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Ich dich auch nicht: Roman
 
 
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Ich dich auch nicht: Roman [Gebundene Ausgabe]

Sacha Sperling , Carina von Enzenberg
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492053858
  • ISBN-13: 978-3492053853
  • Originaltitel: Mes illusions donnent sur la cour
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 97.167 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Nein, ein Skandal ist dieses Buch nicht. Auch wenn es bei seiner Veröffentlichung in Frankreich ob der vielen Sex- und Drogengeschichten des 14-jährigen Protagonisten für ziemlichen Wirbel sorgte. Und auch wenn es scheinbar in bester Bret-Easton-Ellis-Manier jugendliche Dekadenz ausstellt. In "Ich dich auch nicht", dem Erstling des gerade 18 gewordenen Sacha Sperling, steckt so viel mehr als ein blanker Aufreger. Vom Verlorensein in der Welt wird da erzählt, vom sinnentleerten Dasein, vom Sperren gegen Erwartungen. Mit einer Poetizität, die fasziniert, beängstigt. Sacha Winter verliebt sich in seinen Freund Augustin, der allerdings nur mit ihm spielt. Zusammen überschreiten sie so ziemlich alle konformistischen Grenzen, was insbesondere Sacha immer weiter von sich selbst wegzuführen scheint. In einer von Welt- und Herzschmerz getriebenen, sehr filmischen Sprache schildert Sperling das allmähliche Zusammenbrechen Sachas. Das zeigt dem Leser ungeschönte, tiefe Wahrheiten auf, die in der Jugend besonders bedrohlich sind, für die meisten aber wohl das ganze Leben lang gelten. "Wenn ich unter einer Dusche die Augen zumache, habe ich immer das Gefühl, ich könnte auch woanders sein. Egal wo, Hauptsache weg." Wer denkt das denn nicht von Zeit zu Zeit? (ml)

Pressestimmen

»Der Roman ist klug. Der Roman ist poetisch. Der Roman ist komisch. Der Roman ist einer der besten Romane des Frühjahrs – egal, wie alt der Autor ist. Sacha Sperling gelingt es, als Teenager über Liebe und über Sex zu schreiben – und dabei weder peinlich zu klingen noch aufgesetzt cool. Ihm gelingen Killersätze, die einen umhauen, weil sie lakonisch sind, frei vom pathetischen Furor der Jugend.« KulturSpiegel »Seine erotische Abhängigkeit von Augustin beschreibt Sperling mit psychologischem Gespür, ohne dabei über Klischees zu stolpern. Es gelingt ihm, ein Gefühl auf den Punkt zu bringen, das exklusiv und gleichzeitig völlig banal ist: das Erwachen eines noch orientierungslosen Bewusstseins, das sich ganz neu entdeckten Leidenschaften ausliefert und dabei jede Erfahrung für absolut singulär hält. Kurz gesagt: Es geht ums Erwachsenwerden.« Neon »Ein erstaunlich gutes Buch über das Erwachsenwerden.« annabelle (Schweiz) »Das Skandal-Buch aus Frankreich beeindruckt: Weil es nicht effektheischend den hemmungslosen Konsum von Rauschmitteln in den Vordergrund rückt, sondern mit großer poetischer Kraft die Gefühle der jungen Leute beschreibt, deren Kälte und Desillusionierung den Leser frösteln lässt. Ein schonungsloser, packender Roman übers Erwachsenwerden, den man atemlos verschlingt.« Münchner Merkur »Es gibt Romane, die brennen lichterloh, von der ersten bis zur letzten Seite. Ein solches Werk hat Sacha Sperling geschrieben. (…) Ich dich auch nicht berührt durch die Unschuld, die Hilflosigkeit seines Helden, der laufend damit beschäftigt ist, Abgebrühtheit und Coolness vorzutäuschen.« Hamburger Abendblatt »Eindringlich und packend erzählt das Buch von der Obsession einer ungewöhnlichen Jungsfreundschaft und den schmerzhaften Lektionen des Erwachsenwerdens. Skandal hin oder her, dieser traurige Abgesang auf die Liebe geht tief unter die Haut.« WDR 1Live »Schonungslos, ehrlich und kühl erzählt Sacha die Geschichte eines Teenagers, der seine ersten Drogenexzesse erlebt und sich in eine Welt voller Sex stürzt. Der Roman ist voller Herz- und Weltschmerz, ohne an einer Stelle kitschig zu klingen.« RBB Radio Fritz »Dass die Story nicht langweilt, liegt besonders am Ton. 'Erwachsenwerden heißt einsehen, dass man sterben wird', heißt es da. Davor wollen wir aber noch mehr von Sperling lesen.« Prinz »Sperling erzählt mit melancholisch-sanfter Sprache, aber grausamen Bildern vom Albtraum in Sachas Kopf. Das Buch erfüllt jedes Klischee eines Popromans – eines guten wohlgemerkt. Und die sind mittlerweile selten.« Financial Times Deutschland »Das Buch ist eine sprachliche Wucht. (…) Es ist kaum zu glauben, dass ein so junger Schriftsteller derart wahrheitsgemäß und desillusioniert über das Leben und die Liebe schreiben kann und dabei nicht im mindesten dem Pathos verfällt. Einfach nur lesenswert!« Südwest Presse »Sperling erzählt mit subtiler Beobachtungsgabe und in einem geradezu filmischen Stil die immer wieder neue Geschichte vom Erwachsenwerden … Es ist eines dieser Bücher übers Erwachsenwerden, die man so schnell nicht vergisst. Und was noch wichtiger ist: Die Kritiker bescheinigen dem Autor, einen richtig guten Roman geschrieben zu haben.« Siegener Zeitung »Mehr als eine homoerotische Jungengeschichte, denn Sperling gelingen lakonische Sätze, die das Lebensgefühl treffend beschreiben.« Buchkultur »Der heute 18-Jährige schreibt subtil und intelligent die Geschichte des anderen, fiktiven Sacha, den eine neue Bekanntschaft aus seinem gut situierten Leben in Abgründe reißt. Mit einem flüssigen, zügigen Schreibstil nimmt dieses Buch einen mit – in eine Geschichte des Jugend, die dem einen Leser fremd sein mag, dem anderen zur glühendheißen Erinnerung.« Frankreich Magazin

