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Ich fürchte mich nicht: Roman [Gebundene Ausgabe]

Tahereh H. Mafi , Mara Henke
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (93 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

23. Juli 2012
Ich habe eine Gabe. Ich bin das Leben. Berühr mich.

»"Du darfst mich nicht anfassen", flüstere ich. "Bitte fass mich an", möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.«

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (23. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442313015
  • ISBN-13: 978-3442313013
  • Originaltitel: Shatter me
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (93 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 55.481 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein grandioser Auftakt für eine Trilogie, bei deren Lesen man die Zeit vergessen wird." (Unicum)

"Sinnlich wie 'Twilight' und actionsreich wie die Mutantenabenteuer von X-Men" (Seitenblicke)

“Nervenzerreißende Action, gepaart mit unglaublich sinnlichen Liebeszenen. Ein Paar, dessen Beziehung Teenager ebenso leidenschaftlich aufseufzen lassen wird wie Bella und Edward. Äußerst einfallsreich treibt Mafi die Erzählung voran und bietet mit dem letzten Kapitel eine ideale Ausgangsbasis für den zweiten Band." (Booklist)

Über den Autor

Tahereh Mafi ist 24 Jahre alt. Sie wurde als jüngstes von fünf Kindern in einer Kleinstadt in Connecticut geboren und lebt mittlerweile in Orange County in Kalifornien. Nach ihrem Abschluss an einem kleinen College in Laguna Beach studierte Mafi, die acht verschiedene Sprachen spricht, ein Jahr in Spanien. Danach reiste sie quer durch die Welt und fing nebenbei an zu schreiben. Mit ihrem Debüt "Ich fürchte mich nicht" eroberte sie die amerikanische Romantasy-Gemeinde und Bloggerwelt im Sturm. "Rette mich vor dir" ist der heiß ersehnte zweite Band der Trilogie um Juliette.

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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen My touch is power. 21. Juli 2012
Von Vampyress "Coffee and Books" TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die siebzehnjährige Juliette befindet sich in Isolationshaft. Eine furchtbare Gabe macht sie seit ihrer Geburt einem Freak, einer Ausgestoßenen: Niemand kann sie berühren. Ihre Berührung ist tödlich.

An dem Tag, an dem sich ihre ihre Zellentür öffnet und ein junger Mann zu ihr hineingestoßen wird - 264 Tage, seitdem sie inhaftiert wurde - ändert sich ihr Leben für immer. Denn Adam ist ein Soldat der Regierung, der sie zu Warner, seinem Befehlshaber, bringen soll. Warner hat Großes vor mit Juliette: in der vom Krieg zerstörten und vom Chaos regierten Welt will er sie als lebendige Waffe einsetzen, um die aufrührerischen Rebellenclans endgültig zu besiegen.

Juliette, die sich selbst hasst für ihre zerstörerische Kraft, sträubt sich gegen Warners Vereinnahmung. Dabei klammert sie sich an ihre wachsende Liebe zu Adam, der sie um jeden Preis schützen will. Doch gleichzeitig kann sie sich ihrer seltsamen Faszination für Warner nicht erwehren.

Meine Meinung:

Tahereh Mafis "Ich fürchte mich nicht" zu rezensieren fällt mir schwer, denn hier handelt es sich ganz eindeutig um eines jener Bücher, die die Gemüter spalten: Die einen werden es hassen, die anderen werden es lieben. Vielleicht geht es einem kleinen Teil der Leser aber auch so wie mir - ich möchte das Buch lieben, denn es hat einen unglaublichen Sog auf mich ausgewirkt, aber ich muss es auch kritisieren, weil ich es nicht für vollkommen halte.

Zu allererst sollte ich eines klarstellen: "Ich fürchte mich nicht" ist weniger eine Dystopie als eine emotionsgeladene Liebesgeschichte vor dystopischem Hintergrund. Das würde ich allen zukünftigen Lesern gerne mit auf den Weg geben. Wem in "Twilight" zu viel rumgeschmachtet wurde, der sollte sich sehr gut überlegen, ob er dieses Buch lesen möchte. Denn heir wird geschmachtet, geliebt und gelitten, bis die Hormone Amok laufen. Aber der Reihe nach.

Mafi legt mit "Ich fürchte mich nicht" ein beeindruckendes Erstlingswerk vor. Mit Juliette hat sie eine außergewöhnliche Erzählerin geschaffen. Man merkt schon zu Beginn, dass ein Leben in Ausgestoßenheit, voller Unmenschlichkeit und verwehrter Liebe einen gebrochenen Menschen aus ihr gemacht haben. Zudem hat die Isolationshaft sie apathisch werden und das Bewusstsein für die feinen Unterschiede zwischen Traum und Realität verlieren lassen. Als Adam nun in ihrer Zelle landet, brechen die Gefühle wie ein Wasserfall über sie herein. Die lange Einsamkeit hat sie dermaßen sensibilisiert, dass sie alles um ein Vielfaches intensiver wahrnimmt. Emotionen stürzen wie Wasserfälle über sie herein. Dinge, von denen sie überzeugt ist, dass sie sie nicht denken darf, sind durchgestrichen. Ein tolles Stilmittel, das Juliettes klaustrophobische Angst vor ihrem eigenen Selbst noch verstärkt.

