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Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin Gebundene Ausgabe – 10. September 2010


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Droemer HC (10. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342619886X
  • ISBN-13: 978-3426198865
  • Originaltitel: Les heures souterraines
  • Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 2,5 x 19,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (61 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 462.099 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Delphine de Vigan wurde 1966 in Paris geboren, wo sie heute noch mit ihren zwei Kindern lebt. Sie arbeitet tagsüber für ein soziologisches Forschungsinstitut und schreibt nachts, wenn alle schlafen, ihre Romane. Ihr dritter Roman, "No & ich", wurde in 11 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet (u. a. 2008 mit dem Prix des Libraires und dem Prix Rotary International). Auch "Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin" war für den Prix Goncourt nominiert.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von goat TOP 500 REZENSENT am 14. Februar 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Delphine de Vigans Roman lässt den Leser ein Stück weit teilhaben am Leben von Thibault, einem Arzt, der seine Freundin verlässt, weil diese ihn nicht genug liebt und Mathilde, stellvertretende Marketingleiterin, die plötzlich von ihrem Chef gemobbt wird. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Eine Frau in einem türkisfarbenen Kleid dreht dem Betrachter den Rücken zu. Die Farben sind in einem kühlen Ton gehalten.

Erzählt wird die Geschichte von Thibault. Als mobiler Arzt hat er Kontakt mit den unterschiedlichsten Leuten. Er sieht viel Elend und nicht immer kann er helfen. Seine Probleme nimmt er mit nach Hause. Sein größtes Problem jedoch ist seine Beziehung zu Lila. Er liebt sie über alles, aber Lila erwidert seine Gefühle nicht so, wie es in einer normalen Beziehung sein sollte. Er beschließt, sich von Lila zu trennen und teilt ihr diesen Entschluss mit. Seine Hoffnung, sie könnte versuchen, ihn davon abzuhalten, wird durch ihre typische kühle Art zunichte gemacht. Sie bedankt sich für die vergangenen Jahre und verschwindet aus seinem Leben. Delphine de Vigan bringt seine innere Zerrissenheit sehr gut rüber. Thibault balanciert immer wieder zwischen der Erleichterung, diese Quälerei beendet zu haben und dem Wunsch, wieder mit Lila zusammen zu sein.

Durch die Schilderungen von Mathildes Leben, werden die Erzählungen um Thibault etwas in den Hintergrund gedrängt. Aber bereits am Klappentext kann der Leser erkennen, dass es vordergründig um Mathilde geht. Mathilde ist seit langer Zeit Witwe und Mutter von drei Söhnen. Sie ist erfolgreich in ihrem Job und verrichtet ihn auch gerne.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Buchdoktor HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENT am 10. August 2010
Format: Gebundene Ausgabe Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts ( Was ist das? )
Was gerade mit Mathilde passierte, konnte sie nur mit ihren heranwachsenden Söhnen besprechen; es Außenstehenden mitzuteilen, war für Mathilde völlig unmöglich. Sowie ihr ältester Sohn in die Vorschule eingeschult wurde, hatte sich die früh verwitwete Mathilde um eine Stelle beworben. Jacques gegenüber, der sie für den verantwortungsvollen Job in einem internationalen Nahrungsmittelkonzern eingestellt hatte, fühlte sich Mathilde seit jener Zeit zu besonderer Loyalität verpflichtet. Nachdem Mathilde ihrem Chef bei der Präsentation einer Kundenumfrage öffentlich widersprochen hatte, wird sie von ihm geschnitten. Ihre Aufgaben erhält Mathilde nur noch auf unpersönlichem Weg. Jacques entzieht sich jedem Versuch eines Gesprächs, kontrolliert Mathilde, kritisiert sie aus banalsten Anlässen. Jacques mobbt Mathilde. Wenn ihr ständig erklärt wird, sie sei erschöpft, sei eine schwierige Kollegin, wird Mathilde bald wirklich erschöpft oder schwierig sein. Mathilde behandelt Jacques zunächst nachsichtig als sei er ein übel gelauntes Kind, versucht durch besonderen Fleiß ihre Situation zu verbessern. Doch schon bald ist nicht zu übersehen, dass sich Mathildes Kollegen von ihr zurückziehen. Statt der besonderen Begegnung mit einem Mann, die Mathilde von einer Wahrsagerin prophezeit wurde, sitzt eine Praktikantin an Mathildes Abeitsplatz. Mathilde muss in ein fensterloses Kabuff direkt neben den Toiletten umziehen; ihr Zugang zu den Firmendaten ist blockiert. Ihre Kollegen sehen betreten zur Seite, niemand wagt, sich auf ihre Seite zu stellen. So kann es nicht weitergehen.

Auch in Thibaults Leben muss sich dringend etwas ändern.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von WoGo VINE-PRODUKTTESTER am 16. August 2010
Format: Gebundene Ausgabe Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts ( Was ist das? )
Dieser Roman geht munter und spannend los, man ist sofort mitten im Geschehen. Dann wird das Tempo gemächlicher, es kommen viele Rückblenden und nach rund einem Drittel plätschert alles nur noch dahin - man kann sich das als typisch französischen Film vorstellen.

Etwas irreführend sind Titel und Klappentext, denn eine Ich-Erzählerin kommt nicht vor und die geweissagte Begegnung von Mathilde mit einem besonderen Mann spielt kaum eine Rolle. Es geschieht kaum etwas Greifbares im ganzen Buch, im Mittelpunkt stehen zum einen Mathildes bittere Mobbingerfahrungen und zum anderen der eine unglückliche Liebe sehr schlecht bis gar nicht verarbeitende Arzt Thibault.

Man muss der Autorin zugestehen, dass sie Gefühle von Ausgestossen-Sein, von Verletzungen und Liebeskummer derart plastisch zu schildern vermag, dass man sich als Leser richtig schlecht fühlt. Wer selbst einmal gemobbt wurde, wird vieles wiedererkennen, wer Mobbing niemals erlebt hat, kann vieles lernen und vielleicht Opfer verstehen. Nach einer gewissen Zeit gerät dieses Erkennen von Verwundbarkeit, diese Suhlen im eigenen Unglück allerdings zum einzigen Inhalt und man wünscht sich ein Tätigwerden von Mathilde und Thibault. Aber vielleicht sollen gerade Depression und Lethargie als Folgen von Unglück thematisiert werden - für den Leser nicht gerade spannend.

Insgesamt ein empfehlenswerter Roman, der seine anfängliche Kraft aber leider nicht bis zum Ende bewahrt.
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