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Ich bin der letzte Jude: Treblinka 1942/43Aufzeichnungen für die Nachwelt
 
 
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Ich bin der letzte Jude: Treblinka 1942/43Aufzeichnungen für die Nachwelt [Taschenbuch]

Chil Rajchman , Ulrike Bokelmann
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


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Chil Rajchman
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Es sind die schonungslosen und genauen Beobachtungen, die dieses historische Dokument so einmalig machen.« Stuttgarter Zeitung • »Die schonungslosen, genauen Beschreibungen und der direkte Erzählstil zeichnen dieses zutiefst verstörende Zeugnis aus der Hölle aus.« ARD • »Die Entdeckung dieses Dokuments ist eine zeitgeschichtliche Sensation.« Neues Deutschland

Kurzbeschreibung

Mit Chil Rajchmans Bericht aus Treblinka öffnet sich ein Zeitfenster in die Vergangenheit: Verfasst unmittelbar unter dem Eindruck der Erlebnisse, wurde dieser Text erst nach über 60 Jahren wiederentdeckt. Seine Veröffentlichung war eine zeitgeschichtliche Sensation. Rajchman beschreibt die Todesfabrik Treblinka, wie sie unzählige Menschen verschlingt, sie vernichtet. Aber er erzählt auch, wie es 1943 zu jenem Aufstand der Häftlinge kam, an dem er führend beteiligt war. Als einer der wenigen gelingt ihm die Flucht. Er überlebt. Und berichtet für uns, die Nachgeborenen, was er in der Hölle von Treblinka erlebte.


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zum Sterben verdammt 5. November 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Es bedarf starker Nerven, um diesen Bericht aus dem Todeslager Treblinka zu lesen.

" Abgeschlossen ist die Zeit, da die Tage lebendig, kostbar und unwiederbringlich einander jagten, und die Zukunft steht grau und massig vor uns wie ein unbezwingbares Hindernis. Für uns ist die Geschichte stehen geblieben."

Diese fast archaischen Worte Primo Levis stehen am Beginn eines Zeugenberichts, der schlicht, nüchtern, präzise und kalt auflistet, was den Menschen im Todeslager Treblinka angetan worden ist.

Der aus Polen stammende Jude Chil Rajchman ist einer der wenigen Menschen, die das Lager Treblinka überlebt haben. Er hat das Jahr 1942 - 1943 im Lager verbracht. Nach dem Häftlingsaufstand von 1943 und seiner sensationell gelungenen Flucht hat er unmittelbar über seine Erlebnisse klare und eindeutige Aufzeichnungen verfasst.
Die meisten Berichte von Überlebenden sind Jahre nach dem Holocaust im Rückblick aufgezeichnet worden. Nicht so Chil Rajchmans Bezeugungen von einem Unrecht, das unfassbar und nicht vorstellbar in seinen Dimensionen ist.

Niemand wird verstehen können, was in den Mördern und Henkern und was in den Opfern vor sich ging.
Der Sadismus und die Grausamkeit der Mörder zeigt die Entartung des Menschen, der alle Errungenschaften der Zivilisation und des Menschseins aufgegeben hatte. Die fabrikmäßige"Entsorgung" jener, die aus der Gesellschaft laut Deklaration des Hitlerregimes ausgeschlossen wurden, weil sie der Gattung des Menschen als nicht "mehr zugehörig" erklärt wurden, ist mit der uns zur Verfügung stehenden Sprache nicht zu beschreiben. Chil Rajchman hat es gewagt, und seine Berührung mit der Hölle wird zu einem überzeugenden und bleibenden Zeugnis dafür, wie sehr Menschen dem Bösen anheim fallen können.

Niemand mag verstehen, und niemand vermag zu sagen, wie es zur Degeneration einer ganzen Gesellschaft kommen konnte, in der sich deren Mitglieder bar jeder Menschlichkeit zu Mördern, Sadisten und grausamen Vollstreckern des Aburteilens ganzer Ethnien und besonders der Juden hergeben konnten.

Mehr kann man zu diesem Buch nicht sagen, denn es nimmt einem den Atem und raubt einem die Stimme!

