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Ich protestiere, also bin ich: Erinnerungen eines Unangepassten
 
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Ich protestiere, also bin ich: Erinnerungen eines Unangepassten [Taschenbuch]

Gabriel Berger
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 358 Seiten
  • Verlag: trafo Literaturverlag; Auflage: 1 (30. April 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896268023
  • ISBN-13: 978-3896268020
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.388.672 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Gabriel Berger wurde 1944 im französischen Versteck als Sohn eines jüdischen Kommunisten geboren. Über die Zwischenstation Belgien ging sein Vater 1948 freiwillig nach Polen, um sich dort am Aufbau des Sozialismus zu beteiligen. Unter dem Druck des Antisemitismus übersiedelte die Familie 1957 in die DDR. In der realsozialistischen Wirklichkeit verlor Gabriel Berger die vom Vater vermittelte kommunistische Überzeugung. Sein »Privatkrieg gegen den Staat«, den er als Physiker mit Intellekt und Schwejkschem Schalk führte, brachte ihm ein Jahr Haft und schließlich 1977 die Ausreise in die Bundesrepublik ein. Im vorliegenden Buch betrachtet der Autor nicht nur Polen und die DDR, sondern auch die neue Heimat Bundesrepublik aus kritischer Distanz, mit Witz und Ironie.

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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Flucht aus kommunistischer Utopie, 6. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich protestiere, also bin ich: Erinnerungen eines Unangepassten (Taschenbuch)
Der Großvater des Verfassers, Josef Berger, ein aus Warschau stammender orthodoxer Jude, war, wie damals viele Juden, in Deutschland vernarrt. 1923 folgte er seiner Liebe zum "Land der Dichter und Denker", verließ die Insel der Sicherheit Großbritannien und ließ sich auf dem wankenden Boden Deutschlands, in Berlin nieder. Dafür musste er fünfzehn Jahre später mit der Flucht vor den Nazis teuer bezahlen.
Der Vater des Verfassers, Leon Berger, in Berlin zum Kommunisten geworden, floh schon 1933 aus Deutschland nach Belgien, später nach Frankreich. Hier kam der Verfasser in dem von den Nazis besetzten Land in einem Versteck auf die Welt. Nach dem Krieg entschied sich Leon Berger, seiner Liebe zum Kommunismus zu folgen. Er verließ Belgien und ließ sich in Polen nieder, das den Weg zum Sozialismus beschritt. Der polnische Antisemitismus zwang ihn aber, 1957 dass Land zu verlassen. Er setzte das Experiment des Aufbaus einer besseren Gesellschaft" in der DDR fort. Dort starb er 1984, vier Jahre vor der Wende, bis zuletzt über-zeugt, der Sozialismus würde in der ganzen Welt siegen.
Der Verfasser des Buches Gabriel Berger schließlich wurde in der DDR Physiker. Mit seinem rationalen Denken durchdrang er den vom Vater geerbten Glauben an die kommunistische Utopie, konfrontierte sie mit der ihn umgebenden realen sozialistischen Wirklichkeit. Er wur-de ein radikaler Demokrat, ein Dissident, wie man damals im Westen die Kritiker des Sozia-lismus nannte. In der DDR hießen sie schlicht Staatsfeinde. Als solcher wurde Gabriel Berger 1976 verhaftet und wegen Staatsverleumdung" zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Danach wurde er, wie damals üblich, gegen bare Münze an den Feind Bundesrepublik Deutschland verkauft. Seit dem lebte er erst in Westberlin, dann in Bonn und wurde scharfer Beobachter morbider Stilblüten der westlichen Freiheit.
Gabriel Bergers Buch Ich protestiere also bin ich" ist ein Stück gelebte Geschichte Europas im vergangenen Jahrhundert. Fern jeder Schwarz-Weiß-Malerei liefert es einen Schlüssel zum Verständnis der kommunistischen Utopie, sowie ihres Scheiterns in der realen Welt.
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