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Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen [Kindle Edition]

Wladimir Kaminer , Vitali P. Konstantinov
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

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Sicher, Wladimir Kaminer, der Deutsche russisch-jüdischer Abstammung, der mit dem Buch Russendisko und der gleichnamigen Partyreihe international bekannt wurde, ist weder in Berlin geschweige denn in Deutschland geboren noch besitzt er den typische Berliner Schnauze. Demnach ist er tatsächlich kein Berliner, auch wenn er seit 1990 dort lebt. Andererseits verkörpert er mit seinen kreativen Ideen, seinem Humor und seiner ganzen Lebenseinstellung das Berlinerische der Gegenwart so wie kein Anderer. Demnach ein echter Berliner also.

Letzte Zweifel, ob Kaminer einer ist, der sich in Berlin auskennt, verfliegen, wenn man die 33 heiteren Kurzkapitel liest, denn die zeugen von einer echten Ortskenntnis. In jeder Episode erzählt er eine kleine Geschichte rund um ein Thema oder einen Ort, den man als Nicht-Berliner durchaus einmal besuchen sollte -- als Berliner sowieso. Eine kurze Auswahl: Welchen Unterschied gibt es zwischen Ost- und Westberliner Steuerberatern? Wo kriegt man zehn Kilo Bananen für 50 Cent und mit etwas Glück noch einen Opel Kadett obendrauf? Und was machen eigentlich die Tschuktschen, Berlins kleinste Minderheit? Wie so meist bei Kaminer sind die Pointen sehr schön gesetzt, wer nicht zumindest schmunzelt, hat sich entweder am Kaminerschen Stil sattgelesen oder ist gerade einfach nicht in der Stimmung.

Doch es geht nicht nur um spaßige Anekdoten. Denn bei "Ich bin kein Berliner" kommt noch der reisepraktische Aspekt dazu. Am Ende jeden Kapitels und hinten im Buch finden sich sämtliche Adressen zu den Orten sowie einige Informationen zu ihnen. Wer die beherzigt, kann wahrlich kein fauler Tourist sein, denn allein die Tippsammlung erstreckt sich über 35 Seiten. Fazit: Ein schönes Beispiel, wie es gelingt, einen Reiseführer einmal anders, als Geschichtenband, zu gestalten und dennoch einen konkreten Nutzwert zu schaffen. Ob dieses Konzept auch für andere Städte gelingen kann? Nur, wenn sich adäquate Autoren finden lassen -- das wird nicht so einfach sein. -- Christian Haas

Pressestimmen

"Es ist wie im richtigen Leben, nur viel, viel komischer! Und deswegen ist Kaminer auf der ZDF-Vorschlagsliste für die Lieblingsbücher der Deutschen." (Kulturjournal (NDR))

"Es fällt schwer, ihn nicht zu lieben: Wladimir Kaminer, der russische Lakoniker aus Berlin, sucht nicht, sondern findet das Besondere." (Welt am Sonntag)

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1122 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 253 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3442542405
  • Verlag: Goldmann Verlag (28. Juli 2010)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004OL2CH0
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #35.642 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Mehr über den Autor

Seine kaukasische Schwiegermutter, die deutsche Liebe zum Rhabarber, die Freuden und Qualen des Vaterseins oder russische Popmusik inspirieren Wladimir Kaminer (*1967) zu seinen humorvollen Texten. Der ausgebildete Toningenieur und studierte Dramaturg zog 1990 von Moskau nach Berlin, wo er heute mit seiner Familie lebt. In Deutschland begann Kaminer über Alltagsbeobachtungen und die Eigenheiten der Einheimischen zu schreiben. Sein erstes Buch "Schönhauser Allee" erschien 2001. Kaminer widmet sich außerdem in der Hörbuchreihe "Berichte aus den Tiefen der russischen Literatur" den berühmtesten Schriftstellern seines Heimatlandes. Auch als Initiator der inzwischen international bekannten Tanzveranstaltung "Russendisko" machte sich Kaminer einen Namen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feine (Selbst-)Ironie! 24. April 2007
Format:Taschenbuch
Man muss keinen Berlin-Trip in der kurzfristigen Reiseplanung haben, um an Wladimir Kaminers ungewöhnlichem Stadt-Porträt Gefallen zu finden. Der Untertitel, so der Autor bei einer Lesung, die ich gestern besuchte, lege ja nahe, dass das Werk für "faule Touristen" geschrieben sei. Selbst für solche, die zu faul seien, nach Berlin zu reisen....