Zeitgleich in elf Ländern erscheint diese zeitgeschichtliche Dokumentation, die bisher nur der engsten Familie bekannt war.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Raetion
Format:Gebundene Ausgabe
... auch dieses ein vorangestelltes Zitat: "Von einer furchtbaren Wahrheit zu berichten ist die Pflicht des Schriftstellers, und die Bürgerpflicht des Lesers ist es, sie zu erfahren. Jeder, der sich abwendet, die Augen schließt und vorbeigeht, verletzt das Andenken der Ermordeten." Wassili Grossman
Jechiel (Chil) Rajchman flieht mit seinen Geschwistern und seinem Vater aus Lodz in den östlichen Teil Polens. Dort haben sie einige Zeit Ruhe vor den Besatzern, doch schließlich wird auch die Gegend um Lublin judenrein gemacht: die Menschen werden in Ghettos gesammelt und auf die Arbeits- vor allem aber die Vernichtungslager verteilt.
Als der Zug in Treblinka hält, wird schnell klar, dass alle Hoffnungen vergebens, schlimmste Befürchtungen aber noch übertroffen werden. Rajchman gibt sich in einem Moment als Frisör aus und überlebt. Doch was er überlebt, erschüttert zutiefst. Wer bezweifelt, dass die Judenverfolgung wahrscheinlich der größte Raubmord in der Menschheitsgeschichte war - mit deutscher Gründlichkeit und Effizienz durchgeführt - , der möge dieses Buch lesen.
Treblinka war Teil der Aktion Reinhard, in der viele der "Experten", die zuvor bei der Aktion T4, der Beseitigung lebensunwerten Lebens zur Pflege der deutschen Rasse, ihre Erfahrungen einbringen und weiterentwickeln konnten. So starben die Opfer von Treblinka an den Abgasen eines requirierten sowjetischen Panzermotors - über eine Zeitdauer von 20 bis 45 Minuten.
Dieser Bericht ist meines Erachtens überaus wertvoll. Etwas geärgert hat mich allerdings das Vorwort wegen Schlamperei: Lodz liegt nicht im Ostteil Polens. Dafür, dass das Buch erst 2009 erschienen ist, ist es auch verwunderlich, dass die französische Verfasserin des Vorworts nur auf zwei weitere Texte von Überlebenden hinweist, während beispielsweise Marek Edelmans "Das Ghetto kämpft", das ebenfalls sehr zeitnah, kurz nach dem Krieg, abgefasst wurde, nicht erwähnt wird. Hier macht sich vielleicht auch das Engagement unserer deutschen Verleger bemerkbar, die sich große Mühe geben, möglichst viele Quellen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Mein Gemecker gilt aber Kleinigkeiten, die niemenden davon abhalten sollen, diesen Bereicht eines Augenzeugen zu lesen. Denn das Vorwort liefert dazu auch einige gute Hintergrundinformationen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Fabrik des Todes... 9. Januar 2010
Format:Gebundene Ausgabe
... genannt Treblinka, steht für äüßerste Rationalität und Perfektion beim Morden mehrerer hunderttausender Menschen. Nur einige ganz wenige überlebten diese Hölle. Chil Rajchman ist einer von ihnen. Nach der geglückten Flucht schreibt er seine Erlebnisse und Eindrücke nieder. Jetzt, über 60 Jahre später, kommt dieser Bericht an die Öffentlichkeit und er hat nichts von seiner erschreckenden Wirkung verloren.

Ich habe schon einige Berichte von Holocaust-Überlebenden gelesen, doch dieser war an brutaler Direktheit und Offenheit nicht zu überbieten. Im Telegramm-Stil und in geradezu trockener, gelegentlich mit zynischen Spitzen gespickten Erzählweise lässt Chil Rajchman die Nachwelt von den Grausamkeiten in Treblinka erfahren. Und er trichtert dem Leser mit seinen Erinnerungen noch mal ein: So etwas darf nie wieder geschehen!

In "Ich bin der letzte Jude" schildert er ausführlich den Aufbau und den Ablauf von Treblinka. Man erfährt vom Leben der Häftlinge und der sadistischen Gewissenlosigkeit der SS-Aufseher und der ukrainischen Wachen. Er beschreibt auch die Vorbereitung des Häftlingsaufstandes und der Flucht aus Treblinka.

Für alle, die an weiterer Literatur dieser Art interessiert sind, empfehle ich die Bücher "Renas Versprechen" und "Das Mädchenorchester von Auschwitz".
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