Nachdem ich das Buch "Zwei Frauen" von Diana Beate Hellmann förmlich verschlungen hatte (ist allerdings schon einige Jahre her), freute ich mich schon sehr auf dieses Buch.
Leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. War ich bei "Zwei Frauen" vor allem darüber begeistert, dass Frau Hellmann es verstand, ein sehr ernstes Thema authentisch, sarkastisch und lebendig zu beschreiben, so vermisste ich diese Eigenschaften hier umso mehr.
Das Buch ist schonungslos und beschreibt ihre Alkoholsucht sehr detailliert. Für diesen Mut gebührt Frau Hellmann auch Respekt!
Doch zu kritisieren ist vor allem ihre arrogante und herablassende Art, wie sie über andere Menschen schreibt. Auf der anderen Seite nervt ihr Hang, sich ständig in Selbstmitleid zu suhlen und die Schuld bei allen anderen zu suchen.
Auch zieht sich das Buch streckenweise sehr, da sie ihren Alltag genau beschreibt, der allerdings zum damaligen Zeitpunkt eher fad und unausgefüllt gewesen sein dürfte.
Ich hoffe sehr, dass dies alles Folgeerscheinungen ihrer damaligen Lebensumstände waren und sie mittlerweile wieder zu sich und ihrem alten Schreibstil gefunden hat.