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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wieder ein neuer Aspekt des traurigen Themas Serienmord...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ich liebte eine Bestie: Die Frauen der Serienmörder (Gebundene Ausgabe)
Im Vordergrund des Buches stehen diesmal weder die Täter noch die eigentlichen Opfer von Serienmördern sondern Menschen, an die man sicher nur selten denkt, wenn man von schweren Verbrechen hört. Der Täter wird (bestenfalls) irgendwann inhaftiert und verurteilt, das Opfer ist tot, der Fall damit scheinbar erledigt. Zurück bleiben Angehörige, Partnerinnen und Ehefrauen der Täter. Ratlos, unschuldig, mitschuldig, vollkommen unwissend oder auch schon lange etwas ahnend und dennoch schweigend. Und manchmal auch selbst aktiv am brutalen Geschehen beteiligt.Sie geraten ins Abseits. Auch sie sind Opfer - der Umstände, ihres eigenen Verhaltens und das ihres Partners. Doch sie können sich nirgendwo offenbaren und dieses Opfersein für sich beanspruchen. Sie müssen schweigen und sich zurückziehen, wollen sie nicht ins Fadenkreuz der Selbstgerechten geraten, die ja schon immer etwas ahnten und nun nicht mit Vorwürfen geizen. Doch ist es immer so einfach wie es von außen aussieht? Harbort zeichnet Beziehungsverläufe nach von Menschen, die Stück für Stück in den unguten Sog von Abhängigkeit, enttäuschter Liebe und Hoffnung hineingeraten und dennoch nicht erkennen, welchem Abgrund sie sich unaufhaltsam nähern. Er spricht mit einer Mutter, die auch nach dem Geständnis brutalster Verbrechen ihres Sohnes noch die Kraft hat, ihm zu schreiben, sie wolle ihn nicht ganz verlieren. Partnerinnen, die angesichts eindeutiger Geständnisse noch wegsehen, schweigen und ausblenden können. Er hat sich mit Familienangehörigen und Partnerinnen von Serientätern unterhalten, die zum Teil unvorstellbar grausame Verbrechen verübt haben, die den Beobachter nur ratlos zurücklassen. Was von außen so einfach und klar zu sein scheint, bekommt hier eine Dimension, die erahnen lässt, wozu familiäre und Liebesbindungen führen können, was Menschen mitzumachen oder auch selbst aktiv zu tun bereit sind, um eine Beziehung zu bewahren, was sie zu übersehen oder gar zu tolerieren vermögen, um eine einmal errichtete Fassade aufrechtzuerhalten. Frei nach dem Motto: Lieber so einen Mann als gar keinen Mann. Beziehungen, in denen von Anfang bis Ende vor allem eines herrscht: Sprachlosigkeit, Hilflosigkeit, Ausweglosigkeit. Harbort glänzt auch diesmal mit Fall- und Tatbeschreibungen, die Gänsehaut verursachen. Seine punktgenaue und treffsichere Beschreibung lässt den Leser tief ins Geschehen eintauchen und mitfühlen, aber auch darüber nachdenken, was man selbst (nicht) tun würde, wenn man einen schrecklichen Verdacht gegen den eigenen Partner hegen würde. Wieder einmal ein sehr spannendes Buch, das einen Aspekt von Serienmorden beleuchtet, der meist übersehen wird. Und ein erschreckendes Lehrstück menschlicher Beziehungen, Abhängigkeiten und wechselseitiger Manipulationen. Prädikat: Unbedingt lesenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Seriös und fesselnd,
Von WPeters (Niederrhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ich liebte eine Bestie: Die Frauen der Serienmörder (Gebundene Ausgabe)
