Ich habe schon so einige Aufhör- Versuche hinter mir und dachte: Jetzt hast du "Endlich Nichtraucher" von A. Carr zwei mal gelesen und hast es nicht geschafft, was soll an dem Buch denn jetzt besser sein? Für mich so ziemlich alles... Ich hatte keine großen Erwartungen, aber ich bin der Meinung, daß Jopp mir durch seine Schreibweise das klar gemacht hat, was bei Carr an mir vorbeigegangen ist. Ich habs endlich begriffen! Das macht das Aufhören natürlich noch nicht zum Spaziergang, aber es hat meinen Willen doch so sehr gefestigt, daß ich bisher allen Versuchungen widerstehen konnte.
Es zeigt, wie die Zigarettenindustrie mit der Gesundheit der Raucher spielt, wie das Gehirn auf das Gift Nikotin reinfällt, wie die Sucht abläuft, welche zusätzlichen Fallen entstehen und wie man ihnen entkommen kann. Gleichzeitig wird einem vor Augen geführt, was einem selbst wichtig ist und wie die Wege aussehen könnten, die man geht. Der Autor drängt einen bis zum Ende des Buches kein einziges Mal zum Aufhören. Er zeigt nur Fakten auf ohne dabei den erhobenen Zeigefinger zu schwingen. Man verliert schon lange vor der letzten Zigarette die Lust am Rauchen. Ich habe den Aufhör- Termin herbeigesehnt. Der letzte Glimmstängel war für mich eine ekelhafte Übung und ich hab ihn nur mit Widerwillen geraucht.
Der Autor beleuchtet so ziemlich jede Lebenslage, in der der Raucher zur Kippe greift, daher kann man sich sehr gut mit dem Beschriebenen identifizieren. Selbst bei einem Rückfall wird man im Anhang nicht als völliger Versager abgestempelt, sondern als Mensch, der einfach mal schwach werden kann, aber deshalb nicht sein Ziel aus den Augen verlieren soll. Ich finde mich als 20-Jahre-langer Suchti auf jeder Seite des Buches wieder und "kämpfe" jetzt nach dem Aufhören mit gelegentlichen leichten Gelüsten. Ich habe das Buch in Kombi mit dem Internetprogramm und den Selbsthypnose-Sequenzen genutzt und kann nur sagen: Ich wußte nicht, daß man so entspannt von der Kippe wegkommen kann!