Ayaan Hirsi Ali, Tochter eines somalischen Politikers, wurde in den Niederlanden selbst zur Politikerin, nachdem sie sich genötigt sah, ihre Familie und ihr Herkunftsland zu verlassen, weil man sie zwangsverheiraten wollte.
Zwang und Unterdrückung gegenüber muslimischen Frauen scheinen in ihrer Heimat allerdings die Regel zu sein. Den wenigsten Frauen gelingt es sich der Unterjochung durch muslimische Männer und ihren patriachalisch ausgerichteten Clans zu entziehen, wie die Autorin anhand vieler Beispiele nachweist.
Die von islamischen Fundamentalisten verfolgte Verfasserin dieses Buches reflektiert die Werte der islamischen Glaubensgemeinschaft, wie etwa den der Ehre als auch den der Unterordnung. Diese beiden Werte nämlich stellen die gedanklichen Grundlagen für die rituelle Körperverletzung an jungen muslimischen Mädchen dar, deren Genitalien man - nicht selten mit einer alten Glasscherbe - verstümmelt und deren Schamlippen man mitleidlos zunäht, um dem absurden Jungfrauenkult der muslimischen Männergesellschaft Tribut zu zollen.
Kritisch setzt sich die Parlamentsabgeordnete mit der niederländischen Migrationspolitik auseinander und beklagt, dass man sich zu liberal verhält im Hinblick auf Importehen gegenüber dem fundamentalistischen Unterricht durch erzkonservative Imame, wie auch gegenüber fundamentalistisch orientierten Fernsehprogrammen.
So lassen sich Ehrenmorde , Misshandlungen an Frauen und unzählige andere Missstände als auch Probleme mit religiösem Hintergrund nicht zufriedenstellend lösen.
Hirsi Ali führt eine Reihe von renommierten Wissenschaftlern, wie etwa David Pryce, B. Lewis und K.Amstrong an, die sich differenziert mit dem Islam und seinen Folgen für die muslimische Gesellschaft befasst haben.
Mangel an Freiheit, Mangel an weiblicher Emanzipation und Mangel an Bildung erweisen sich, so das einhellige Urteil, als fatale Hindernisse für die Förderung der menschlichen Weiterentwicklung.
Die Autorin , die sich der Aufklärung verpflichtet fühlt, wendet sich gegen kulturell legalisierte Gewalt und mahnt zur kritischen Sicht muslimischen Lebens.
Sie bedauert, dass sich der Sittenkodex der Muslimen seit Jahrhunderten nicht weiterentwickelt hat. Als ein lebensfeindliches System von überkommenen Auffassungen ist der Islam fundamentalistischer Ausprägung überholungsbedürftig und sollte aus falsch verstandener Liberalität in Mitteleuroppa keine Plattform finden.
Immer wieder weist Hirsi Ali auf die Gefahren hin, die sich für die Welt aus diesen überkommenen Auffassungen ergeben.
Man kann nur hoffen, dass das Engagement dieser bemerkenswerten Frau zumindest dort, wo man sie hört und liest Resonanz findet und man sich auch von Seiten der Behörden mit der ungeheuerlichen Lebenswirklichkeit muslimischer Migrantinnen akribisch auseinandersetzt und sich bemüht deren Befreiung ernsthaft voranzutreiben.
In ihrem Herkunftsland wird diese mutige Frau wohl noch lange eine ungehörte Ruferin in der Wüste bleiben!
Leider!
Sehr empfehlenswert!