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Ich denke deutsch. Abrechnung mit dem Zeitgeist
 
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Ich denke deutsch. Abrechnung mit dem Zeitgeist [Gebundene Ausgabe]

Jürgen Todenhöfer
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Straube; Auflage: 2. rev. Aufl. (1989)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3927491128
  • ISBN-13: 978-3927491120
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.068.086 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peinliches Frühwerk 29. Januar 2011
Von Oliver Völckers TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch stammt aus dem Frühjahr 1989, noch vor dem Mauerfall. Damals stand der Abgeordnete Todenhöfer in der CDU rechtsaußen gegen die an Wählerstimmen orientierten Kohl und Geißler.

Einige Zitate, die für sich sprechen:
"Die Sozialdemokratie entmannt sich im spätmarxistischen Dogmenwahn" (S. 16)
"Die behauptete Isolationsfolter [für Terroristen] stellte sich in Wirklichkeit als Luxusherberge hinter geöffneten Türen heraus, nach der sich normale Strafgefangene alle zehn Finger lecken." (49)
"An der Spitze der geringsten Lebenserwartung steht einsam und verlassen der unverheiratete männliche Single noch vor dem Raucher' aber es zählt eben zur Taktik der 'Gegengesellschaft', alle Eckwerte der bürgerlichen Gesellschaft zu attackieren" (92)
"[Die Grünen] schimpfen gegen Luftverschmutzung durch Autos und schicken als Abgeordnete Chauffeure des Bundestags-Fuhrparks mit dem Dienst-Mercedes nachts zum Schnapskauf los, um ihre Partys mit Stoff zu versorgen" (131)
"Wenn Pinochets Polizist Pepe den Berufs-Revoluzzer Rinaldo schräg anschaut, leidet 15.000 Kilometer entfernt automatisch unser Bundespoet Günter Grass" (147)
"In erster Linie strömen in unser Land Schein- und Wirtschafts-Asylanten, ' was für ein Land nicht akzeptabel ist, das bis unter den Dachfirst überfüllt ist" (155)
"Der ideologische Vorbehalt gegen die Kernenergie stammt aus der weltanschaulichen Ecke von Marxomanen und Ökologen" (166)
Durch Tschernobyl bestand "zu keiner Zeit für die Bundesrepublik Deutschland irgendeine ernsthafte Gefährdung" (168)
"Dieses Land verfügt über eine perfekt funktionierende Demokratie, auf die wir stolz sein dürfen" (187)

Aus politischer Sicht lag Todenhöfer damals insofern falsch, als die Politik Helmut Kohls ihm jahrelange solide Mehrheiten gesichert hat. Dies hat Mariam Lau in Die letzte Volkspartei: Angela Merkel und die Modernisierung der CDU analysiert. Der verlangte Rechtsruck hätte die CDU um die Regierungsfähigkeit gebracht. Andererseits hat Todenhöfers damaliges Bekenntnis zur Wiedervereinigung und gegen die sowjetische Besetzung Afghanistans auch heute noch Bestand. Damals stellte er sich die Wiedervereinigung freilich "in den Grenzen von 1937" vor, also einschließlich Pommern, Schlesien, Danzig und Ostpreußen.

Der Autor ist mittlerweile menschlich gereift und hat einige respektable Werke verfasst, insbesondere Warum tötest du, Zaid?. Dieses Buch braucht sich allerdings niemand antun, der nicht speziell historisch interessiert ist.
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