Wenn Konstantin Wecker ein Hörbuch herausbringt, dürfte klar sein, dass hier nicht einfach irgendwelche Gedichte oder Erzählungen abgearbeitet werden.
Vielmehr ist das Motto der CD innere und äußere Veränderung, Umdenken, (friedliche) Revolte. Konstantin versammelt dabei Brecht, Villon, Heine, Dostojewski und viele andere, ergänzt die Sammlung dabei noch durch einige (hervorragende) Klavierstücke, bei denen ihm das Klavierduo Ulrich Meining und Damian Zydek zur Seite standen und bereichert das Ganze noch durch Songs und Textpassagen aus seiner Feder.
Als Einleitung dient sein Klassiker "A Revoluzzer" von 1982 aus dem Album "Wecker", an dessen Finale sich auch hier noch einmal die ganze Weckersche Energie präsentiert. Darauf folgt eine von ihm verfasste Einleitung, der sein ursprünglich auf dem Album "Genug ist nicht Genug" veröffentlichter Song "Stur die Strasse lang", allerdings diesmal in Gedichtform ohne Musikuntermalung, folgt.
Danach rezitiert er eine Reihe Gedichte und Textauszüge, zu denen er sich immer die Mühe macht, eine kurze Einleitung zu sprechen.
Aufgelockert werden diese dann durch insgesamt sechs Klavierstücke, die das Talent der Pianisten beeindruckend deutlich machen.
Auch seinen Song "Wiegenlied" aus dem Album "Am Flussufer" kann man sich dann noch in Gedichtsform gönnen, den Abschluss der gesprochenen Nummern bildet dann eine kurze, witzige Textpassage aus Konstantins Buch "Der Klang der ungespielten Töne", bevor zwei Pianonummern das Finale der CD darstellen.
Auch ohne Musikuntermalung verliert Konstantin nichts von seiner Ausdruckskraft und seinem Kampfgeist. Besser hätte eine Sammlung, die unter dem Motto "Ich gestatte mir Revolte" steht, nicht ausfallen können.
Tolles Teil!