzigartiges Geschöpf doppelter Wesenheit: Der Hundemensch. Womit Grandin nicht unbedingt eine höchstpersönliche Idee zur anthropologischen These überhöht, sondern sie bezieht sich auf Forschungsergebnisse aus aller Welt, die nun in Summe etwas Sensationelles besagen: Der Wolf hat als Hund den Menschen domestiziert. Ohne Hund gebe es den modernen Menschen und seine hohe Kultur erst gar nicht, denn er ist der vermittels des Hundes zur Höherentwicklung gelangte Hundemensch. Und mag er zwar rein äußerlich als Säugetier gattungsmäßig den Primaten (Menschenaffen) zugehörig sein, wesenhaft ist er jedoch seiner eigentlichen Prägung gemäß wölfisch, also Hund.
Dieses überaus interessant und anregend geschriebene Buch entführt den Leser in die Welt des Tieres, welche sich ihm einerseits als erstaunlich vertraut, um nicht zu sagen: menschlich darstellt, andererseits aber auch Besonderheiten in der Wahrnehmung und Erschließung von Lebenswelten aufweist. Besonderheiten, deren Missachtung oder Verkennung tierische Verhaltensmuster dem menschlichen Begreifen verschließen.
Grandin räumt mit allzu menschlichen Mythen ob des sprachlosen, dafür aber von Natur aus guten Tieres auf. Das Tier, so Grandin, ist nämlich weder eine sprachlose Existenz noch ist es von Natur aus einfach nur gut. Also die Verkörperung einer gutmütigen, dafür aber dummen Unschuld. Vielmehr weisen Tiere je nachdem erstaunliches Sprachvermögen auf und können – obgleich es ihnen an jeder ausformulierten Idee von Ethik ermangelt – aus launischer Neigung gute oder böse Taten setzen. Und das nämlich ohne zwingendes Geleit durch irgendwelche Lebensnotwendigkeiten. So wird auch schon einmal zur bloßen Hetz gejagt und getötet, ohne das gepeinigte Opfer in weiterer Folge anständiger Weise aufzufressen.
Die Ordnung des Lebendigen aus geänderter, obgleich doch so vertrauter Perspektive neu begreifen lernen, nicht zuletzt das lehrt uns Grandin vermittels dieser gleichermaßen berührenden als wie auch faszinierenden Lektüre zur Psychologie des Lebens.
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