Nachdem jetzt StarEnergy, Russoil und Stargold vielen Frick-Fans gezeigt haben, daß der "gute" Mann auch derbe daneben liegen kann, solle man sich doch überlegen, ob man wirklich sein Buch 1:1 umsetzt.
Der Inhalt ist recht einfach zu lesen, teils unterhaltsam und dennoch ansprechend. Genau darin liegt die Gefahr.
Frick weiß zu reden bzw. zu schreiben. Er kann Massen begeistern. Schon wie einige böse Leute um 1930-1945 herum. Genau da liegt das Problem.
Wir haben einen Börsenhype, die Leute rufen förmlich nach Gurus, die sich an ihnen bereichern. Wie ist Frick denn wohl reich geworden?
Er investiert nur in ein Spieldepot - kein echtes Geld.
Er verdient sich durch seine Börsenhotline und seine Bücher eine goldene Nase!!
Das Buch gibt einem das trügerische Gefühl, plötzlich jeden erfahrenen Börsianer überlegen zu sein. Wozu sich genau mit der Materie beschäftigen? Ist doch überflüssig, ich hab Frick's Buch!
Ob KGV, Volatilität oder andere Dinge rund um Aktien. Egal, nach diesem Buch meint man zu fliegen und man braucht den Kram nicht.
Darum rate ich dringend ab, das Buch zum Anlegen an der Börse "seriös" zu nutzen. Klar sind hier Tatsachen drin - allerdings werden "banale Weisheiten" als Insiderwissen gehandelt. Zum lachen ist auch u.a. seine "Ist das jetzt wirklich nötig?" Aufkleber.
Zumal Frick - und das finde ich exterm riskant - stumpf alles auf Aktien setzt. Klar ist es möglich, mit Aktien schnell Geld zu machen. Nur wird dem Leser "eingetrichtert", das sei (fast) immer möglich.
Über lange Sicht sind Aktien auch für Vermögensaufbau unschlagbar gut.
Das man über kurze Zeit auch derbe ins Minus geht, kommt im Buch nicht deutlich genug hervor. Quasi wie das Kleingedruckte im Vertrag.
In einschlägigen Internetforen wird er als Scharlatan bezeichnet - gerade nachdem seine 3 "Kursraketen" wohl Über-Flops sind.
Warum also sich das Buch holen und sein Geld in Pennystocks (Rating BB und tiefer) stecken und riskieren, sein Leben lang arm zu sein?