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Ich, Reyita. Ein kubanisches Leben
 
 
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Ich, Reyita. Ein kubanisches Leben [Gebundene Ausgabe]

Daisy R. Castillo

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 09.09.2000
In einer Doppelrezension bespricht Georg Sütterlin zwei Bücher kubanischer Autoren, die sich mit afrokubanischer Kultur befassen.
1.) Miguel Barnet: „Afrokubanische Kulte“ (Suhrkamp Verlag)
Sütterlin macht darauf aufmerksam, dass dieses Buch bereits 1995 erschienen ist, aber erst jetzt ins Deutsche übertragen wurde. Barnet bezieht sich hier, wie der Rezensent feststellt, immer wieder auf die Forschungsarbeiten von Lydia Cabrera, die sich bei der Erforschung des Schwarzen Kuba große Verdienste erworben habe. Das Buch von Barnet ist nach Sütterlin zwar keineswegs „‘die erste Übersicht‘ über die afrokubanischen Kulturen“ (so werde es im Klappentext angepriesen). Als Einführung in die Thematik eignet es sich seiner Meinung nach jedoch sehr gut. Sütterlin weist darauf hin, dass Barnet besonders deutlich aufzeigt, wie sich die verschiedenen afrikanischen Glaubensvorstellungen mit dem Katholizismus der Sklavenhalter zu ganz eigenen Formen gemischt haben und durch welche Besonderheiten sich diese Mischformen auszeichnen.
2.) Daisy Rubiera Castillo: „Ich, Reyita“ (Rotpunktverlag)
Sütterlin erklärt dem Leser, dass die Autorin hier die Lebensgeschichte ihrer Mutter aufgeschrieben hat, ein Leben, das vor allem von drei Aspekten geprägt wurde: „das Schwarzsein, die Familie, die Armut“. Als Leser bekommt man nach Ansicht des Rezensenten einen hervorragenden Einblick in das Leben der ärmsten Schichten in Kuba. Dabei gefällt ihm besonders, dass Reyita sich immer wieder freikämpft, sich gegen „patriarchalisch-autoritäres Gehabe“ wehrt, aber auch politische Kommentare äußert. Allerdings dürfe man zu Castro keine kritischen Äußerungen erwarten, so Sütterlin. Schließlich ist das Original des Buchs 1997 in Havanna erschienen. Insgesamt wird deutlich, so der Rezensent, dass Reyita ihr Land zwar liebt, dass eine wirkliche Identifikation jedoch kaum möglich ist, solange sie sich als „Bürgerin zweiter Klasse“ empfindet. Das einzig Bedauerliche an dem Buch sieht Sütterlin darin, dass man nicht erfährt, wie die Autorin die Geschichte aufgezeichnet hat - er vermutet Abschriften von Tonbandaufzeichnungen, hätte aber gerne genaueres darüber erfahren. Lobende Worte auch für den Übersetzer, der durch seine Anmerkungen das Verständnis oftmals sehr erleichtert habe.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Schwarz, arm und eine Frau
Maria de los Reyes Castillo Bueno, genannt »Reyita«, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Kuba geboren. Ihre Eltern waren als Sklaven aus Westafrika nach Kuba verschleppt worden. Schwarz, arm und eine Frau. Schlechte Voraussetzungen, um - wie sie es immer gewollt hat - »das Meine zu finden«, den Respekt der Leute zu gewinnen und ihren Kindern zu einem besseren Leben zu verhelfen. Aber genau das gelingt ihr, und die Rezepte dafür erzählt die Vierundneunzigjährige mit Humor, Lebensfreude und Liebe zu den Menschen; und mit sehr viel Stolz auf ihre 118 Nachkommen!
»Ich, Reyita« schildert eine doppelte Emanzipation, die laut der Erzählerin am Ende ihres Lebens keineswegs abgeschlossen ist.

Über den Autor

Michael Zeuske, geboren 1952, ist Professor für iberische und lateinamerikanische Geschichte an der Universität Köln. Zahlreiche Publikationen zu Kuba, zuletzt u. a. »Schwarze Erzähler - weiße Literaten« in: Daisy Rubiera Castillo, »Ich, Reyita« (Rotpunktverlag, 2000), «Sklavereien, Emanzipationen und atlantische Weltgeschichte« (Universitätsverlag, Leipzig 2002).
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