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Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Sehr laue DVD, was sich vor allem bei der Schärfe des Bildes äußert.
Bild: Das Bild weist deutliche Schwächen auf. Besonders hervorzuheben ist hier der Schärfewert, der doch wesentlich differenzierter sein könnte. Stattdessen wirkt das Bild bei Totalen immer viel zu weich (00:21:01) und die Kanten könnten auch etwas schöner konturierter sein. Selbst bei Nahaufnahmen ist das Bild ein einziger Brei aus Farben (00:40:54). Nächster Minuspunkt ist die Farbenpracht, die offensichtlich überzeugen sollte, aber viel zu schwach wirkt. Bei 00:33:17 gibt es ein stimmiges Bild, das den Zuschauer durchd ie Palette der genutzten Farben für sich gewinnen sollte, doch hat man das Gefühl, dass diesen Farben jedwede Wärme und Leben fehlt. Rauschen ist nur leicht zu bemerken, dafür fällt Blockbildung auf (00:59:08).
Ton: Der Ton ist besser als das Bild. Allerdings darf man sich von der 5.1-Spur auch nicht allzu viel erwarten. Vor allem die Musik wird über die Surrounds angespielt. Der Dialog hält sich im Center und lässt eine gesunde Ortbarkeit oder Dynamik vermissen. Alles klingt recht einheitlich. Der originale Hindi-Ton ist passabel, aber nicht aufregend. Den O-Ton kann man nur mit Zwangsuntertiteln sehen, was die meisten Zuschauer wohl nicht stören wird.
Extras: Bei den Extras hat man sich einigermaßen Mühe gegeben. Neben Texttafeln gibt es eine musikalisch unterlegte Bildergalerie, den Trailer und ein kurzes Making Of. --movieman.de
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Trotz diesem immensen Logik-Problem und den vielen Kontinuitätsproblemen durch die sechsjährige Drehzeit (ständig wechselnde Frisuren, deutlich sichtbare Altersunterschiede), die Darsteller leisten überragende Arbeit. Vor allem SRK bringt Humor und Dramatik ins Spiel, seine Partner wirken am realsten, wenn sie auf ihn reagieren können. Wenn z.B. Radhas Bruder Prashant als ‚Amitabh Bachchan’-Fan agiert, so ist das nett aber überdreht-irreal gespielt. Aber wenn Prashant von Gopal angegriffen wird, dann glaubt man wirklich einen lebensuntüchtigen kleinen Bruder zu sehen. Während mich die Pop-Konzert-Tanzszenen des Sängers Suraj völlig kalt lassen, gefällt mir Gopals Traum mit dem Tanz Suraj-Radha und Gopals eifersüchtigen Versuchen das Techtelmechtel der beiden zu stören sehr gut, inklusive dem beschwingten Song. Die humorvollen wie die dramatischen Szenen leben daher von SRKs Fähigkeiten. Ausser SRK kann nur Madhuri Dixit ihre Szenen selbst tragen und realistisch darstellen. Ich kenne keine andere indische Schauspielerin, die ihre Leiden so überzeugend darstellen kann, Kajol eingeschlossen. Auch als muntere aber wenig einfühlsame Lebensgefährtin wirkt MD sehr real.
Im Vergleich zu dem anderen Eheprobleme-Film ‚Chalte Chalte’ wirken Skript und Ausstattung von ‚Hum Tumhare Hain Sanam’ insgesamt sehr viel unrealistischer. Dafür ist die Problematik, dass die jung verheirateten Eheleute zu wenig miteinander über ihre Wünsche an den Partner sprechen sowie ihre Verletzungen aus falsch verstandenem Stolz oder Schamgefühl schweigend ertragen, um dann ständig über ihnen zu brüten, von SRK und MD so überzeugend dargestellt, dass ich diesem Film dafür 4 Sterne gebe.
Reagiert Gopal anfangs noch humorvoll auf die Vorliebe seiner Frau für Suraj, so fühlt er sich bald mit jeder wahrgenommen Vernachlässigung seiner Person tiefer verletzt und reagiert mit sarkastischen Selbstgesprächen, zornigem Rückzug und Rachegedanken, bis er die Situation nicht mehr ertragen kann und er seine Frau mit all seinen Wünschen und Beschuldigungen konfrontiert. Vielleicht weil er nach seinem Ausbruch kaum mit dem gleichen Selbstbild des stoischen, emotional unabhängigen, gottgleichen Ehemannes mit seiner Frau weiterleben kann, schickt er sie fort und beendet damit jegliche Art der Auseinandersetzung über die an sich geringfügigen Eheprobleme. Dieses jeglicher Aussprache Ausweichen von Seiten beider Ehepartner geht später soweit, dass die Scheidung als Lösung in Betracht kommt.
Die Lösung des ganzen Problems durch die zukünftige Lebensgefährtin Surajs (Aishwarya Rai) wirkt dann sehr aufgesetzt. Leider bringen die trotz aller Sehnsucht dauerhaft schweigenden Ehepartner keine Versöhnung ohne externe Einflussnahme zustande.
Vor allem wegen der überzeugenden Darstellung realistischer Eheprobleme zähle ich diesen Film zu den guten meiner 23 bisher gesehenen indischen Filme (Reihenfolge vom besten zum schlechtesten: (5 Sterne) Asoka, Main Hoon Na, Dil Se, Swades, Kuch Kuch Hota Hai, Kabhi Khushi Kabhi Gham, Dilwale Dulhania Le Jayenge, (4) Chalte Chalte, Veer & Zaara, Hum Tumhare Hain Sanam , Duplicate, Hum Dil De Chuke Sanam, Lagaan, Monsoon Wedding, Bend it like Beckham, Yes Boss, (3) Dil to Pagal Hai, Dil Chahta Hai, Kal Ho Naa Ho, Mohabattain, (2) Mission Kashmir, Paheli, (1) Dil Ka Rishta).
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