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Ich, Tom Horn
 
 

Ich, Tom Horn

Steve McQueen , Linda Evans , William Wiard    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Steve McQueen, Linda Evans, Richard Farnsworth
  • Regisseur(e): William Wiard
  • Komponist: Ernest Gold
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Spanisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Finnisch, Schwedisch, Hebräisch, Polnisch, Tschechisch, Kroatisch, Griechisch, Ungarisch, Türkisch, Isländisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 22. Juli 2005
  • Produktionsjahr: 1979
  • Spieldauer: 94 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0009NSANC
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 48.081 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Tom Horn, ein legendärer Einzelgänger zur Zeit des Wilden Westens, kehrt um die Jahrhundertwende nach Wyoming zurück, um Jagd auf Viehdiebe zu machen. Die Männer, für die er arbeitet, würden Horn allerdings lieber tot als lebendig sehen. Sie versuchen, seinen Ruf zu zerstören und ihm einen Mord an einem unschuldigen Jungen anzuhängen.

Produktbeschreibungen

Tom Horn - der Einzelgnger, der zur Legende wurde Er wuchs in der gewaltttigen und gesetzlosen Zeit des Wilden Westens auf. Er hatte beim Eisenbahnbau gearbeitet, in den Minen nach Silber geschrft und durch die Gefangennahme des berhmten Apachen-Huptlings Geronimo Schlagzeilen gemacht. Um die Jahrhundertwende tauchte er pltzlich in Wyoming auf, unerbittlich auf der Jagd nach Viehdieben. Aber die Zeiten hatten sich gendert. Fr die Mnner, die einst auf seine Hilfe bauten, war er zu einem unbeliebten Vorbild geworden. So versuchten sie, seinen Ruf zu zerstren, ihn vor aller Welt niederzumachen Er wurde zum gnadenlosen Einzelkmpfer.

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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Niedergang einer Legende 29. Juli 2005
Von realkenai & family TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Zitat Tom Horn: „Töten ist meine Spezialität. Ich betrachte es als Geschäftsunternehmen, und ich glaube, ich habe meinen Markt"
Zitat eines Viehbarons: „Er setzte Rinderdiebe mit Wölfen und Kojoten gleich und betrachtete sich als Wohltäter der Gesellschaft, weil er sie vernichtete. Er tötete ohne Gefühl oder Bedenken, wenn er sicher war, einen Schuldigen zu jagen".

Handlung:
Tom Horn (21.11.1860) arbeitete in mehreren gefährlichen Berufen und hatte sich schon einen "Namen" gemacht, als er 1885 zum Chef der Zivilscouts der US-Armee in den südlichen Territorien ernannt wurde. In dieser Eigenschaft war er indirekt auch an der Gefangennahme Geronimos, eines der bekanntesten Apachenführer beteiligt. Ab 1887 arbeitete er als käuflicher Revolvermann, Sheriff, Goldsucher, Pinkerton-Detektiv und selbstständiger Weidedetektiv, rekrutierte für die Viehbarone Revolvermänner für die Johnson-County-Fehde, bevor er sich (spätestens) ab 1894 als Killer im Auftrag diverser Rinderbarone betätigte. Zwischendurch diente er im Spanisch-Amerikanischen Krieg als Offizier auf Kuba.
1901 schließlich - und (leider) erst hier setzt die Handlung des Films ein, wurde er vom Großrancher John Coble (Richard Farnsworth) angeworben, um auf die ihm eigene Art Viehdiebe und Heimstättler (das Heimstättengesetz erlaubte sehr zum Ärger der Viehbarone die Besiedelung öffentlichen Landes) zu bekämpfen, bzw. zu vertreiben.
Er lernte die Lehrerin Glendoline Kimmel (Linda Evans) kennen und lieben, deren Familie Ärger mit einem Heimstätten-Siedler hatte. Da der Mann auch auf Cobles "Liste" stand, beschloss Horn ihn aus dem Hinterhalt zu erschießen. Irrtümlich traf er jedoch dessen 14jährigen Sohn. Damit war das Maß voll - Tom Horn hatte seinen Heldenbonus verspielt. Ehrliche (also nicht den Rinderbaronen verbundene) Gesetzeshüter begannen sich um ihn zu kümmern und einem von ihnen - Joe LeFors - gelang es, dem betrunkenen Horn vor Zeugen ein Geständnis zu entlocken.
Festnahme - Gerichtsverhandlung - Tod durch den Strang am 20.11.1903.

