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Ich lerne wie ein Zombie: Plädoyer für das Abschaffen von ADHS
 
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Ich lerne wie ein Zombie: Plädoyer für das Abschaffen von ADHS [Broschiert]

Hans Reinhard Schmidt
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Preis für beide: EUR 41,70

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Produktinformation

  • Broschiert: 332 Seiten
  • Verlag: Centaurus; Auflage: 1., Auflage (2. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862260100
  • ISBN-13: 978-3862260102
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 497.669 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der Psychotherapeut Hans Reinhard Schmidt unterzieht nun das Konstrukt ADHS in einem Buch, das dieser Tage bei Centaurus erschienen ist, einer radikalen Kritik. Er kommt zum Ergebnis, dass die Konstruktion dieser Krankheit mehr Unheil als Segen mit sich bringt und abgeschafft bzw. überwunden werden sollte." kinder-lobby.at am 24.08.2010. "Insgesamt arbeitet Schmidt als seine Position heraus: Es gibt kein ADHS und kein ADHS-Kind, sondern viele verschiedene Kinder mit vielen verschiedenen Gründen für ihre Unaufmerksamkeit und Unruhe." Lothar Unzner. Rezension vom 10.01.2011 zu: Hans Reinhard Schmidt: Ich lerne wie ein Zombie. Centaurus Verlag & Media KG (Freiburg) 2010. 332 Seiten. ISBN 978-3-86226-010-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, Datum des Zugriffs 11.09.2011

Kurzbeschreibung

ADHS, das Kürzel für "Aufmerksamkeits-Defizitstörung mit (oder ohne) Hyperaktivität", ist mittlerweile weltweit zur am häufigsten gestellten kinderpsychiatrischen Diagnose geworden. Was verbirgt sich aber bei kritischer Sichtung hinter dieser fast epidemischen Diagnosewelle? Sind diese Diagnosen medizinisch begründet? Gibt es ADHS wirklich? Antworten hierauf bietet dieses Buch.Eltern unruhiger, unaufmerksamer oder einfach sehr lebhafter Kinder hören heute immer öfter den Rat "Lass es doch mal auf ADHS testen." Nicht selten greifen Eltern solche Ratschläge dankbar auf und sind erleichtert, endlich eine Erklärung für das auffällige Verhalten ihres Kindes gefunden zu haben. Anderen Eltern reden ÄrztInnen, PsychologInnen, LehrerInnen und ErzieherInnen ein, ihr Kind habe ADHS und sie sind keineswegs erleichtert, sondern am Boden zerstört.
ADHS, das Kürzel für "Aufmerksamkeits-Defizitstörung mit (oder ohne) Hyperaktivität", ist mittlerweile weltweit zur am häufigsten gestellten kinderpsychiatrischen Diagnose geworden. In Deutschland rechnet man derzeit mit bis zu 500 000 angeblich behandlungsbedürftigen Kindern. Kein anderes Medikament verzeichnet derartige Zuwachsraten wie Methylphenidat (Handelsnamen z.B. Ritalin oder Medikinet). Weltweit nehmen derzeit jeden Tag ca. 10 Millionen Kinder solche auf das meist noch in Entwicklung begriffene kindliche Gehirn wirkende Psychopharmaka ein.
Was hat es aber bei einer kritischen Betrachtung mit diesem Phänomen "ADHS" wirklich auf sich? Handelt es sich tatsächlich um eine medizinisch-neuropsychologische Krankheit, die langjährig mit Psychopharmaka behandelt werden muss? Was sollten Eltern wissen, wenn sie mit einem "Verdacht auf ADHS" bei ihrem Kind konfrontiert werden? Antworten hierauf bietet dieses Buch.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hofnarr
Wer sich dem (je nach "Medienaktualität") hochbrisantem Thema ADHS nähern möchte weil er sich Informationen und Hilfen erhofft - dem sei nach der Lektüre dieses Buches dringend empfohlen, sich an unvoreingenommenen, neutralen und vor allem mehr wissenschaftlich und medizinisch orientierten Autoren zu wenden.

