Nun also auch ein Buch von und über Gus Backus.
Doch wer glaubt, das liest sowieso niemand, der täuscht sich.
Ja, ich habe es sogar gerne gelesen, zum einen, weil es immer wieder interessant erscheint, was Künstler, die zur eigenen Jugendzeit populär waren, so alles erlebt haben, wie sie gelebt und empfunden haben.
Dieses Buch ist sehr menschlich geschrieben. Gus Backus schont sich dabei überhaupt nicht, spricht über Fehler und falsche Entscheidungen offen, ohne um Mitleid zu heischen. Dabei kommt auch seine Zeit des Verschwindens aus Deutschland, seiner Knochenarbeit auf den Ölfeldern der USA nicht zu kurz. Und er gewährt Einblick in seine große Familie, ohne sich selbst ständig in den Mittelpunkt seines Buches zu rücken.
Es handelt sich um eine Autobiographie die diesen Namen verdient. Gus Backus stellt sich nicht als Superstar dar, sondern als Mensch unter Menschen, mit Schwächen und Fehlern, aber auch mit seiner Liebe für die Musik - und dabei gewiss nicht nur für seine lustigen deutschen Lieder.