So darf der Leser also vom heimischen Sofa einen Blick auf das Leben und Treiben in der Hauptstadt werfen. Aus der ganz eigenen Perspektive des 1990 zugereisten gebürtigen Moskauers. Wir erfahren unter anderem, wie in den "Sümpfen des Neolithikums" durch das Aufeinanderprallen von Affen-Kult-frönenden Frühmenschen und ihren heiligen Bären huldigenden Rivalen eine Stadt entstehen konnte. Diese Stadt und die Menschen, die heute in ihr leben ( Ur-Berliner, Zugereiste und ethnische Minderheiten, last not least Russen ) beschreibt Kaminer mit feiner Ironie und gewohnt pointiert.

Wer wissen möchte, was Steuerberater und Frisöre in West- und Ostteil der Stadt auch lange nach Mauerfall noch unterscheidet, und warum Taiwanesen in Berlin so unauffällig sind, dass nicht einmal die Chinesen sie erkennen, geschweige denn jemand ihre Restaurants finden würde, bekommt hier Antworten. Wunderbar zu lesen ist auch Kaminers augenzwinkernd-distanzierte Betrachtung seiner eigenen Versuche als Berlin-Reporter des Frühstücksfernsehens.....

Es ist immer wieder verblüffend, wie nuanciert der gebürtige Russe die deutsche Sprache benutzt. Seine feine Ironie ist stets treffend, meist liebevoll und nie verletzend. Kein Zweifel, der Wahl-Berliner mag die Stadt und ihre Menschen!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein typischer Kaminer 14. Mai 2007
Von A. Hohm
Format:Taschenbuch
Dabei war es eine benahe geniale Idee: Kaminer bewegt sich durch seine Stadt und sein Lieblingsthema BERLIN und lässt den Leser diesmal sogar mit praktischen Tipps für den nächsten Berlin-Trip an seiner Route teilnehmen. Alles ist ansprechend verpackt, mit einem netten Cover versehen und einem interessanten Titel bestückt. Der Autoren-Name tut das seinige zum Appetitmachen dazu, verspricht er doch einen durchaus literarischen Anspruch. Mit einem blutenden Herzen muss man sich jedoch schnell eingestehen, dass die Verpackung diesmal leider nicht hält, was sie verspricht.

Anfänglich balanciert er noch in gewohnter Kaminer-Manier zwischen charmant-lustigen bis zynisch-deftigen Anekdoten, kommt dann aber relativ schnell ins Schleudern, wankt zwischen einer allzu gewollt komischen Stimmung, plattem Witz und belanglosem Nonsens, um letztendlich für den Großteil des Werkes in der wenig amüsanten Blödelecke zu kampieren. Ein Beispiel findet sich auf der Seite 123. Seinen Informationen zu Folge wäre es durchaus denkbar, dass man im Tiergarten von einer türkischen, polnischen, koreanischen, arabischen oder griechischen Grillgesellschaft eingeladen wird. Höflichkeitshalber sollte man da nicht mit leeren Händen dastehen. Sein Fazit: <Deswegen sollte man auf alle Fälle immer ein paar Hühnerbeine in der Tasche haben.>
Kaminer wirkt beizeiten fahrig, unstrukturiert und gibt dem Leser das Gefühl, als hätte er nicht mehr wirklich etwas zu erzählen. Vielleicht hat er seine Lieblingsthemen BERLIN und PRENZLAUER BERG dann doch schon zu sehr abgegrast.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich bin kein Reiseführer 8. April 2007
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Wer den Autor kennt, kennt eigentlich auch schon das Buch. Wladimir Kaminer, schon seit der Wende in Berlin lebender Autor russischer Herkunft, ist nicht nur für einen bekannten Teil des Berliner Nachtlebens verantwortlich, er begleitet das alltägliche Leben in der Hauptstadt auch mit einer unnachahmlichen Mischung aus Selbstironie und analytischer Distanz. Begonnen hat er mit dem Erfolgsbuch Russendisko, danach folgten einige, etwas schwächere Bände, als er versuchte, den Erfolg mit gleichen Mitteln zu wiederholen. Mittlerweile haben seine Bücher einen thematischen Schwerpunkt (wie Kochen in "Küche totalitär"), erzählen aber immer noch im Wesentlichen vom Leben, seinen Unglückfällen und den merkwürdigen Menschen, die in beidem heimisch sind.