State:
Wie bereits erwähnt zeigt der Film gerade einmal die letzten 3 Jahre aus dem abenteuerlichen Leben dieses Ausnahmemannes, der an einer Vielzahl bis heute bekannter Ereignisse des "Wilden Westens" direkten oder indirekten Anteil hatte.
Doch dafür wird diese kurze Zeitspanne mit einer Intensität und Realität gezeigt, die eigentlich z. Z. nur von Howards "The Missing" und Eastwoods "Erbarmungslos" zu "toppen" ist.
Zwar wird - wie bereits 1962 in "Der Mann der Liberty Valance erschoss" empfohlen - hier keine Legende zerpflückt, Tom Horn ist hier eher tragischer Held, denn Killer - doch der geneigte Historienfan kommt trotzdem auf seine Kosten.
Denn Regisseur William Wiard lässt keinen Zweifel daran, dass Horn wenig Probleme mit der Tötung hilfloser Personen hatte. Zwar packt er entsprechende Szenen stets ans Ende fiktiver, dafür aber sehr gut choreographierter Schiessereien, doch Horns schonungslose Art ist trotzdem sehr gut dargestellt. Außerdem verpasst Wiard fairnishalber dem falsch dargestellten LeFors im Film einen anderen Namen - sicher kein Zufall.
Geschichtsklitterung - ja - aber mit überlegtem Augenmaß.

Außerdem stellt Steve McQueen - der bei den Dreharbeiten schon deutlich von seiner todbringenden Krankheit gezeichnet war - den zerrissenen Charakter eines der letzten Westernlegenden meisterlich dar. Einem Mann, der Jahrelang legal im Auftrag der Regierung und halblegal für Pinkerton (mindestens 17 Opfer) tötete, der im J-C Weidekrieg erleben musste, dass "seine" Blauröcke letztendlich zugunsten der Heimstättler in die Kämpfe eingriffen, obwohl aus seiner Sicht die Viehzüchter, bzw. deren Vorfahren das Land doch erst bewohnbar gemacht hatten. So schoss er denn in Zukunft aus dem Hinterhalt, nicht aus Feigheit - Beispiele für seinen persönlichen Mut gibt in einigen Quellen genug -, sondern um dem Gesetz ein Schnippchen zu schlagen.
Allerdings möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen, dass andere Quellen Tom Horn lediglich als Aufschneider sehen, der faktisch niemals "ehrliche" Kämpfe ausfocht.

Das persönliche Drama eines Mannes, der die Zeitenwende nicht akzeptieren konnte - und eben das stellen McQueen und der Film sehr gut dar. In meiner Rezension zu "Nevada Smith" habe ich seine besten Streifen aufgelistet - dieser hier fehlt leider, gehört aber eindeutig dazu.

Weitere Filme zu bekannten amerikanischen Personen/Ereignissen dieser Zeit:
"American Outlaws", "Long Riders" und "The James Gang"(James/Younger Bande), "The Broken Chain" (Irokesen), "Geronimo" (Apachen), "Gettysburg" und "Glory" (Bürgerkrieg), "Heaven's Gate" (Johnson-County-Weidekriege), "Hidalgo" (Frank Hopkins), "Wild Bill" (Wild Bill Hickock), "Tombstone" (OK-Corral), "Wyatt Earp" (sein Leben), "Buffalo Girls" (Calamity Jane)
Leider nehmen es auch einige dieser Filme mit der historischen Wahrheit nicht so genau.
Drei der o. g. Streifen sind auch gemeinsam als "Western-Collection" erschienen.
Zum Zeitpunkt der Einsendung dieser Rezension waren fast alle genannten DVDs bei Amazon erhältlich.

Doch "Ich, Tom Horn" ist nicht nur historisch interessierten Cineasten zu empfehlen, sondern allen Westernfans, denn einige der Ballereien sind wirklich gut dargestellt, der McQueen typische Witz blitzt gelegentlich auf und die ganze Szenerie ist absolut stimmig. Hinzu kommt eine immer passende Hintergrundmusik. Einziges Manko - in einer Nachtszene ist kaum etwas zu erkennen - da hat das Kamerateam hinsichtlich der Ausleuchtung geschludert.

Auch die optimal agierende Besetzung kann sich sehen lassen: Neben dem großartigen McQueen und den anderen oben bereits genannten Darstellern spielen u.a. Billy Green Bush, Elisha Cook jr. und Slim Pickens mit. Viele Gesichter aus der "zweiten Reihe", die uns durchaus bekannt sind, deren Namen aber dem "Normalkonsumenten" erstmal nichts sagen.

