Ally hatte nie sonderlich engen Kontakt zu ihrer Mutter Deirdre, wuchs bei deren Schwester auf und kann nicht gerade davon reden, eine besonders enge Bindung zu ihr gehabt zu haben. Doch als sie Deirdre eines Tages besucht, weil sie mit einem Herzanfall im Krankenhaus liegt, findet sie in ihrem Haus Briefe. Alte Briefe, die jemand an ihre Mutter schrieb.
Nicht nur diese Briefe machen sie neugierig auf die Vergangenheit ihrer Mutter, sondern auch Eoin, der Nachbar. Ein sehr gut aussehender junger Mann, der für Allys Mutter mehr zu sein scheint, als ein normaler Nachbar. Doch welche Verbindung hat er zu Deirdre?
Immer mehr Einzelheiten werden durch die Briefe und durch Gespräche mit Eoin aufgedeckt und Ally mag kaum glauben, welch großes Geheimnis ihre Mutter ihr vorenthalten hat.
Der Schreibstil dieses Buches ist sehr angenehm. Von Anfang an taucht man in die Geschichte ein, die sich 'so weglesen' lässt. Wer Familiengeschichten mag, wird diese lieben. Das einzige, das mich zwischendurch immer ein wenig 'wütend' gemacht hat, sind die Briefe. Nach fast jedem Kapitel werden diese in Kursivschrift abgebildet und man ist natürlich neugierig, denn auf diese Art und Weise bekommt ja auch der Leser mehr Einblick in das Leben von Deirdre. Doch vieles von dem, was der Briefeschreiber dort geschrieben hat, hat mich einfach wütend gemacht und ich konnte es nicht nachvollziehen. Natürlich gehört dies zum Fortgang der Geschichte, doch hätte ich mir ein wenig mehr Herzenswärme gewünscht, die man gut in die Briefe hätte hineinlegen können. So wirkten sie auf mich leider ein wenig 'gestelzt'. Eben wie Worte, die nicht mit Taten gefüllt werden.
Alles in allem hat dieses Buch mich aber gut unterhalten und der Ausflug nach Irland wird sicher nicht mein letzter gewesen sein.