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Ich bezahle für Sex - Aufzeichnungen eines Freiers [Gebundene Ausgabe]

Stefan Pörtner , Chester Brown
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

8. März 2012
Chester Brown ist nicht nur einer der besten Comic-Künstler der Gegenwart, er ist auch einer der kompromisslosesten Meister dieses Genres. Sensibel und schonungslos erzählt er im vorliegenden Buch von seinem Leben mit Prostituierten. Dabei stellt er nicht nur das Ideal der romantischen Liebe infrage, er schildert auch provokant und verblüffend sachlich, dass er die Inanspruchnahme von käuflichem Sex nicht nur legitim findet - sondern sinnvoll, besser und ehrlicher. Seine Ansichten über Prostitution muss man keineswegs teilen, um Gewinn aus der Lektüre zu ziehen. Sie wird einen beschäftigen, weil «Ich bezahle für Sex» mit grafischen Mitteln erzählte Literatur ist. Mit klaren, reduzierten Linien berichtet Brown von seiner Gefühls- und Gedankenwelt, und verweist dadurch auf den generellen Charakter menschlicher Beziehungen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 280 Seiten
  • Verlag: Walde+Graf; Auflage: 1 (8. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3037740450
  • ISBN-13: 978-3037740453
  • Originaltitel: Paying for it
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 266.760 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

«Ein aufklärerisches, anrührendes, intimes, kontroverses und erzählerisch packendes Buch, das man nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen mag.» Der Tagesspiegel (Der Tagesspiegel)

«Chester Browns offenherziger Bericht bietet eine aufschlussreiche Perspektive auf ein Gewerbe, das so schnell nicht verschwinden wird.» (The Guardian)

