In "Ich aber quadriere den Kreis..." haben die Autoren einen verblüffenden Eindruck über die Person Leonardo da Vinci vermittelt. Es wird dem Leser vermittelt, wie da Vincis in seinen Werken stets unübertroffene Brückenschläge zwischen den verschiedensten Wissensgebieten schafft. Da die Behauptungen der Autoren stets durch umfassende Zitate da Vincis belegt werden, wirkt der Inhalt auf den Leser ungemein deutlicher. Das oft auftauchende Problem bei Interpretationen von Bildern und ihren Sinn ist für einen Leser, daß er nicht nachvollziehen kann, wie der Künstler es nun wirklich meinte. Dieses Buch beschränkt sich in großen Teilen auf geometrische Feinheiten und die Zusammenhänge zwischen Kunst und Mathematik. Das Werk spricht Künstler wie Mathematiker gleichermaßen an. Für Maler und Bildhauer bringen die Proportionsstudien einen Einblick in die künstlerische Welt eines Universalgenies. Als Wissenschaftler dagegen wird deutlich auf welche Weise sich die Mathematik selbst in der Kunst widerspiegeln kann und wie genau man in früheren Zeit schon mathematische Probleme wie die Bestimmung von Pi behandeln konnte. Generell ein recht interassantes Buch, obwohl, meiner Meinung nach, hätte der biographische Unterton weniger deutlich ausfallen sollen.