Carolyn Meyer beschäftigt sich in Ihren Kinder- und Jugendbüchern immer schon mit historischen Themen und auch diesmal geht es wieder um eine starke Frau- Elisabeth I. von England. Natürlich um deren Jugendjahre, dadurch erhöht sich auf jeden Fall die Chance, dass die Mädels sich mit der Hauptperson identifizieren. Leider ist meiner Meinung nach diesmal die Epoche etwas zu schwierig und uninteressant für junge Damen zwischen zwölf und vierzehn. Denn wenn man sich schon einmal mit Heinrich dem Achten und seinen sechs Frauen beschäftigt hat, weiß man, dass man als Erwachsener fast nicht durch das Familiengeflecht der Tudors durchsteigt, geschweige denn als Jugendlicher . Abhilfe schafft dabei der Stammbaum, der vorne im Buch abgedruckt ist. Doch während dem Lesen immer wieder blättern, weil man sich nicht mehr erinnern kann, wie die Mutter von Elisabeths Halbschwester Maria nochmal geheißen hat, das macht keinen Spaß und stört den Lesefluss. Außerdem geht es, wie soll es auch anders sein um Verschwörungen, Intrigen und dunkle Machenschaften, in die Elisabeth am laufenden Band hineingezogen wird. Historisch bestimmt einwandfrei, aber nichts für die Allgemeinheit. Meinen Respekt also, Frau Meyer, dafür, dass Sie sich immer wieder tapfer an solche Themen heranwagen und versuchen junge Leute für Geschichte zu begeistern. Dennoch nur für eine sehr begrenzte Leserschaft zu empfehlen, sprich Mädchen im oben genannten Alter, die sich auch wirklich für die Epoche begeistern, allerdings auch sehr gut als Sekundärliteratur für den Schulunterricht denkbar.