In diesem Buch geht es mal wieder um die Heimatstadt Kaminers, das schöne Berlin. Wieder begleiten wir ihn auf seinen Wegen durch die Stadt, sei es als Familienvater, sei es als Teil eines Fernsehteams des ZDF, sei es als Mitglied der großen, russischen Gemeinschaft in der Stadt. Und tatsächlich ähnelt sein Blick oft dem des Touristen, der sich über die Sitten und Gebräuche der Einheimischen immer wieder wundern muss. Folklore, das ist vielleicht der beste Begriff, wenn es darum geht, alle der vielen, kleinen Geschichten des Buches mit einem Wort zu beschreiben. So lesen wir über das merkwürdige Verhalten der Berliner beim Kampf um das tägliche Brot, beim Besuch der Grünen Woche, beim Fussballspielen, bei Kunstherstellung und Kunstgenuss. Wie lernen, wie Pferderennen in Berlin funktioniert und welche Fauna in der Stadt erfolgreich überlebt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Berlin -- ich komme !
Super Reiseführer! Wenn auch nicht mehr aktuell, dafür sehr amüsant und einige gute Tipps sind dabei. Macht Lust auf Berlin in seiner Komplexität .
Vor 3 Monaten von W. Petra veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Kuriose Anekdoten über die Hauptstadt und ihre Bewohner
Wladimir Kaminer kenne ich als Autor amüsanter zeitgenössischer Prosa. Viele seiner Geschichten spielen in Berlin. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von fictionmaster veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Reiseführer nicht für den Mainstream
Wer Berlin an einem Tag haben will - Tegel landen - Brandenburger Tor, Reichstagkuppel, Check Point Charly, Gedächtniskirche, Kudamm - Tegel starten der hat keine Zeit... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen lustig
absolut witzig, kann man immer wieder lesen. hab das buch auch schon 2 mal verschenkt :-) kaminer hats eben drauf ;-)
Vor 10 Monaten von kalinka veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen unterhaltsam
Ein typischer Kaminer halt! Wie alles seine Bücher lustig geschrieben. Liest sich einfach nur gut, Wir können es auf jeden Fall weiterempfehlen
Vor 10 Monaten von U., Tina veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen der Nichtberliner
der autor Kaminer ist verstaen dlich und klar in seiner diction. etwas zu einfach geschrieben und ohne wirklichen 'berliner' witz/humor...

H.R.
Vor 10 Monaten von hans rudat veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Zugezogene zu empfehlen
Dieses Buch ist ein Geschenk an eine Kommilitonin und mitlerweile Freuendin,
die sich schweren Herzen der Liebe wegen aus Ihrer Heimat Hamburg nach
Berlin aufmachte. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Hundenarr veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr informativ und wie immer auch mit Freude gelesen.
In diesem Buch habe ich neue Seiten von Berlin kennengelernt. Bei meiner nächsten Reise nach Berlin werde ich bestimmt einen der genannten Orte aufsuchen.
Vor 15 Monaten von Mia Room veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Mein erster "Kaminer"
Da dies mein erstes Buch von W. Kaminer war, bin ich vermutlich im Vorteil gegenüber denen, die zuvor schon andere Bücher des Autors gelesen hatten. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Zollta69 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Reiseführer
Der Berlin-Reiseführer der anderen Art von Wladimir Kaminer hat mir sehr gut gefallen. Mit seinem typischen, etwas ironischen Schreibstil tastet er sich an berliner Eigenarten... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Wolfsblut veröffentlicht
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