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Ich bin doch kein Mörder: Gerichtsreportagen 1989-2004
 
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Ich bin doch kein Mörder: Gerichtsreportagen 1989-2004 [Broschiert]

Gisela Friedrichsen
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Bt Bloomsbury Taschenbuch Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833303220
  • ISBN-13: 978-3833303227
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 398.245 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gisela Friedrichsen
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Seit vielen Jahren ist Gisela Friedrichsen Stammgast in deutschen Gerichtssälen, von wo sie seit 1989 für das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL von wichtigen Prozessen berichtet. In ihren Reportagen versteht sie es immer wieder meisterhaft, im Besonderen des jeweiligen Falles dessen Bedeutung für das Recht im Allgemeinen sichtbar zu machen. Mit Ich bin doch kein Mörder legt sie eine Sammlung von Gerichtsreportagen vor, die während der letzten 15 Jahre entstanden sind. Sie berichtet darin von Prozessen, die uns exemplarisch -- unter anderem am Prozess gegen Erich Honecker -- Justitia als "Gefangene der Geschichte" zeigen, oder dabei, wie sie sich an Straftaten Rechtsradikaler abmüht, in welch hässliche Fratzen von Hooligans, Vergewaltigern, Erpressern sie immer wieder blicken muss.

Traurige Schicksale, familiäre Desaster, juristische Kunstfehler, menschliche Abgründe dies- und jenseits der Anklagebank -- von all dem hat Friedrichsen Fallbeispiele parat, mit denen sie uns einen zeitgeschichtlichen Bericht über den Zustand unserer Rechtspflege ebenso gibt, wie detailscharfe Momentaufnahmen unserer Gesellschaft. Auch den Problemen der Rechtsfindung und des Strafvollzugs ist ein eigenes "Gut gemeint, schlecht gemacht" überschriebenes Kapitel des empfehlenswerten Bandes gewidmet. Bestürzende Fälle von Inkompetenz und Anmaßung finden sich darin, aber auch Fälle unvermeidbar erscheinenden Scheiterns bei der Suche nach Gerechtigkeit und der angemessenen Sühne.

"Wie Gisela Friedrichs Reportagen ein Lehrstück zur Moral der Agenten des Rechts sind, schreibt Bernhard Schlink in seinem Vorwort, "so sind sie auch eines zur Moral des Journalisten". Auch sie ist vor allem eine Moral der Sachlichkeit, Gründlichkeit und Sorgfalt. Beim besonders sperrigen Gegenstand des Rechts wird sie oft besonders vernachlässigt. Wird ihr aber genügt und verbindet sich mit der Sachlichkeit, Gründlichkeit und Sorgfalt überdies Sensibilität für die Schicksale der Menschen und die Aufgabe des Rechts, dann ist Gerichtsjournalismus ein Glück für das Gemeinwesen. Gisela Friedrichs Reportagen sind ein solches Glück." Dem können wir uns nur anschließen! -- Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

In den Gerichtsreportagen 1989 - 2004 von Gisela Friedrichsen geht es nie nur um den einzelnen Fall, sondern auch um den Zustand der Gesellschaft, in der er sich ereignet hat. Es geht um die Psychologie der Menschen auf der Anklagebank. Und es geht nicht zuletzt um das Urteilen von Menschen über Menschen in einer Zeit, in der die Medien oft genausoviel Schaden anrichten wie die Straftäter selbst.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mit "Ich bin doch kein Mörder" veröffentlicht Gisela Friedrichsen eine Auswahl ihrer bereits zwischen 1989 und 2004 im "Spiegel" veröffentlichten Gerichtsreportagen. Einziges Manko, um das vorwegzunehmen, bleibt, daß man nach 320 Seiten noch nicht genug hat und gerne weiterlesen möchte. - Die Sammlung ist thematisch gegliedert und bietet so einen Überblick über die spektakulärsten Strafprozesse der letzten Jahre, wie die Verfahren gegen Erich Honecker, den Sedlmayr-Prozess oder die Auseinandersetzung um die Schuld von Monika Weimar geb. Böttcher. Aber nicht allein die großen Prozesse finden hier Berücksichtigung, auch weniger aufsehenerregende Beispiele aus dem deutschen Gerichtsalltag haben hier Eingang - und manchmal möchte man wünschen, Gisela Friedrichsen hätte um die Seelenruhe des Lesers willen darauf verzichtet. Reportagen wie "Sag, dass du Jude bist" (über die brutale Ermordung eines 16jährigen durch Gleichaltrige) oder "Ich sehe ihn noch liegen" (über den vermeidbaren, aber ungesühnt gebliebenen Tod eines Häftlings) hinterlassen unausweichlich Spuren, weil man selten mit solcher Brutalität, Gleichgültigkeit und Blindheit konfrontiert wird. Gisela Friedrichsen scheut sich dabei nicht, eitle Richter - wie im Verfahren gegen Jörg Immendorff - oder auch die Ignoranz der Medien - wie im Verfahren gegen Monika Weimar - zu schelten. Vor allem aber nimmt sie in einer Zeit, in der selbst hochrangige Politiker in Stammtischparolen vom "Wegschließen" einstimmen, auch Partei für die Täter. Aber nicht als blinder "Gutmensch", sondern als Journalistin, die auch für die, die in den Augen der Öffentlichkeit jedes Recht auf Respekt verspielt haben, die Einhaltung des geschriebenen Rechts einfordert - ohne dabei ihre Taten zu relativieren. Ganz groß!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Absolut lesenswert 2. Juli 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Gisela Friedrichsen schafft es, nicht nur die reinen Fakten eines Gerichtsverfahrens darzustellen, sondern darüber hinaus das eigentlich Wesentliche des einzelnen Falles zu treffen. Sehr gut recherchiert arbeitet Sie ihre Kritik heraus, die den Hintergrund vieler spektakulärer Verfahren in den letzten Jahren beleuchtet und manchen Einblick gibt, der bei der täglichen Berichterstattung des Falles in den Medien vollkommen unberücksichtigt geblieben ist. Deshalb ist das Buch nicht nur für Juristen, sondern für jeden absolut lesenswert.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
als ein einfacher Bericht aus dem Gerichtssaal. Die Autorin schreibt auch immer ein Bild über unsere Gesellschaft. Die Reportagen, alle waren bereits in Ausgaben des Spiegels abgedruckt, sind untergliedert in einzelne Bereichte wie Politik, Sexualdelikte, Familiensachen etc. Manche Fälle haben auch Politik mitestimmt. Viele sind damals durch die Medien gegangen und deshalb ist es um so interessanter, hier eine andere Stimme und einen anderen Blickwinkel zu lesen. Den besonderen Reiz macht immer ihre subektive Sicht aus. Da wird nicht nur berichtet sondern hinterfragt - aber nie sensationsheischend. Bereichert wird manche Reportage durch Aktualisierung in Anmerkungen über den Fortlauf der Verhandlungen nach Abdruck im Spiegel. Sehr lesenswert.
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