Was Mafis Erzähltechnik außerdem auszeichnet, sind die Bilder und Metaphern, mit denen sie arbeitet. Juliette scheint alles stark konzentriert und hundertmal stärker als ein normaler Mensch zu empfinden. Schock oder Angst kommen für sie beinahe körperlichen Schmerzen gleich, so sehr leidet sie unter der Verachtung und Missbilligung, der sie von jeher ausgesetzt ist. Der ganze Roman ist eine Achterbahn der Emotionen, ein berauschender und niederschmetternder Gefühls-Cocktail, der es in sich hat. Gerade hier liegt aber auch eine von Mafis Schwächen: nach dem dritten Mal innerhalb eines Kapitels, bei dem Juelitte das Gefühl hat, dass ihr buchstäblich jemand die Haut abziehen, ihr Fleisch in Flammen aufgeht, ihr zehn Messer in die Brust gerammt werden oder ein Bulldozer über sie fahren würde, hat selbst der gutwilligste Leser vor lauter krasser Methaphern irgendwann einen Overkill. Man kommt nicht umhin, die Wortspielerei allein um der Kreativität willen hinter der eigentlichen Bedeutung zu erkennen. Mafi ist ein literarisch angenehm unangepasstes Talent, aber sie stopft zu viel hinein in ihren Text. Hier erkennt man deutlich die Handschrift einer noch jungen Schriftstellerin, die erst dabei ist, ihren Stil zu finden. Mir gefällt, wie ungebremst sie in ihren Sätzen schwelgt, ihr Erzählstil reißt mit - ist aber noch einen Deut zu überfrachtet und neigt zu Wiederholungen.

Auch der Plot hätte ein wenig mehr Fingerspitzengefühl vertragen. Die Grundidee ist nicht ganz neu, nicht von ungefähr vergleicht der Verlag das Buch u.a. mit "X-Men". Juliette als überzeugende Hauptfigur rettet dabei aber über fehlende innovative Handlungselemente hingweg. Zum anderen fehlt es Mafi manchmal am richtigen Timing. Teilweise überstürzt sie spannende Szenen, in denen mehr Details noch mehr ausgereizt hätten. Mehrere brenzliche oder nervenaufreibende Szenen werden plötzlich durch irgendwelche Lappalien oder solch unnötige Dinge unterbrochen, dass die von der Autorin beabsichtigten "Cliffhanger" überdeutlich durchschimmern. Das erinnert stark an schlecht gescriptete TV-Serien, in denen versucht wird, die Zuschauer zwischen den Werbeblöcken bei der Stange zu halten. Mafi hat das nicht nötig und ich hoffe, dass die nächsten beiden Teile der Trilogie weniger plump geplottet sind.

Weiter geht es mit den Charakteren in der Geschichte. Juliette ist eine starke Hauptfigur, die vor allem zu Beginn auf einem dünnen Grat zwischen Hoffnung, Resignation und Selbstaufgabe schwebt und ihrem eigenen Verstand nicht mehr trauen kann. Adam erschien mir persönlich weniger Profil zu haben. Ich mag die Liebesgeschichte zwischen ihm und Juliette, aber mit übergroßem Enthusiasmus habe ich sie nicht verfolgt. Dafür ist sie mir etwas zu geradlinig, zu vorherbestimmt. Es fehlt mir ein wenig an Reibungspunkten.

Aber da ist ja noch Warner. Warner, mit dem Mafi eine einmalige Figur geschaffen hat, einen blassen, eleganten Psychopathen an der Spitze einer Armee, der Juliette besitzen will wie ein Objekt und sich in einem Wahn so sehr auf sie fixiert, dass er gefährlich nah daran ist, sich ihr zu öffnen. Denn innerlich ist er zerrissen wie sie und würde alles tun, um sie auf seine Seite zu ziehen.

Ein Mörder, der es genießt, seine Feinde zu foltern und dem jedes grausige Mittel recht ist, zu bekommen, was er will. Und trotzdem der heimliche Held des Buches? Mafi schafft das. Und lässt mich atemlos gespannt zurück, danach lechzend, wie es im zweiten Teil der Trilogie weitergehen wird - wenn Juliette und Warner erneut aufeinander treffen ...

