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Ich kann nicht vergeben: Meine Flucht aus Auschwitz [Gebundene Ausgabe]

Rudolf Vrba , Werner Renz , Dagi Knellessen , Brigitte Walitzek , Sigrid Ruschmeier
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

24. August 2010
»Irgendwie fanden wir es nicht richtig, dass die Welt sich weitergedreht hatte, während es Auschwitz gab, dass die Leute gelacht und gescherzt, getrunken und sich geliebt hatten, während Millionen starben und wir um unser Leben kämpften.« »Ich kann nicht vergeben. Meine Flucht aus Auschwitz« ist ein einmaliges Erinnerungsdokument. Es erzählt, wie ein erst siebzehnjähriger Slowake in Auschwitz überlebte. Wie er sich vor der Willkür der SS und ihren Kapos schützte, wie er Strafen und Krankheiten überstand, sich bei den Widerstandskämpfern im Lager Respekt verschaffte und sogar einen seltenen Augenblick der Liebe erlebte. Mehr noch: wie er es als einer der wenigen schaffte, zusammen mit seinem Freund Alfréd Wetzler dieser hermetisch abgeriegelten Hölle zu entfliehen. Doch dieser junge Mann war nicht allein auf seine Freiheit bedacht, sondern versuchte alles, um die letzte große Massenmordaktion der Nationalsozialisten, die Deportation der ungarischen Juden, zu verhindern. Tatsächlich rettete der im April 1944 erstattete »Vrba-Wetzler-Bericht« hunderttausend Menschenleben.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: Schöffling; Auflage: 2 (24. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895614165
  • ISBN-13: 978-3895614163
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 593.536 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein absolut notwendiges Buch. Eines, das überrascht, ergreift, ermutigt. Das atemlos macht beim Lesen. (...) Man begreift, wie das Lager funktioniert hat. Abläufe und Strukturen, die Psychologie der Häftlinge und der Wachen, ihr Zusammenspiel. Vrba schildert zwei Jahre im Mikrokosmos Auschwitz - und man hat eine ganze Welt gesehen.« (Deutschlandradio Kultur, Carsten Hueck)

»Die Geschichte des Horrors, mit schwejkschem Witz gebrochen, eine Lektüre, die ans Herz fasst, mit einem präzisen Blick auf Menschen in der Hölle.« (DIE ZEIT, Susanne Mayer)

»Nicht für Auschwitz-»Experten«, weder für Betroffene noch für Historiker, wollte Rudolf Vrba nun ein Buch schreiben (...) Dieser Absicht verdankt sich wohl auch sein erzählerischer, manchmal gar abenteuerromanhafter Ton, der das Werk durchzieht. (...) Vrbas neu übersetzter Bericht kreist um die Erfahrungen der Opfer. Es ist zu hoffen, dass das Buch in diesem zweiten Anlauf mehr Leser finden wird als zur Zeit seines erstmaligen Erscheinens.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Friederike Reents)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Rudolf Vrba wurde 1924 im slowakischen Topol any geboren. Mit siebzehn Jahren versuchte er, sich der »Aussiedlung« in deutsche »Arbeitslager« durch Flucht nach England zu entziehen. An der Grenze zu Ungarn verhaftet, wurde Vrba über die Lager Nováky und Majdanek nach Auschwitz gebracht. Als Häftling Nr. 44070 war er dort fast zwei Jahre inhaftiert. Nach dem Krieg studierte Vrba in Prag und gelangte über Israel und England nach Kanada, wo er 2006 starb. ICH KANN NICHT VERGEBEN, erstmals 1963 in England veröffentlicht, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Schon im Jahr 1963, als in Deutschland der erste Auschwitz-Prozess begann und es noch vollkommen unklar war, wie er ausgehen würde, da wurde dieses hier neu auflegte Buch schon in England publiziert. Es ist der autobiographische Bericht von Rudolf Vrba, eines Slowaken, der mit siebzehn Jahren als Gefangener nach Auschwitz kam und dort überlebte.

Selten hat man eindrücklicher das System der Lagerhaft und der KZ`s in einem persönlichen Bericht eines Überlebenden beschrieben gelesen. Vrba dokumentiert auf bewegende Art, wie er immer wieder sich schützen konnte vor der willkürlichen Gewalt der Kapos und auch durch die Flexibilität seiner Jugend überlebte. Mehr noch: er schaffte es als einer von nur wenigen Häftlingen, zusammen mit seinem Freund Alfred Metzler, aus Auschwitz zu fliehen.

