Man kann die Geschichte von Feild und seiner Suche nach alternativen Heilkünsten, die ihn schliesslich zu seinem späteren Sufi-Lehrer Hamid führt, auch etwas anders sehen.
Ein labiler Engländer, der spirituell unausgefüllt den diversen geistigen Modetrends seiner Zeit unterliegt, sieht in den Sufis die Antwort auf seine Sehnsüchte. Wie sagt doch Hamid (sinngemäss) so treffend "...die Menschen laufen zu Yogas und Gurus und jetzte sind die Derwische dran...".
Wer sich nicht mit dem Sufismus auseinandergesetzt hat, wird daher nur schwer den Mehrwert dieses Buches erkennen können. Erst Feilds Aufenthalt in Konya gibt dem Sufi-Laien sehr spät im Buch verständliche Details, die dem Gesamtwerk einen Sinn verleihen.
Am Ende des Buches hatte ich letztlich den Eindruck, dass sich der labile Feild seinen Sehnsüchten hingegeben hat, in dem er sich dem Suffismus verschrieben hat. Nachvollziehbar ist der Verlauf der plötzlichen Erleuchtung nicht ganz.
Um fair zu sein, werde ich mich weiter diesem Thema widmen, und angesichts der gewonnen Erkenntnisse dieses Buch nochmals kritisch beleuchten. Überzeugen konnte es mich bis dato nicht. Das Buch ist dennoch nett zu lesen.