Produktinformation
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Kindheit im schlesischen Bunzlau. Die großmütterliche Villa (geliebt). Der väterliche Bauernhof (verhasst). Onkel Ernst, Paradiesvogel und einziger Lichtblick in einer hitlertreuen Familie. Die Zeit in der HJ und die letzten Kriegsjahre als Luftwaffenhelfer schreitet Hildebrandt bissig kommentierend und selbstkritisch ab. Politisches Kabarett im Kriegsgefangenenlager. Daneben Realsatire in Gestalt österreichischer Inhaftierter, die sich zu Hitlers Opfern erklärten. Erste Symptome großdeutscher Amnesie, erste Munition für den künftigen Kabarettisten. In München warten die zwei Lieben seines Lebens, Irene und Sammy Drechsel. Zaghafte Schauspielversuche während des Studiums der Theaterwissenschaften und ein unfreiwillig komischer Auftritt als Satan in Strumpfhosen begraben den Traum von den Brettern, die die Welt bedeuten. Kleinkunst lautet Hildebrandts Zukunft.
Man mag es dem Leser verzeihen. So interessant Hildebrandts prägende Kriegs-, Wander- und Lehrjahre sich auch gestalten, man lechzt nach jenem Startschuss 1957, als die Lach- und Schießgesellschaft als eine Art APO die Messer wetzte und zur festen Institution des jungen deutschen Fernsehens wurde. Noch in der Erinnerung an die Wortfechtereien gegen die Parteibonzen jener Tage lugt der streitlustige und scharfzüngige Hildebrandt durch. Doch bald schon wehte ein anderer öffentlich-rechtlicher Wind. Dass parteibeflissene Fernsehintendanten im Strauß-Wahljahr 1980 die Absetzung seiner Notizen aus der Provinz durchsetzten, erbittert noch immer. Und wir lieben ihn noch immer, diesen heiligen Zorn, der, in ätzende Texte gegossen, sämtliche bürgerlichen Nähte platzen lässt. Kabarettistisches Urgestein. Eine aussterbende Gattung. Aber bitte, nicht so schnell! Ravi Unger
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Deutsche Geschichte humorvoll erzählt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ich musste immer lachen: Dieter Hildebrandt erzählt sein Leben (Gebundene Ausgabe)
Man kann viele wissenschaftliche Abhandlungen über die deutsche Geschichte, vor allem zweiter Weltkrieg und die Nachkriegszeit bis zur gegenwart, lesen. Aber das alles ist trockener Stoff, wenig unterhaltsam, sehr allgemein.Dieter Hildebrandt jedoch schafft es mit diesem Buch, die deutsche Geschichte anhand eines Schicksals zu erzählen, natürlich auf so wunderbar humorvolle und ironische Art wie es eben nur Hildebrandt kann. Man lacht viel, man lernt viel, mehr als wenn man nur historische Eckdaten liest und lernt. Wie alle Bücher von Hildebrandt ist auch dieses wieder uneingeschränkt zu empfehlen. Bleibt zu hoffen, das er damit (und mit dem Buch "Nie wieder 80!") wieder Lesungen gibt. Ein ähnliches Buch ist übrigens Reich-Ranickis "Mein Leben". Nicht so humorvoll, eher sachlich, aber lesenswert und unterhaltend führt auch dies durch die deutsche Kriegs- und Nachkriegsgeschichte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Ich musste immer lachen,
Von Eini "Eini" (Baden Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ich musste immer lachen: Dieter Hildebrandt erzählt sein Leben (Gebundene Ausgabe)
Dieter Hildebrandts Biographie "Ich musste immer lachen" ist ein sehr kurzweiliges Buch. Geschrieben wurde das Buch als Interview. Dieter Hildebrandt erzählt sein Leben, wie er aufwuchs, wie er "als Pimpf" zur Wehrmacht eingezogen wurde und in einem Krieg seinen Kopf hinhalten musste für ein Regime von Dummköpfen. "Der so aus dem Loch schreit (wie Göbbels) der kommt aus dem Loch auch nicht mehr raus". Nach dem Krieg fand er auf abenteuerliche Weise seine Familie wieder, in dem er tagelang quer durch das besetzte Deutschland reist. Das rührt einem schon das Herz. In der Nachkriegszeit beginnt er ein Studium, erzählt wie es mit den Namenlosen anfing, wie später die Lach- & Schliesgesellschaft ihren Anfang nahm. Dieter Hildebrandt gewährt dem Leser auch einen kleinen Einblick in sehr private Sachen.Alles in Allem meiner Meinung nach eine überaus interessante Lektüre. Als gebundene Ausgabe zwar nicht ganz billig, aber den Preis durchaus wert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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