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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
An schlichter Schönheit nicht zu übertreffen,
Von Romeo Schmid (Binningen (Schweiz)) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ich bin da (Gebundene Ausgabe)
Mit einer kindlich-naiven, der Erwachsenenwelt entgegentaumelnden Optik und in einer an schlichter Schönheit nicht zu übertreffenden Sprache lässt de Lucca die fragmentarischen Tagebuchaufzeichnungen eines Dreizehnjährigen lebendig werden. Da wächst - vom Ich-Erzähler selbst noch unbemerkt - eine Kraft heran, die nicht nur für den einen Bumeran-Wurf reichen wird, sondern Hoffnung entstehen lässt, das Elend von Montedidio wenn nicht verlassen, so doch bewältigen zu können.Wenn der alte Jude im Scheine einer Kerze seine Zwiebel schält, so glaubt man auch, dass er am Schluss mit seinen eigenen Flügeln nach Jerusalem fliegen wird. Ein unglaublich poetisches Buch; unbedingt empfehlenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wie schreibt man Bumeran(g)?,
Von Mitternachtsleser (Berlin-Taunusstein-Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ich bin da (Gebundene Ausgabe)
De Luca schildert die Geschichte eines dreizehnjährigen Jungen, der in ärmsten Verhältnissen im Neapel der 1960er Jahre lebt, (im Stadtteil „Montedidio", so der Originaltitel). Hier leben einfache Leute, die meist nicht einmal des Italienischen mächtig sind, sondern nur „Neapolitanisch" sprechen. Der Vater des Ich-Erzählers, ein Hafenarbeiter, schickt seinen Sohn zur Schreinerlehre bei Meister Errico und schenkt ihm vorher einen Bumerang, der auf den Jungen eine seltsame Faszination ausübt. Von nun an übt er jeden Abend die Handhabung dieser exotischen Waffe, ohne jedoch einen Wurf damit zu wagen, denn diesen einen und einzigen Wurf plant er für die Neujahrsnacht. Er lernt viel über das Leben durch Gespräche mit dem welterfahrenen Gesellen des Schreinermeisters, Don Raffanello, der eigentlich Rav Daniel heißt und als Jude nur mit Not dem Holocaust entkommen war. Zugleich erlebt der Ich-Erzähler die erste große Liebe mit Maria, die er gegen die Nachstellungen durch den Vermieter verteidigt. Schließlich wagt der Erzähler den Wurf mit dem Bumerang...Das Buch ist von einer eigenartig-faszinierenden Atmosphäre: es schildert die Armut der Bewohner von Montedidio sehr eindringlich. Dabei bleibt es trotz vieler tragischer Elemente - z.B. dem Tod der Mutter des Erzählers - immer optimistisch, fast fröhlich, gleichsam auf positive Weise naiv. De Luca erzählt konsequent aus der Sicht des jugendlichen Erzählers, dessen unbedarfte Weltsicht das Buch stellenweise zu einem Beispiel des Phantastischen Realismus macht. So überkommt den Leser oft das Gefühl, ein modernes Märchen zu lesen, bei dem aber, anders als in Märchen üblich, das Ende nicht eindeutig festgelegt ist. P.S. Der Bumerang wird im gesamten Buch konsequent „Bumeran" geschrieben, obwohl er kein Opfer der Rechtschreibreform ist. Offensichtlich ein - etwas unglücklicher - Versuch der Übersetzer, die mangelhafte Sprachbeherrschung der Akteure auch textlich abzubilden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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