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Inhalt:

Sacha ist vierzehn Jahre alt, ein mittelmäßiger Schüler. Er wird von seiner Mutter mehr verwöhnt als erzogen, ist Teil der coolsten Clique an der Schule.
Dann trifft er Augustin und alles in seinem Leben wird sich ändern. Sache beginnt Drogen zu nehmen, nicht mehr regelmäßig zur Schule zu gehen und Mädchen flachzulegen. Und er verliebt sich in Augustin.

Meine Meinung:

Gerade habe ich das Buch zugeklappt und bin immer noch ganz von dem Buch eingenommen. Sachas Geschichte liest sich größtenteils wie ein Film. Ein Film, der einem in schnellen und harten Szenenwechseln unbarmherzig Bilder aufdrängt. Ein Film, der sich nicht mit Nichtigkeiten aufhält, sondern alle Gefühle, alle noch so armseligen Bilder und Personen ungefragt vor die Nase setzt. Als Leser muss man selber sehen, wie man diese verarbeitet.

Sacha Sperling, der dieses Buch als Vierzehnjähriger begonnen und dann als Siebzehnjähriger überarbeitet hat, präsentiert dem Leser ungeschönt das Leben von seinem Ich-Erzähler Sacha. Die Sprache, die er dafür verwendet, ist hart, oftmals vulgär. Die Sätze sind kurz und werden einem stakkatoartig zugeworfen. Das Lesen ist dementsprechend auch nicht immer ganz einfach, manchmal sogar anstrengend. Und genau dadurch wird die Atmosphäre des Buches so gut vermittelt.

Es geht in dem Buch um die Pubertät, um das Erwachsenwerden, die Identitätsfindung. Urplötzlich und ohne Vorwarnung rutscht der erst vierzehnjährige Sacha in ein Milieu und in ein Leben ab, was man sich für niemanden wünscht. Was zunächst mit Joints beginnt, endet bald darauf in Koks und Wodka. Diese Entwicklung wird von dem Autor kaum eingeführt, kaum konkret thematisiert. Sie passiert einfach. Wie im wahren Leben auch.

"Erwachsenwerden heißt einsehen, dass Fliehen unmöglich ist, dass die Geschichten kurz und bedeutungslos sind, aber aus Gründen, die wir nicht nachvollziehen können, Spuren hinterlassen." (S. 211)

Aber es geht in diesem Buch auch um die erste große Liebe und die Gefahren, Ängste und den Kummer, die diese mit sich bringt.