Über den Autor

Chester Brown begann seine Karriere in den 1980er Jahren in Toronto. 1986 erschien seine erste Graphic Novel «Ed the Happy Clown». Es folgten «The Playboy» und «Louis Riel». Der Comic über den legendären kanadischen Politiker und Mystiker Louis Riel war 2004 für zwei «Eisner Awards» nominiert und 2011 wurde Brown in die «Canadian Comic Book Creator Hall of Fame» eingeführt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jo84 TOP 500 REZENSENT
Der kanadische Comiczeichner Chester Brown(Ed The Happy Clown,The Playboy,Louis Riel)entschloß sich 1996,keine "romantische Liebe" mehr in seinem Leben zu erwarten,sondern sich auf käufliche Liebe zu verlagern. "Eine Last,die ich seit meiner Jugend herumtrug,war abgefallen. Die Last ist nie zurückgekehrt." schreibt er in einer kurzen Sequenz des Buches. "Nach all den Jahren habe ich erkannt,was mich glücklich macht,und mein Leben entsprechend geändert." Bei seinen Freunden,die wie er hauptberufliche Comiczeichner sind,stößt sein Entschluß auf Unverständnis. Einige versuchen,ihn in Diskussionen von der Unrichtigkeit seiner Entscheidung zu überzeugen. Sie geben alle möglichen Gründe an,warum Prostitution ethisch falsch ist und versuchen,ihm ein schlechtes Gewissen einzureden. Letztendlich müssen sie sich aber alle seinen Argumenten beugen oder zumindest seine Entscheidung,die er niemals bereut hat,akzeptieren. Im Anhang schreibt sein Freund Seth:"Prostitution ist nicht für jeden Mann das Richtige,aber für ihn schon. Das Lustige ist,dass Chester von all den Männern,die ich kenne,höchstwahrscheinlich der rücksichtsvollste Freund oder Ehemann sein würde...und doch ist er es,der sich für Huren entschieden hat. Die Welt ist komisch."
Aber auch seine "Kritiker" sollten letztendlich ebenso recht behalten wie er,denn im Laufe der Zeit hat sich eine Art "romantische Liebe" zu einer Prostituierten entwickelt,die sich in eine Monogamie entwickelt hat,obwohl er sie nach wie vor bezahlt.
Das Buch behandelt auf 227 Comicseiten die Zeit von 1996 bis 2010,in denen Brown etliche verschiedene Prostituierte besuchte und seine Erfahrungen niederschrieb. Das Buch spielt allerdings in Kanada,wo die Gesetzeslage sich von der im heutigen Deutschland teilweise sehr unterscheidet. Gemeinsamkeiten gibt es aber immer noch genügend,vor allem die Meinungen darüber betreffend,ob es richtig oder falsch ist,Prostitution auszuüben,zu "benutzen" oder fördernd zu unterstützen. Darüber ist sich Brown bewußt,weshalb dem Comic ein über 90 Seiten langer Anhang in Buchform angefügt wurde. In diesem listet Brown alle Argumente gegen Prostitution auf,die ihm je zu Ohren gekommen sind,und versucht,diese argumentativ zu entkräften,was ihm in den meisten Fällen auch gelingt.
Der Comic selbst richtet sich vor allem an alle Männer,die noch mit sich hadern,einmal bezahlte Liebesdienste in Anspruch zu nehmen und versucht natürlich,diesen Männern für dieses Experiment Mut zu machen. Eine gewisse nüchterne Betrachtung oder Pragmatismus ist jedoch vonnöten,denn ansonsten ist man einfach nicht "der Typ dafür". Jeder kennt wohl Männer in seinem Freundeskreis,die niemals im Leben für körperliche Liebe bezahlen würden,weil sie es einfach falsch finden. Dazu kommt,dass der Comic relativ schwach gezeichnet ist. Die Reduzierung auf einfachste Darstellung unterstützt den Lesefluss der telweise pragmatischen Handlungsstränge. Obwohl Brown versucht,durch Gespräche eine intimere Atmosphäre zu seinen Partnerinnen aufzubauen ist er doch sehr kaltschnäuzig in der Auswahl seiner Liebesdienerinnen. Als zahlender Kunde ist das natürlich sein gutes Recht,vermittelt aber trotzdem in dargebrachter Form ein gewisse Frauenfeindlichkeit,die in vielen Szenen Empathie vermissen läßt. Dafür ist ihm der Schutz seiner Partnerinnen wichtig. Er veränderte für dieses Buch Frisuren,Namen und manchmal sogar die Hautfarbe seiner Geschäftspartnerinnen;und das Gesicht einer Hure sieht man auf keinem einzigen Panel. Letztendlich ist der Comic nicht perfekt,aber ziemlich gut,und zusammen mit dem Anhang ergibt das schon ein wichtiges Werk,das ich entsprechendem Klientel empfehlen kann.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Denkanstoß 3. Juni 2012
Von redone
Sehr interessanter Blickwinkel auf das ewige streitthema "prostitution". dieses buch enthält die ehrlichkeit , welche ich in disskussionen oftmals vermisse. denn es gäbe keine prositution wenn es keine nachfrage gäbe. die gibt es aber und somit muss man sich mit dem thema nüchtern auseinandersetzen um vielleicht, ich sage bewusst vielleicht, wege zu finden den bedarf zum geringstmöglichen schaden zu decken. das comic ist sehr zurückhaltend gezeichnet und der protagonist wirkt oftmals ein wenig sehr unterkühlt. dies tut der erzählten geschichte aber recht gut, da dadurch jegliche emotionale aufregung bewusst ausgeschlossen wird und man als leser gezwungen ist die situation gänzlich nüchtern zu betrachten und schlussfolgerungen zu ziehen. auch die diskursszenen mit freunden sind gut gemacht. man merkt, dass der autor sich wirklich viel gedanken gemacht hat und extrem überlegt handelt. er wägt immer wieder für und wider ab und stellt auch seine eigene handlungsweisen und denkansätze in frage, was ihn extrem glaubhaft macht. das frauen dieses gewerbe völlig freiwillig betreiben, glaube ich allerdings immernochnicht. hier argumentiert der autor sehr geschickt (das nachwort ist wunderbar), dass sex auch in beziehungen oftmals einem zweck dient und nicht immer unbedingt freiwillig erfolgt, sondern eher weil es halt zu einer beziehung gehört und nur weil man gerade eigentlich keinen bock hatmit dem partner zu schlafen, lohnt es sich nicht darüber einen diskurs anzufangen etc etc
im ganzen ein guter blickwinkel in einem sehr emotionalisierten themenbereich des lebens. ich bin eine frau und finde es gut, dass ein mann wagt eine andere position einzunehmen, als die sozial akzeptierte. es hilft den frauen nichts, wenn diese thema nie offen diskutiert wird bzw. eine scheindiskussion geführt wird. dafür gibt es zuviele freier und zuviele frauen die diesem gewerbe nachgehen. Lesen und drüber reden!
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen One Love one Wife 4. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf
Liebe Leser, ich war eine lange Zeit der Ansicht und Meinung das Monogamie und ein Eheversprechen etwas nachhaltiges ist, bis ich eines Besseren belehrt wurde. Ich teile die Ansicht des Autors und empfinde die Aufzeichnungen als ein tolles Medium um dieses Thema zu publizieren. Well done! Man bezahlt immer für SEX, so oder so. RoA
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