... und ich muss leider sagen, dass mich das Buch, trotz vieler Parallelen mit der Autorin, überhaupt nicht berührt hat. Ich denke es liegt an der banalen, kindlichen Schreibweise und zu wenigen Informationen, wie es in ihr drin, emotional, wirklich aussah. Ich hätte gerne mehr über ihre Gedankenwelt und ihre eigene Entwicklung während des Krieges erfahren. Aber es ist eben nur ein banales Tagebuch und sie beschreibt recht oberflächlich, manchmal nur in 2-3 Sätzen, wie der Tag so war... Leider hat das Buch wirklich null Tiefgang und dass der Krieg schrecklich, furchtbar und leidbringend ist, das ist jedem klar und es wirkt manchmal so seltsam, wenn es einfach nur so da steht ("Wut! Verzweiflung! Lieber Gott!" <- nur Gedächtnisprotokoll). Es wirkt manchmal so deplatziert und bringt eben nicht das wirkliche Gefühl rüber. Leider. :-(
Für mich als Betroffene war es dennoch interessant zu erfahren, was damals alles vor sich gegangen ist, nachdem wir Sarajevo verlassen hatten. Die wenigen Informationen über die Stadt selbst, die die Autorin darüber preis gibt, haben meine Neugier diesbezüglich schon etwas befriedigt.