Stephan Harbort nähert sich dem Phänomen Serienmord in seinem neuesten Buch aus einer anderen,so bisher - in seriöser Form - nicht gemachten Richtung, nämlich aus der Warte der Ehefrau bzw. des Lebenspartners oder Elternteils. Er gibt ihnen hierbei wohl erstmals die Gelegenheit, die Dinge aus ihrem Erleben zu schildern, ohne in Gefahr zu laufen, dass dies in Regenbogenpresse-Manier ausgeschlachtet wird.Der Autor nimmt sich hierbei völlig zurück und stellt das Thema absolut sachlich und seriös dar. Die Kommunikation zwischen Harbort und den Interviewpartnern ist dementsprechend auch geprägt von einer vertrauensvollen Atmosphäre, an der interessierte Leser teilhaben darf. Harbort fragt aber auch bei Widersprüchen nach und stellt auch unbequeme, aber nie verletzende Fragen. Er beleuchtet in seinem Buch auch den familiären Hintergrund der Täter und der zu Wort kommenden Ehefrauen, Partner und Elternteile und ermöglicht es so dem Leser, ein umfassenderes Bild zu bekommen. Ich empfand das Buch als sehr spannend und informativ und mochte es nur ungern aus der Hand legen, bevor ich es ausgelesen hatte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Realistisch und packend,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ich liebte eine Bestie: Die Frauen der Serienmörder (Gebundene Ausgabe)
Ich habe die meisten Bücher von Stephan Harbort gelesen und finde, dass hier - jenseits von Dramatik und falscher Effekthascherei - psychologisch einfühlsam gezeigt wird, wie es in Menschen aussieht, die von dem Thema "Serienmord" betroffen sind. In diesem neuen Buch richtet sich der Blick vor allem auf die Frage, wie die Frauen, die mit diesen Tätern lange Zeit des Weges gemeinsam gegangen sind, so eine Situation erlebt haben. Hier wird nicht nur deutlich, dass solche angeblichen, von der Boulevard-Presse abgeurteilten "Bestien" liebevolle Väter, Ehemänner, Söhne und Schwiegersöhne sind - hier wird auch deutlich wie die Gesellschaft mit den Frauen verfährt: der Psychologe, der sich mehr für den Serienmörder interessiert als für das Leid seiner Mutter, die Nachbarn, die mit solchen Familien nichts mehr zu tun haben wollen. Aber es wird auch deutlich, wie die Interaktion der Beziehung funktioniert, wie die Frauen mit den Männern die Beziehungen gestalten bzw. mitgestalten.Das Buch bietet wieder einmal Einblick in ein Gebiet, von dem der so genannte "Normalbürger" keine Ahnung hat, vielleicht auch nicht haben will, weil man sich ansonsten die Frage stellen müsste, was eigentlich Normalität in unserer Gesellschaft bedeutet und ob es so etwas überhaupt gibt. Denn die Täter, von denen hier die Rede ist, haben ebenfalls ganz normale Seiten. Erschreckend normal! Ich kann dem Autor nur wieder einmal sehr danken für dieses aufrüttelnde und authentische Werk. Hier wird wirklich Forschung betrieben und nicht "übertrieben" und unnötig aufgebauscht. Weder ist der Autor daran interessiert sich selbst in egomanischer Weise in Pose zu setzen; im Gegenteil - er tritt bescheiden hinter dem Thema zurück und lässt die Betroffenen reden - noch wird hier zugunsten der Sensation etwas Falsches erzählt. Und das macht den Wert des Buches aus: Dass gezeigt wird, wie dramatisch nahe solche Täter der Gesellschaft stehen, mitten unter uns und doch in einer Welt zuhause, die von den meisten Menschen niemals betreten werden kann. Auch wird sehr gut deutlich, wie tragisch die Entwicklung der Menschen verlaufen ist, die dramatische Kindheit des vierfachen Rhein-Ruhr-Ripper wird sehr gut deutlich und es wird gezeigt, dass der Junge erst 10 Jahre alt war und schon die Phantasie hatte sich zu rächen an den Menschen, die ihn täglich herabsetzten und als Sohn eines "Bullen" aburteilten. Ein Trauma, das fatale Folgen haben sollte, als der Junge dann in die Pubertät kam. Hier erzählt die Mutter das, was man am liebsten nicht wissen möchte: Das der Sohn ein armes Kind war, das sehr gelitten hat. Wann der Hebel im Kopf so entscheidend umgesetzt worden ist, dass solche Taten passieren konnten und ob das bei jedem Menschen passieren kann ist etwas, über das selbst Wissenschaftler streiten. Fest steht aber: Mörder können keine glücklichen Kinder gewesen sein. Sonst wäre so etwas sicher nie passiert! Ein Buch, das ich nur empfehlen kann zu lesen! Beeindruckend wie alle Werke des Autors. Authentisch und spannend! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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