Ich schreibe täglich an mich selbst ist ein Sachbuch und Arbeitsbuch für alle, die mit dem Tagebuchschreiben beginnen möchten oder neue Ideen für ihr Tagebuch suchen. Dabei steht für Mardorf das Schreiben zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Lösung von Problemen im Vordergrund.
Das Buch ist spannend für jeden, der nicht nur Protokoll über sein Leben führen möchte, sondern sein Tagebuch zur Persönlichkeitsentwicklung nutzen will. Dabei ist das Buch leicht zu lesen. Allerdings finden teilweise komisch anmutende spirituelle Auslegungen statt, in denen meines Erachtens Zufällen zu viel Wert gegeben wird. (insbesondere in Kapitel sieben; z. B. kündigt ein Traum ein Ereignis am selben Tag x Jahre später an :-) ) Wenn man über solche Einschübe nicht hinweglesen kann, sollte man sich besser ein anderes Buch suchen. Trotzdem hat mich das Buch angeregt, weiterhin Tagebuch zu führen. Aber das ist ja auch der Grund, warum ich dieses Buch gekauft habe. Allerdings hätte ich mir mehr Übungen und Ideen zur Tagebuchgestaltung (mit den sonst reichlich vorkommenden Beispielen) gewünscht.
Zum Inhalt: Die ersten sieben Kapitel beschreiben (fast ausschließlich) die Vorteile des Tagebuchschreibens, in Kapitel acht wird schließlich über Probleme und Gefahren des Tagebuchschreiben (ja, auch die gibt es!) hingewiesen. Alles wird durch zahlreiche Auszüge aus Tagebüchern und Gesprächsauszügen illustriert. (ca. 70 Seiten)
Die Praxis des Tagebuchschreibens wird in den Kapitel 9 und 10 besprochen. Mardorf bespricht neben der Wahl vom richtigen Buch und Stift verschiedene Arten von Tagebüchern (Kapitel 9). In Kapitel 10 folgen 10 Übungen. Schwerpunkt dieser Übungen ist, entsprechend dem Ziel des Buches, die Reflexion über das eigene Leben, Lebensentscheidungen und Persönlichkeitsentwicklung. (ca. 50 Seiten)
Anschließend folgt noch eine ausführliche Literaturliste, die sicher zum Weiterlesen animiert.