Es gibt Autoren, die schreiben Ratgeber in denen der Weg für den Leser von A bis Z durchgeplant ist. Der Leser startet bei Punkt A, geht weiter zu B, dann zu C, und immer weiter bis er bei Z ankommt - angeleitet durch weise Worte und klar strukturierte, zielgerichtete Aufgaben. Dies wirkt manchmal oktroyiert.
Anders bei Schmitt und Voller:
Basierend auf eigenen Erfahrungen stellen sie dem Leser das Ziel spontaner zu sein in Aussicht und zeigen dadurch wie erstrebenswert dies ist. Sie glauben an die Mündigkeit des Lesers die Verantwortung für sein Leben und sein Handeln zu übernehmen. Deshalb bauen sie ein Grundgerüst in ihrem Buch auf, welches der Leser nach seinen eigenen Vorstellungen ausbauen, verputzen und anstreichen kann - auch wenn sie ab und an dazu neigen die Ausführung mit einem Augenzwinkern zu kommentieren.
Schmitt und Voller bleiben dabei immer authentisch und ehrlich.
Das Buch motiviert, regt zum Nachdenken und zur Selbstreflexion an - ohne sich aufzudrängen.
Jetzt schenke ich auch einem Fremden auf der Straße ein Lächeln und bin gespannt auf die Reaktion.
Frei nach dem Motto: Einen alten Baum soll man nicht verpflanzen. Ja, und er kann neue Triebe bekommen :)