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Ich bin meine eigene Frau: Ein Leben
 
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Ich bin meine eigene Frau: Ein Leben [Taschenbuch]

Charlotte von Mahlsdorf , Peter Süß , Burkhard Peter
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: N.-A. (1. Mai 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423207485
  • ISBN-13: 978-3423207485
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.134 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Charlotte von Mahlsdorf
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Unter einem tyrannischen Vater, der den mädchenhaften Knaben zu einem "echten" Soldaten machen will, wächst Charlotte von Mahlsdorf in Deutschland auf und schwuchtelt sich durch den Endkampf der Nazis.
Als schwuler Transvestit war sie ihr Leben lang eine faszinierende Außenseiterin - 1992 von Rosa von Praunheim verfilmt.

Über den Autor

Charlotte von Mahlsdorf wurde 1928 als Lothar Berfelde in Berlin geboren. In jahrelanger Kleinarbeit und unter widrigen Umständen trug sie das Gründerzeitmuseum in Mahlsdorf zusammen, in dem sie lange Jahre auch lebte. 1992 wurde sie für ihre Verdienste um die Erhaltung von Kulturgütern mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sie starb 2002 in Berlin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es lebe die Kittelschürze! 26. August 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Eigentlich heisst Charlotte Lothar Berfelde - oder heisst Lothar Charlotte? Das ist auch egal, denn selten ist jemand so liebenswert und tough daher gekommen! Ich hatte das Vergnügen, Charlotte selbst einmal bei einer Lesung zu erleben - sie ist mir in ihrer freundlichen, aber auch couragierten Art in guter Erinnerung geblieben. In ihrem Buch berichtet sie über ihr bewegtes Leben: den gewalttätigen Vater, die schwere NS-Zeit, Anfeindungen und Unverständnis wegen der Homosexualität, die Schwierigkeiten im kommunistischen DDR-Regime. Bei alledem hat sie sich ihre Freundlichkeit und ihren Optimismus bewahrt. Ihr Lebenswerk ist sicherlich einerseits der Erhalt von Schloss Friedrichsfelde (wofür sie übrigens das Bundesverdienstkreuz erhielt), und vor allem ihr Gründerzeitmuseum in Berlin Mahlsdorf. Dort sammelt, pflegt, poliert und bewahrt Charlotte alles, was sonst längst verloren gegangen wäre. Und am liebsten trägt sie dabei ihre Kittelschürzen!
Selten macht ein Buch soviel Freude, regt so zum Nachdenken an und ist zudem noch ein Stück Zeitgeschichte. Danke Charlotte: Du bist ein Mann, der seine Frau steht!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Petra B.
Format:Taschenbuch
Dies ist die ziemlich ergreifende Geschichte des homosexuellen Transvestiten Lothar Berfelde alias Charlotte von Mahlsdorf - eines Außenseiters unter Außenseitern, wie er/sie selbst sagt.

1928 geboren, wächst sie (ich lege mich jetzt auf dieses Geschlecht fest) in der Nazizeit auf. Die Familie leidet unter einem herrischen, sadistischen Vater. ChvM erschlägt ihn, um in erster Linie ihre Mutter zu schützen, wird dafür inhaftiert und in den Wirren des Kriegsendes entlassen.

ChvM hat schon während des Krieges Möbel und andere Gegenstände aus der Gründerzeit gesammelt. Ein etwas bitterer Beigeschmack kam bei mir auf, weil eben viele Gegenstände, die später in dem Privatmuseum ausgestellt wurden, von deportierten Juden stammten ...

Auf jeden Fall war es sehr interessant zu lesen, wie ChvM sich später zu DDR-Zeiten mit den Behörden und staatlichen Organen herumschlagen musste, weil sie ganz einfach ihren Lebenstraum erfüllen wollte. Von ihrer Sexualität bis hin zu ihrem Museum. Dass sie damit nicht DDR-konform war, ist ihr manchmal fast zum Verhängnis geworden.

Interessant war in diesem Buch für mich auch der ganze kunstgeschichtliche Aspekt, ich habe viel über die verschiedenen Epochen gelernt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Am 17.5. geboren... 2. Mai 2007
Format:Taschenbuch
... ist Charlotte von Mahlsdorff alias Lothar Berfelde zwar nicht, aber in Anspielung auf den Homosexuellen-Paragraphen machte er aus seiner sexuellen Orientierung nie ein Geheimnis und fiel als bekennender Transvestit sowohl unter den Nazis als auch in der damaligen DDR stets auf. In "Ich bin meine eigene Frau" erzählt der so liebenswert-freundliche Charlotte von Mahlsdorf von stürmischen Zeiten!

Jahrgang 1928, wächst er in einer freisinnigen Familie, jedoch mit einem äußerst jähzornigen Vater, auf. Mutter und Tanten akzeptieren den spleenigen Jungen, der sich früh für Kunst und Möbel interessiert und am liebsten staubwischt, so wie er ist. Sein Vater aber triezt ihn und als er immer wieder Lothars Mutter verprügelt, schlägt Lothar eines Tages zurück. Mit schrecklichen Folgen, sein Vater stirbt. Ihm droht das Todesurteil, aber das Naziregime befindet sich bereits in der Auflösung und im hart umkämpften Berlin gelingt ihm schließlich die Flucht. Es beginnt eine herrliche Zeit: Lothar streift durch die Trümmer und Ruinen und trägt wieder eine beachtliche Gründerzeit-Sammlung zusammen, mit der Schloss Mahlsdorff eingerichtet wird. Um diesen mehr und mehr verfallenden Besitz beginnt schließlich ein zähes Ringen, bis Charlotte schließlich dort ihr Museum eröffnen darf. Eine DDR-Posse, die, wenn sie nicht so traurig wäre, zum Schreien komisch war.
Und aus ihm/ihr wird schließlich eine Ikone, dabei wollte sie nie mehr sein als ein "gutes Dienstmädchen", dass sich hingebungsvoll dem Bewahren von Altem und Seltenem widmet.

Besonders gefallen hat mir die Episode, als Charlotte eine komplett erhaltene Spelunke, die Mulackritze, in denen in den Zwanziger Jahren Kleinkriminelle, Sparvereine, Prostituierte, Künstler und Filmstars verkehrten, vor dem Abriss rettet. Bis heute ist die Mulackritze das Herzstück des Gründerzeitmuseums in Mahlsdorf.

Mit persönlicher Bescheidenheit, Wärme und Mutterwitz erzählt hier ein Wanderer zwischen den Welten in eigener Sache. Denn seine Orientierung hatte auch seine Schattenseiten, die er nach der Veröffentlichung des Buches mit aller Härte erfahren musste. Rechtsradikale überfielen ihn, er versuchte, in Schweden ein neues Gründerzeitmuseum zu gründen, was scheiterte. Stasi-Vorwürfe kamen hinzu, zuviel für ein eigentlich sehr zurückhaltendes und liebenswertes Wesen, das Lothar/Charlotte stets auszeichnete!
Ein viel zu wichtiges Buch, um schon vergessen zu werden!
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