"Seine Hände legen sich auf meinen Schenkel. Meine Hüften. Mein Bauch. Ich erschauere, starr und schläfrig. Ich schwitze, glühe. Fast lache ich, obwohl mir nach Weinen zumute ist. Der Schlagzeuger spielt im Rhythmus meines Herzens. Im Rhythmus unseres Atems. Synchron. Alles ist synchron." (S. 81)

Sacha Sperling ist ein Buch gelungen, das nicht unterhält, das einen nicht in wunderbare Welten versetzt. Er hat ein Buch geschrieben, das dem Leser einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlässt. Und das ist gut so. 4 von 5 Sternen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
In den letzten Jahren musste das Etikett »Skandalroman« allzu oft für Mittelmäßigkeit herhalten. »Ich dich auch nicht« segelt ebenfalls unter dieser verkaufsfördernden Flagge, hat das aber gar nicht nötig, denn es ist ein richtig guter Roman - trotz des Entsetzens, das er produziert.
Von Anfang an bis zur letzten Seite fesselt die teilweise autobiografisch wirkende Geschichte des 14-jährigen Sacha, der dem Leser unverblümte Einblicke in seine Gedankenwelt gewährt. Melancholisch erzählt der selbst noch junge Autor von der Pubertät und der stillen Sehnsucht nach Geliebtwerden. Sacha durchlebt die Phase des Erwachsenwerdens mit vielen Höhen und Tiefen, die größtenteils aus Partyexzessen, Drogen und Sex bestehen. An Mädchen hat Sacha nur ein körperliches Interesse. Seine Liebe und Aufmerksamkeit gilt seinem besten Freund: Mit Augustin teilt er nicht nur homoerotische Erfahrungen, sondern auch dieselbe Weltanschauung sowie einen arroganten und kindlichen Lebenstrotz.
Die Sprache Sperlings ist eine beeindruckende Melange aus Poesie, einem guten Schuss Bissigkeit und einer Prise Naivität. Da wundert es nicht, dass sein Erstlingswerk in seiner Heimatstadt Paris zum Bestseller avanciert ist.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Den Aufschrei und die Lobpreisungen des Klappentextes kann ich leider nicht nachvollziehen. Der Leser wird in eine Welt geführt, die ich so skandalös, wie es einige Rezensionen ausdrücken, nicht empfinde. Angeblich sind Drogen (Joints) bei der heutigen Jugend Standard, bereits Schüler sollen den stressigen Alltag nicht mehr ohne psychische Anstrengungen oder eben Ausblendung der selbigen durch Rauschmittel bestehen können. Das Jungs auch mal fummeln (und eben nicht nur bei den Mädels, allerdings in jüngerem Alter) ist auch ein alter Zopf. Das in Internaten oder Sportvereinen Jungs auch mal "handgreiflich" untereinander werden, soll mittlerweile auch mal vorkommen. Aber: Vielleicht nicht in der vom Autor geschilderten Intensität und da wären wir schon bei dem kompletten Inhalt des Buches: Joints, Mädchen vögeln, Jungs blasen, ejakulieren, Alkohol und Ende. Also ich persönlich habe das Buch zu Ende gelesen, es liest sich sehr schnell. Ich sage auch warum: Großer Schriftsatz, kurze Sätze, die zugegeben schon eine gewissen Dynamik haben und unterhalten. Aber irgendwann in der Mitte des Buches müsste ein Mal ein anderes Thema gebracht werden, leider nicht. Aus meiner Sicht schildert das Buch kein Leben oder Erwachsenwerden, sondern es handelt sich um eine Situationsbeschreibung innerhalb eines kurzen Zeitraums. D.h. eine problematische Zeit wird geschildert, aber die bloße Aneinanderreihung macht das Buch nicht besser. Positiv jedoch das Alter des Autors und deshalb gibt es noch einen zweiten Stern. Sicherlich sollte man auch den zweiten Roman (der soll am Entstehen sein) lesen, denn ich sehe im Autor großes Potenzial. Denn einige der kurzen Sätze sind in einer derart präzisen Sprache geschrieben, dass man auf ein Folgewerk (hoffentlich mit anderem Thema)gespannt sein muss und diesem eine Chance geben sollte. Dieses Buch nein, das nächste kaufen, denn ich bin mir sicher, der Autor wird sich auch inhaltlich gesteigert haben (je nach gewähltem Thema eben).
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