Beruflich ist es mit Marshall (Judge Reinhold) ziemlich aufwärts gegangen. Allerdings hat seine Familie darunter gelitten. Die Scheidung wurde Tatsache. Somit hat sein Sohn Charlie (Fred Savage) nicht mehr viel von seinem Vater. Nach einer geschäftlichen Reise nach Asien kommt der Vater unfreiwillig an eine mysteriöse Schädelskulptur. Hinter dieser ist ein Schmugglerpärchen her. Inzwischen sorgt eine Auseinandersetzung dafür, dass sich wegen der magischen Kräfte der Skulptur plötzlich Vater und Sohn im Körper des jeweils anderen wiederfinden. Das bringt einiges durcheinander. Als die beiden einige Turbulenzen überwunden haben, geht auch noch die Hatz auf die Skulptur los.
Alle paar Jahre wird die "Körpertausch-Komödie" reaktiviert. Der vorliegende Film VICE VERSA (Columbia Pictures, 1988) ist aus einer Zeit, als dieses Thema filmisch besonders eifrig behandelt wurde. Der Film (DVD-Laufzeit: knapp 95 Minuten) ist witzig, kurzweilig und lässt seinen Figuren viel Raum zur Entfaltung. Natürlich sind viele für solche Fälle übliche Klischees enthalten, aber sie werden teilweise auch gleich noch aufs Korn genommen. Die Inszenierung ist gelungen und wirkt auch aus heutiger Sicht nicht verstaubt. Unter seinesgleichen muss der Film sich nicht verstecken.
Die Gestaltung der DVD ist nicht ganz so hintergründig wie es der Humor des Films zuweilen ist. Bonusmaterial findet man nämlich darauf, abgesehen von etwas Programmvorschau, nicht. Die Auswahl an Audiosprachen und Untertiteln ist für Sony-Verhältnisse ziemlich überschaubar. Immerhin ist das Bild im Format 1,85:1 (16:9) ziemlich gut, ebenso die Tonqualität. Schade, dass da nicht etwas mehr geboten wird. Da ist die Aufbereitung fast so liebevoll wie Charlies Pampe aus der Schulmensa. Damit gibt es in der Schlusswertung drei von fünf kurzen Krawattenknüpfkursen.