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Ich bin meine eigene Frau
 
 
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Ich bin meine eigene Frau [Taschenbuch]

Charlotte von Mahlsdorf , Lothar Berfelde
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Dtv; Auflage: 3. Auflage (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423120614
  • ISBN-13: 978-3423120616
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 630.802 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Charlotte von Mahlsdorf
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 26.11.2002
Noch zwei Tage vor ihrem Tod konnte Charlotte von Mahlsdorf, mit bürgerlichen Namen Lothar Berfelde, ihre Autobiografie in einem Berliner Tonstudio einsprechen, berichtet Eva Behrendt, die sich "völlig unerwartet" von diesem akustischen Dokument in Bann gezogen sieht. Das liegt vor allem an Mahlsdorf Stimme, der man alte preußischen Tugenden wie aufrechtes Sitzen und deutliche Artikulation unverkennbar anmerke. Da würden keine Endsilben vernuschelt oder Satzzeichen unterschlagen, behauptet Behrendt und merkt an, dass vielleicht alles "einen Hauch" zu ernst oder zu steif sei. Wie bei einer Märchentante, meint sie, vermeintlich ein bisschen "einfältig". Dieser Duktus steht in deutlichem Kontrast zur bewegenden Autobiografie von Mahlsdorfs, die den eigenen gewalttätigen Vater erschlägt, in Haft und 45 wieder frei kommt, ein Transvestitendasein in der spießigen DDR führt und dort ihr Lebensprojekt, ein Gründerzeitmuseum, in Angriff nimmt. Von Mahlsdorf Stimme lässt ahnen, meint Behrendt, dass ihr Spleen manchmal nahe am Wahnsinn stand, wenn sie ihre irrwitzigen Rettungsaktionen gründerzeitlicher Möbel im Bombenhagel beschreibe. Von Mahlsdorf ging es dabei nie um persönlichen Besitz, merkt Behrendt an, sondern stets um den Erhalt für die Nachwelt - mit diesem Tondokument ist ihr dies nach Behrendt, was ihr eigenes Leben angeht, eindrucksvoll gelungen.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Die Autobiographie Charlotte von Mahlsdorfs, Deutschlands berühmtestem Transvestit.

Ein Projekt der Edition diá


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In ihrem Gründerzeitmuseum bei Berlin, dessen Austellungsstücke sie über Jahrzehnte zusammengetragen hatte, wird man Charlotte von Mahlsdorf nicht mehr treffen. Vor einigen Jahren wanderte sie nach Schweden aus - eine Flucht vor zunehmenden neonazistischen Übergriffen. Solche Aktionen kannte sie noch aus ihrer Jugend. Geboren als Lothar Berfelde im Berlin der Spätzwanziger, entdeckte sie bald ihre Andersartigkeit. Unterstützt unter anderem von einer lesbischen Tante, lief sie bald in Kleidern durch die Gegend und entdeckte ihre Liebe zu alten Möbeln. Der Krieg und die Besatzungszeit waren von ständiger Angst geprägt, auch wenn sich das Schreckliche zuweilen in Komik verkehrte, z.B. als ein sowjetischer Soldat sie vergewaltigen wollte und sehr verblüfft über seinen Irrtum war. Nach dem Krieg begann Charlotte von Mahlsdorf, gegen zahlreiche bürokratische Hindernisse ein Gutshaus in Mahlsdorf zu restaurieren und zu einem Museum für ihre Gründerzeitmöbel zu machen. Sie wurde in dieser Zeit zu einer Ikone der Homosexuellen-Szene in der DDR. Das Buch ist sehr stilbewußt geschrieben und die Beharrlichkeit, mit der sie ihre Ziele verfolgte, ist bewundernswert. Man erfährt viel über sexuelle Minderheiten in der DDR und der Aufbruchsstimmung der Wendezeit. Ein unvergleichliches Leben, das sie selbst mit aristokratischem Charme schildert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Also, ich wohne kaum ein paar Hundert Meter von genau Ihrem Gründerzeitmuseum weg. Für uns Mahlsdorfer (Randberliner) ist dieses Museum von sehr hoher kultureller Bedeutung. Die Sorgen und Freuden der erst in diesm Jahr verstorbenen Charlotte von Mahlsdorf, ihr Einsatz für dieses Museum, ihr Wirken und Auftreten ist etwas ganz besonderes. Leider konnte ich dieses nur in den letzten wenigen Jahren selbst miterleben, aber dieses Buch erklärt vieles, was man im persönlichen Umgang nicht ganz verstanden hat - und sich nicht traute zu fragen. Also für jeden Mahlsdorfer eine Pflichtlektüre. Und der Ausdruck der tiefen Trauer über ihren plötzlichen Tod.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von missmelli
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Charlotte von Mahlsdorf, eine bemerkenswerte Frau, die eigentlich gar keine Frau ist. Zumindest Körperlich. Geboren als Lothar Behrfelde in den späten Zwanziger Jahren in Berlin im Körper eines Jungen, merkt sie bald, dass sie im falschen Körper lebt. Immer wieder bringt sie diese Andersartigkeit mit der Gesellschaft und den damaligen Gesetzen in Konflikt. Nicht genug damit: ihre Vorliebe für alte Möbel (die ich teile) lässt sie ein Museum gründen. Ganz allein und nie ihre weibliche Seite vernachlässigend renoviert sie das marode Gebäude und rettes es vor dem Abriß. Aufgrund dieses Buches besuchte ich das Gründerzeitmuseum vor ca. 2 Jahre. Leider wohnt Charlotte nicht mehr dort. Ständig wiederkehrende Querelen mit den Nazis zwangen sie schon vor Jahren zur Auswanderung nach Schweden. Charlottes Schreibstil packt einen, so daß man sich wünscht, auch trotz der damaligen Probleme in diesen Jahren dabeigewesen zu sein. Ein super Buch, ich habe es sicherlich nicht zum letzten Mal gelesen.
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