Die DVD:
Das Bild liegt in Widescreen im Verhältnis 2.40:1 vor, ist leider etwas zu blass und farbarm.
Den Ton gibt's in Deutsch, Englisch und Spanisch in DD2.0 - Kein Highlight, aber auch keine nennenswerten Schwächen.
Untertitel für HG in ausreichender Größe in Deutsch und Englisch - den Texten ist zumeist der Name des Sprechers vorangefügt.
"Normale" UT in 16 Sprachen, darunter Deutsch
An Extras finden wir leider nur den O-Trailer.
Achtung: Bisher kannte ich den Film noch nicht - auch nach zweimaligem Anschauen habe ich das Gefühl, dass er in mindestens 2 Szenen leicht gekürzt wurde. Im Net konnte ich hierzu aber nichts Eindeutiges finden - die DVD ist halt gerade erst erschienen.

Fazit: Film 5 Sterne, DVD 2 Sternchen
Zu empfehlen allen Westernfans, aber auch den Liebhabern großartiger Darstellungen.

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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gute Nacht Steve... 18. Mai 2005
Format:DVD
Der letzte Film mit Steve MqQueen, neben The Hunter (Jeder Kopf hat seinen Preis), ist ein ruhig erzählter und beeindruckender Spätwestern mit großen Momenten, leider auch einigen Längen. Die Impressionen der rauhen Umgebung, die von der überdurchschnittlich guten Kamera eingefangen werden und die Totalen vom zerfurchten Gesicht MqQueens geben die harte Grundstimmung des Films vor.

Zur Handlung :
Rinderbaron John Coble, gute Darstellung von Richard Farnsworth, und seine Mitstreiter leiden unter einer Meute von Viehdieben. Das können die Herren sich natürlich nicht gefallen lassen und engagieren den Trapper und ehemaligen Texas Ranger Tom Horn um sich der Bande anzunehmen. Wie Horn bei diesem Vorhaben vorgehen soll, ist Ihnen schlicht egal. Der alternde Gunmen erledigt seine Aufgabe jedoch ohne Gnade und mit solcher Präzision, das sogar den Auftraggebern mulmig wird und sie ihn um jeden Preis wieder loswerden möchten...

Mit "Ich, Tom Horn" gelang Regise-Debütant William Wiard das stimmungsvolle Porträt eines zerrisenen Mannes der über seine Zeit hinaus lebt. Die Figur des "Tom Horn" geht auf eine real existierende Figur zurück. Auch die Handlung orientiert sich an den geschichtlich belegten Vorkomnissen. Wie präzise das gelungen ist vermag ich nicht zu sagen. Der Film steht für sich allein und schwächelt eigentlich nur in den seichteren Momenten mit Linda Evans (spätere Frau Carrington), die so gar nicht in die abgeklärte Atmosphäre des Streifens passen wollen.

Bei der genaueren Betrachtung MqQueens, der auch in seinem finalen Western gewohnt souverän agiert, ist man verleitet an Sätze wie "bereits vom Krebs gezeichnet" zu denken. Allerdings erfuhr der Star selbst erst während der Dreharbeiten von seinem Schicksal. Die intensive Art und Weise wie er in den folgenden Drehmonaten den Tom Horn darstellt lässt erahnen was in ihm vorgegangen ist. Er macht aus einem guten Spätwestern ein beeindurckendes und zutiefst melancholisches Epos und schafft sich einen mehr als würdigen Abgang.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Einzelgänger... 9. März 2011
Von Matticowboy VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Tom Horn, lebt ein leben in ständiger Einsamkeit. Angezogen von der Wildnis stellt er mich für das absolute Symbolstück der ungezähmten Männlichkeit dar. Die Geschichte eines Mannes, der sich in der verändernden Welt nicht mehr zurechtfand und die Outlaws wie Ihn eher als etwas lästiges empfanden nachdem sich die Justiz allmählich durchsetzte.
Alles weisst darauf hin, das die Gesellschaft ihren Würgegriff um alles schliesst, was nicht in Ihr System passt. Ein Paradebeispiel in Schwarz Weiß wenn man so will. Obwohl diese Dinge heute oft sehr viel subtiler geschehen. Alleine die Tatsache, das Horn in einer Szene aus dem Gefängnis ausbricht und sich zu den Bergen durchschlagen will, zeigt seinen Freiheitsdrang. Man könnte jetzt sicher eine Studie über Männlichkeit anstellen die u.a. auch Theologische Komponenten beeinhaltet, aber um es kurz zu machen. Die Figur des Filmes trifft das Bild so ziemlich und deswegen hat sich der Streifen über den einsamen Cowboy auch zu meinen Lieblingen gemausert.
Alleine die Scenen, der Sonnen- auf und Untergänge sind hervorragend gefilmt worden, so das ich jedesmal wieder eine Gänsehaut bekomme und diesen Ruf der Wildnis fast schon selbst hören könnte.
Ein Film den man gesehen haben sollte, der auch einiges an Tiefgang bietet für das eigene Herz und den Kampf in der Gesellschaft mit Leuten die sich nicht anpassen können oder wollen.
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