Bei dem Buch handelt es sich um eine psychologische Diplomarbeit, ich erwartete also wissenschaftliche Korrektheit der Methoden und später Ergebnisse.
Ich bin mit dem Thema selbst gut vertraut und ich war teilweise erschrocken, wie manche Dinge dargestellt waren. Interview-Material von fünf indirekt Betroffenen wurde Grundlage dieses Buches. Dies führte zu zum Teil eigenwilligen Sichtweisen, bei denen oft den Betroffenen selbst die Urteilsfähigkeit abgesprochen zu werden schien.
Bsp. Die Mädchen und Frauen sagen, während der Selbstverletzung keinen Schmerz zu spüren. Die könne nicht so sein, deshalb sei es wohl eher so, dass sie sich nicht wirklich erinnern könnten.
Ich habe mich beim Lesen auch über formale Unzulänglichkeiten geärgert, seltsame Formulierungen oder meiner Meinung nach unnötige Zweitzitate oder sinnleere Sätze.