Der Autor hält ein Plädoyer und versucht - ähnlich eines guten Strafverteidigers - seine Thesen mit zahlreichen Belegen, Zitaten und Beispielen zu untermauern, welche alle eines gemeinsam haben : Sie besitzen keinerlei Beweiskraft! Sie sind aus dem Zusammenhang gerissen, falsch zitiert, unvollständig und teilweise schlicht und ergreifend unwahr und frei erfunden.
Anders als ein Staatsanwalt muss Herr Schmidt in seinem Plädoyer jedoch auch nicht die Richtigkeit seiner Ausführungen belegen oder seine Thesen beweisen - das ist eben der Vorteil, den ein Verteidiger gegenüber einem Ankläger genießt. Herr Schmidt kann und darf völlig frei seine "Agitation" gegen ADHS und die davon betroffenen Menschen in die Welt setzen, ohne sich auch nur im Mindesten dafür rechfertigen zu müssen. (Ähnlich wie er es auch auf seiner Internetseite schon seit einigen Jahren tut).
Gleichwohl fordert der Autor für sich und einer eher klein aber durchaus einflußreich zu nennende Clique Gleichgesinnter, einen Respekt und Anerkennung ein, welches er selbst jedoch seinen Gegenspielern aus der - wie er sie zu nennen pflegt - "ADHS-Szene" verweigert. So verwundert es auch nicht, dass Herr Schmidt in seinem Werk kaum eine Gelegenheit versäumt, die Meinungen und Ansichten einiger namhafter Experten auf dem Gebiet der ADHS-Forschung, welche nicht seiner Sichtweise entsprechen, ins Lächerliche zu ziehen und sie zu verunglimpfen.
In ähnliche Weise berichtet - eher urteilt - er in Fallbeispielen über Eltern, die eben eine andere Einstellung, Meinung und Erfahrung zu bzw. mit ADHS und / oder einer entsprechenden Therapie haben.

Mit einer kritischen Betrachtungsweise oder dem Hinterfragen von ADHS und den diversen - auch medikamentösen - Therapieansätzen, hat das Buch nichts mehr zu tun. Es dient aus meiner Sicht wohl nur einem einigen Zweck : Stimmungsmache. Gegen die "böse" Pharmaindustrie die Krankheiten erfindet, um mehr Medikamente zu verkaufen. Gegen Selbsthilfeverbände, weil diese ja durch die Pharmaindustrie gesponsert und finanziert werden. Gegen Ärzte und Mediziner, da diese ja ach so gut an jedem verordnetem Medikament verdienen. Gegen Eltern, die ihren Kindern Medikamente geben, um "pflegeleichte" Kinder zu erhalten.

Das Schlimme daran ist, dass Herr Schmidt mit diesen Behauptungen zumindest bei einer sich im Bruchteil eines Prozentes befindlichen Anzahl der Fälle sogar recht hat. Leider !
Diese wirklichen Einzelfälle (von denen jeder Einzelne einer zuviel ist !) dann jedoch zu einem "Massenphänomen" hochzustufen und nach Art eines "Verschörungstheoretikers" zu beschreiben, ist kontraproduktiv und dürfte kaum dazu beitragen, die eigentliche Intention des Autors und seines Buches positiv zu bewerten. Wie heiß es doch so treffend ? "Schlimmer als gut gemacht ist gut gemeint."

