Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Hilfe sucht, um den Tod eines nahestehenden Menschen zu verarbeiten. Sigrid Schaefer stellt sich der Aufgabe, einen besonders schmerzhaften Tod zu be-schreiben: den ueberraschenden Selbstmord ihrer 27jaehrigen lebensfrohen Tochter Konstanze. Aus Puzzleteilen- Briefen und Tagebucheintraegen- bastelt sie ein Bild von Stanzis Leben und ihrer Persoenlichkeit, von den Spuren, die sie hinterlassen hat. Hinter allem steht natuerlich auch immer die Frage, warum sich ein junger Mensch, der so viele Erwartungen an das Leben und die eigene Entfaltung besass, der so viel Liebe ausstroemte, die eigene Welt ausloescht und die anderen mit ihrem Schmerz alleine laesst. Sigrid Schaefer ist in der Lage, diesen Schmerz zu artikulieren und anderen nahezubringen. Dieses Buch hat mich sehr bewegt und angeruehrt und ich kann es jedem empfehlen, der mit einer aehnlichen Situation fertig werden muss oder einfach nur einen Einblick in die Gedanken und Gefuehle einer sehr empfindsamen und erkenntnisreichen jungen Frau bekommen moechte, die in der heutigen Zeit nach einem sinnvollen, erfuellten Leben gesucht hat.