Zuletzt muss ich noch etwas zur deutschen Übersetzung anmerken. Da ich das Original nicht zur Hand habe, kann ich die Qualität der Übersetzung nicht beurteilen, aber zuweilen hatte ich das Gefühl, dass die Wortwahl unglücklich ist. Einige "denglische" Ausrutscher wie zum Beispiel das einfach übernommene "container" für einen Behälter mit Fertigessen und "Schmetterlingsmesser" (eine deutsche Übersetzung das Eigenworts Butterflymesser) sind mir außerdem ins Auge gefallen. Am unpassendsten von allem fand ich es aber, dass Juliette Warner bis zum Ende mit "Sie" anspricht. Ich weiß, es liegt im Ermessen des Übersetzers, welche Entsprechung für "you" gebraucht wird, aber hier ist es spätestens nach dem ersten Zusammentreffen furchtbar unpassend. Ich hoffe ganz stark, dass Juliette ihn in den nächsten Büchern nicht mehr siezen muss.

Fazit: Eine irrsinnig knisternde Chemie zwischen den ungleichen Hauptfiguren und der überbordend emotionale Schreibstil verwandeln die Lektüre von "Ich fürchte mich nicht" in einen unwiderstehlichen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Wo der Erzählstil gewagt ist, bleibt der Plot relativ überraschungsarm. Hin und wieder jongliert Mafi mir etwas zu tollkühn mit ihren Formulierungen herum, aber ich liebe, liebe sie für ihre Figur Warner. Ich schätze, unter den Lesern wird Adam die meisten Fans finden. Aber so lange Juliette eine gefährliche Schwäche für den Bad Boy der Geschichte hat, bin ich Feuer und Flamme, wie es mit den beiden weitergeht. :)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Auftrakt einer Dystopischen Reihe 3. Oktober 2012
Von Steffi TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Cover:

Das Cover ist ein wirklicher Eyecatcher. Es wirkt düster und macht neugierig auf die Geschichte.

Meine Meinung:

Juliette ist 17 Jahre alt und seid etwa einem Jahr von der Regierung weggesperrt. Juliette hat nämlich eine gefährliche Gabe, sie kann mit einer Berührung die Lebenskraft eines Menschen entziehen, dies endet tödlich. Seid Monaten haart sie nun schon in einer Anstalt aus, als eines Tages plötzlich wird Adam zu ihr in die Zelle gesteckt. Langsam beut Juliette vertrauen zu Adam auf, um dann zu erfahren das er in Wahrheit ein Spion, geschickt von der Regierung, ist. Adam steht im Dienst vom Oberbefehlshaber Warner, der fasziniert von Juliettes Gabe ist und sich diese zu nutzen machen will.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Juliette geschrieben. Sehr gefällt mir hier das der Leser einen Einblick in Juliettes Gedanken bekommt. Die Sätze so formuliert, wie sie von Juliette gedacht werden, besonders ist zudem, dass sie Gedanken, die sie sich nicht eingestehen will, durchgestrichen sind.

Den Schreibstil von Tahereh Mafi ist locker und lässt sich flüssig und zügig lesen. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, was zum einen an den tollen Protagonisten und der mitreisenden Story lag. Ich habe mir wirklich schwer getan dieses Buch auch nur aus der Hand zu legen, so hat es mich in seinen Bann gezogen.

Die beiden Hauptprotagonisten waren gut beschrieben, hatten genug Tiefgang und waren mir von Anfang an sympatisch. Besonders Juliette hat es mir angetan. Sie tat mir richtig leid mit ihrer Gabe. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie schlimm es sein muss, wenn man keinen mehr berühren kann ohne ihn gleich zu töten. Auch sehr schön finde ich die Entwicklung, die sie innerhalb des Buches durchmacht. Ist sie am Anfang noch das verwirrte kleine Mädchen das Angst vor sich selbst hat und am liebsten sterben möchte, entwickelt sie sich langsam zu einer eigenständigen, selbstbewussten jungen Frau, die weiß was sie will und was nicht. Toll fand ich auch Adam, obwohl er anfangs noch das Gefühl vermittelte ein Verräter zu sein. Schnell merkt man das Adam sehr wohl nicht nur Befehlen folgt, sondern auch eigene Ziele nicht aus den Augen verliert.

Die Idee die hinter dieser Dystopie steckt finde ich interessant. Eine Welt in der alles zerstört ist und nichts mehr wirklich existieren kann. Und dann wären da noch die einzelnen Menschen mit ihren verschiedenen Gaben.

Ich fürchte mich nicht ist der Auftakt einer neuen Dystopischen Trilogie. Wann der zweite Teil erscheint steht leider noch in den Sternen, ich hoffe nur das ich nicht allzu lange darauf warten muss.