Fazit :
Das Buch bietet keine wirkliche Hilfestellungen bei der Entscheidung, ob man z.B. als Eltern deren Kind vielleicht an ADHS leidet, nun eine Diagnose und / oder eine Therapie beginnen sollte oder nicht. Der reißerische Titel deutet schon an, was die eigentliche Intention des Autors sein dürfte und auch der Untertitel spricht genau das an. Es ist ein Plädoyer (meiner Meinung nach eher ein Pamphlet) gegen ADHS und gegen alle, die sich dieser Thematik in einer offeneren, neutraleren oder auch nur anderen Weise widmen, als es der Autor tut.
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7 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Pflixter
Auf dieses Buch habe ich lange gewartet! Ich verfolge seit mehreren Jahren die Diskussion über ADHS und habe mich immer sehr gewundert, mit welcher naiven Gläubigkeit und intellektuellen Kritiklosigkeit darüber geredet und geforscht wird. Ich kann selber ein Lied davon singen, wie der Sammeltopf ADHS herhalten muss, um alle möglichen Verhaltens- und Beziehungsschwierigkeiten von Kindern und Erwachsenen biologistisch und medikamentös zu verkleistern. Das Buch von Hans Reinhard Schmidt macht diesen Skandal sehr deutlich. Es ist ein Plädoyer für das Abschaffen von ADHS und wird sicher Unruhe in der ADHS-Community erzeugen. Es zeigt evidenzbasiert, ausführlich und unter Verwendung vieler englischsprachiger Forschungsstudien, was es mit dem Konstrukt ADHS wirklich auf sich hat: nämlich nichts wirklich Nützliches. Aber damit ist es nicht getan. Psychotherapeutisch-psychoedukative Alternativen und Ratschläge für Eltern fehlen nicht. Das Literaturverzeichnis umfasst 28 Seiten. Das Buch liest sich leicht und ist auch für Laien gut zu verstehen. Hier wird endlich mal Klartext geredet über den angeblichen Zappelphilipp. Insgesamt das beste Buch über ADHS, das ich kenne
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4 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vergessen Sie alles, was Sie über ADHS zu wissen vermeinen. Nun gibt es endlich ein weiteres Buch, das klar belegt was offensichtlich ist: Die Diagnose ADHS ist ein synthetisches Kulturprodukt, das mehr schadet als nützt. Dabei dient das pseudowissenschaftliche Kürzel als fiktive Ursache für praktisch jede psychosoziale Auffälligkeit und wirft jahrzehntelang bewährte Differenzierungen über den Haufen. Doch was nützt eine Diagnose, die nichts unterscheidet? Richtig: Sie kurbelt den Medikamentenmissbrauch und -verkauf an. Kinder mit schwierigem Verhalten werden einfach zu Hirnkranken erklärt und damit zum Objekt einer massenhaften pharmakologischen Manipulation gemacht. Der durch nichts belegte vulgärwissenschaftliche Mythos einer genetisch und biologisch determinierten Hirnstoffwechselstörung entmündigt Kinder in schwierigen Lagen und beraubt ihr Verhalten jedes lebensgeschichtlichen Sinnes. Sehr dicht und mit reichlich aktuellem Forschungs- und Erfahrungsmaterial ausgestattet zeichnet Hans-Reinhard Schmidt in seinem Buch das erschreckend genaue Bild eines Riesenbetrugs von Pharmaindustrie, Medizin und Psychiatrie an Betroffenen und der Gesellschaft, die diesen oft noch bereitwillig unterstützen. ADHS hat sich zu einem regelrechten Kultobjekt entwickelt. Vor allem Mütter reißen sich geradezu um die Diagnose ADHS für ihre Kinder und auch für sich selbst. Das wäre bei einer echten Krankheit undenkbar. Schmidt zeigt klar, welche Gründe hinter solch irrationalem Verhalten stehen können: Das populäre Konstrukt ADHS ersetzt eine ernsthafte Auseinandersetzung mit schwierigen Beziehungen, indem es alle Beteiligten durch die Erfindung einer biologischen, erziehungsunabhängigen Krankheit aus der Verantwortung entlässt. Es fördert die kurzfristig erleichternde Verdrängung und bietet Psychopharmaka statt einem nachhaltig wirkenden psychologischen Verständnis der Kinder und ihrer Familien. Schmidt zeigt aber nicht nur die Schwachstellen der üblichen Diagnosepraxis auf, sondern verweist auch auf die neurobiologische Wirksamkeit fundierter Psychotherapie.
Das Buch ist für alle Betroffene, Mitbetroffene und Fachleute, die an echter Aufklärung über das gesellschaftliche Phänomen ADHS interessiert sind ein Muss. Hervorragend!

(siehe auch ADHS: Diagnose statt Verständnis? Wie eine Krankheit gemacht wird.)
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