Zusammen mit ihm veröffentlichte er ein Dokument, durch das es gelang, die letzte geplante Vernichtungsaktion der Nazis, die Vernichtung der ungarischen Juden zu verhindern und rettete damit mehr als hunderttausend Menschen das Leben. Vrba schreibt spannend, macht das System der Lager auf eine bedrückende Weise anschaulich. Mit seinen Aussagen im schon erwähnten Frankfurter Auschwitzprozess konnte er nicht unwesentlich zur Verurteilung der Täter beitragen. Als 1964 bei Rütting und Loening dieses Buch zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht, war die Zeit für eine wirkliche Rezeption noch nicht reif. Vielleicht ist sie es heute, vier Jahre nach seinem Tod.

Rudolf Vrbas Buch wird ein wichtiges Dokument über das Vernichtungssystem Auschwitz bleiben für alle Zeit.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Es stimmt, ich kann Auschwitz nicht vergessen und den Männern nicht vergeben, die die gewaltigste Todesmaschinerie, die es je gab, geschaffen haben" (449). Es ist eine zutiefst beeindruckende Geschichte, die hier erzählt wird. Rudolf Vrba, Jahrgang 1924 und geboren unter dem Namen Walter Rosenberg, wird 1942 zuerst nach Majdanek und im Juni schließlich nach Auschwitz deportiert. Mit viel Glück und guten Beziehungen schafft er es, knapp zwei Jahre hier zu überleben, wobei er unter anderem als Helfer beim Selektionsprozess an der Rampe eingesetzt wird. 1944 gelingt ihm mit seinem Freund Alfred Wetzler zusammen die spektakuläre Flucht aus Auschwitz. Im Vrba-Wetzler Bericht informieren die beiden den slowakischen Judenrat über die Vorgänge im Vernichtungslager sowie über die geplante Deportation und Ermordung der ungarischen Juden. Zu Beginn der sechziger Jahre sagt Vrba in den Frankfurter Auschwitzprozessen als Zeuge aus. Er stirbt 2006 im Alter von 81 Jahren.

Vrba beschreibt das Leben und Sterben in Auschwitz in all seinen Details. Bemerkenswert dabei ist vor allem der Schreibstil, in dem das Buch gehalten ist. Teils nahezu teilnahmslos, teils mit lakoner Ironie rekonstruiert Vrba den Alltag in dieser Menschenvernichtungsanlage. Doch wie sonst auch, fragt man sich, kann sich ein Mensch dem eigentlich nicht zu beschreibenden Schrecken der eigenen Vergangenheit nähern, ohne an diesen Erinnerungen zu zerbrechen? Beispielhaft hierfür ist Vrbas Bericht über den Besuch
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5.0 von 5 Sternen Erschütternd 26. September 2013
Von M. B.
Format:Kindle Edition|Verifizierter Kauf
Habe ja schon viel Literatur über den Holocaust gelesen - dieses Buch bietet einen detaillierten Einblick in die Gruppendynamik im Lager (unter den Häftlingen) - wer gut vernetzt war hatte genug zu essen, die "Muselmänner" verhungerten daneben - so wurden auch die Opfer zu Tätern - ein erschütternder Bericht....
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5.0 von 5 Sternen Unfassbar 7. Mai 2013
Format:Kindle Edition|Verifizierter Kauf
Wer dieses Buch erst mal gelesen hat wird den Titel erst richtig begreifen.

Beim lesen des Buches ertappte ich mich dabei ,dass ich den Tod für diese armen "Kreaturen" als eine Erlösung empfand.
Hier wird dass Töten hunderttausender Menschen wie eine alltägliche Banalität beschrieben.
Aber dann werden auch wieder Episoden beschrieben die einen wieder daran erinnern, dass hier von Menschen die Rede ist,.
deren "Verbrechen" darin besteht, dass sie existieren.
Kameradschaft und Verrat liegen in dieser extremen Situation nahe beieinander.
In diesem sehr erschütternden und sachlichem Bericht werden Sadismus, Egoismus aber auch humanitäre Eigenschaften beider Seiten sowohl von Opfern als auch von Tätern (der SS) beschrieben.
Ja man höre und staune , auch von den Tätern.
Als überlebender dieser Hölle hat der Autor immer noch sachlich und objektiv das Versagen beider Seiten ,der Opfer und der
Täter und deren Schwächen beschrieben und versucht einen Sinn oder eine plausible Erklärung darin zu finden.
Meinen Respekt all denen, die diesem Schrecken entkommen konnten und trotzdem Ihre Menschlichkeit bewahrt haben.
Mein Mitgefühl den Opfern dieser Schreckenszeit.
Meine Hochachtung all denen ,die trotz aller Erlebnisse, an die humanitäre Verständigung unter den Völkern ( ob Jude , Christ oder Moslem usw.) festhalten.
Hochachtungsvoll Jörg Müller
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