Mein Fazit:

Tahereh Mafi ist mit "Ich fürchte mich nicht" eine klasse Auftakt einer Dystopischen Trilogie gelungen. Die Geschichte ist düster, spannend und hat mich total gefesselt. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten bis Band 2 erscheint. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überhaupt nicht mein Geschmack 20. Juli 2012
Von S. Dohl
Format:Gebundene Ausgabe
Sprachgewaltig, sinnlich, mitreißend
Das steht zumindest auf dem Buch. Meiner Meinung nach war das leider nicht der Fall. Gewaltig war höchstens die geballte Ladung an kitschigen Umschreibungen, als sinnlich würde ich sinnloses Rummachen in Extremsituation auch nicht gerade bezeichnen und mitreißend war das Buch auch eher weniger.

Auf den ersten Blick sieht das Cover super aus, bei näherem Hinsehen wirkt es jedoch ziemlich schlecht bearbeitet. Die Frau sieht ganz schön schlecht freigestellt aus, die Umrisse sind teilweise sehr kantig.
Zum Inhalt passt es gut, auch wenn man nicht genau sagen kann, ob die Frau Ähnlichkeit mit Juliette hat, denn diese weiß selbst nicht genau wie sie aussieht.
Alles in allem finde ich das Cover in Ordnung.
Die Charaktere konnten mich überhaupt nicht begeistern.
Allen voran die Hauptfigur Juliette, die ich mehr als schwach gefunden habe.
1. Wirkt sie auf mich sehr schwer von Begriff
2. Enden alle ihre Gedankengänge bei Adams Körper
3. Besitzt sie überhaupt keine geradlinige Persönlichkeit.
Ich gebe euch mal ein Beispiel: Stellt euch vor, ihr sitzt 3 Jahre lang eingesperrt in einer Zelle. Dann wird plötzlich ein junger Mann zu euch gesperrt. Er kommt euch irgendwie bekannt vor und ihr erfahrt auch seinen Namen.
Nach Stunden (ja STUNDEN) fällt euch dann ganz überraschend auf: Oh, das ist ja der Kerl, in den ich 3 Jahre lang verliebt war und den ich eigentlich immer noch liebe, wenn ich so darüber nachdenke...
Wenn man jemanden 3 Jahre lang liebt, und dann weggesperrt wird, denkt man doch bestimmt ab und zu mal an ihn, oder?!
Dass man denjenigen nicht wiederkennt, finde ich einfach nur unglaubwürdig.
Auch sonst gefällt mir Juliette nicht. Ihr Charakter ist recht schlecht ausgearbeitet. Sie widerspricht sich ständig selbst (was durch durchgestrichene Sätze dargestellt wird). Das ist anfangs ja ganz nett, aber nach 100 Seiten nervt das nur. Man hätte viel mehr aus ihr machen können.
Adam gefällt mir auch nicht besser als seine Angebetete. Um genau zu sein noch weniger, denn sein ganzes Vokabular scheint nur aus schmalzigen Liebesschwüren (die kein Kerl jemals sagen würde, wirklich keiner) und "du bist so sexy" zu bestehen. Das ist leider sehr eintönig und wirkt sehr unrealistisch.
Die einzigen Figuren, die ich ganz in Ordnung gefunden habe, waren Nebenfiguren wie zum Beispiel Adams kleiner Bruder James, der total süß ist.

Die Story erinnert mich an eine Mischung aus "Die Rebellion der Maddie Freeman" und "Die Beschenkte".
Der Anfang des Buches ist super, sehr düster und spannend und absolut vielversprechend.
Bis das Geschnulze losgeht, das schon bald in ständiges Fummeln übergeht (da frage ich mich, warum muss Adam sich dann umdrehen, als Juliette sich umzieht?)
Nachdem die beiden aus der Zelle draußen sind, bleibt die Geschichte sehr eintönig und wenig spannend, bis es wieder zur Flucht kommt.
Es wird kurz spannend, nur um danach genauso eintönig weiterzugehen, aber diesmal mit Friede-Freude-Eierkuchen-Touch.
Die sonst so skeptische Juliette fühlt sich ganz plötzlich pudelwohl und vertraut Leuten, die sie genau eine Sekunde lang gesehen hat und ihr schreckliches Leben ist auf einmal super toll.
Für mich leider eine sehr schwache Story, was sehr schade um die tolle Idee ist.

Wo soll in diesem Buch bitte der sprachgewaltige Schreibstil zu finden sein?!
Die Autorin übertreibt es für meinen Geschmack absolut mit ihren ganzen Metaphern, Vergleichen und poetischen Ergüssen.
Es wirkt überzogen und besonders das Geschmalze seitens Adam lässt mich einfach nur die Augen verdrehen.
Definitiv too much und absolut nicht mein Geschmack.
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