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1.0 von 5 Sternen
Ausbeutung, 22. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch an einem Tag gelesen und das Schicksal des Mädchens hat mich sehr erschüttert. Es steht stellvertretend für die Schicksale vieler junger Mädchen, die gegen ihren Willen zwangsverheiratet werden. Dass ein zehnjähriges Mädchen es geschafft hat selbst die Scheidung zu erwirken hat mich tief beeindruckt.
Warum dann nur ein Stern?
Weil ich davon abraten möchte, das Buch zu kaufen. Anders als im Buch behauptet wird sieht das Mädchen nichts vom Erlös dieses Geldes. Die Autorin wollte mit ihrer Geschichte nur Geld machen und hat den Kontakt zu ihr abgebrochen. Ihr könnt es alles im Internet recherchieren.
Deshalb: Das Buch lesen: Ja! Aber neu kaufen: Nein!
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unvorstellbar im Jahre 2008, 29. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden (Gebundene Ausgabe)
Die zehnjährige Nojoud lebt mit ihrer Familie im Jemen,als ihre unbeschwerte Kindheit plötzlich ein jähes Ende nimmt. Ihr Vater verheiratet sie ohne ihre Einwilligung mit einem älteren Mann.Sie muß fortan im Haus ihrer Schwiegermutter als verheiratete Frau wohnen und arbeiten.Von ihrem,bis dahin völlig unbekannten, Ehemann wird sie täglich missbraucht und misshandelt.Wenn sie weint oder sich wehren will,schlägt die Schwiegermutter auch noch zu. Doch Nojoud gelingt das fast Unmögliche. Sie schafft es, in die Hauptstadt zu gelangen und beim Gericht um die Scheidung zu bitten.Das Ganze ist im Jahr 2008 passiert, unfassbar ist die Vorstellung,das es heute noch so etwas gibt.Und wenn man dem Buch glauben darf,ist es im Jemen völlig normal,kleine Mädchen zu verheiraten.Ein Sprichtwort soll lauten: " Eine Hochzeit mit einem neunjährigen Mädchen ist der Garant einer glücklichen Ehe. ". Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und auf jeden Fall hochinteressant. Einen Punktabzug bekommt es,weil die Schrift groß ist und das Buch sehr dünn,nur 184 Seiten.Dafür empfinde ich 14,95 zu teuer. Laut Buchbeschreibung sollen es über 200 Seiten sein.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erschreckend, aber leider gängige Praxis in weiten Teilen der Welt., 16. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden (Gebundene Ausgabe)
Packend schildert die Autorin Minoui Nojouds Geschichte, Gedanken und Erlebnisse. Eine Zwangsehe, die so schon schlimm genug ist, vielen Frauen (und auch Männern) aber erst im späteren Alter widerfährt, erlebt hier ein Kind von 10 Jahren. Sie schildert auf lebhafte Weise ihr Leben vor der Heirat, ein relativ sorgloses Leben in ihrem Dorf Khardji, mit der Zuversicht eines Kindes und ihren Besuch in der Schule. Sie erzählt von der Geschichte ihrer Schwester, deren Umstände ebenso weniger glücklich waren und von der Sorge um ihre kleine Schwester in der Hoffnung, dass diese nicht gleiches Schicksal erfährt. Schließlich erfolgt die Heirat selbst, die damit grausamen Zustände und die Beziehung zu ihrem Ehemann und der Schwiegermutter. Sie erzählt von ihren Weg ins Gericht, den Mut und den Entschluss den sie fasste und die Verzweiflung, die sie dort hin trieb.
Was mich an dem Buch aber wirklich erschüttert hat, waren die Zeichnungen Nojouds, die dort auch veröffentlich sind. Hier erkennt man wirklich das kleine Kind, das kleine Mädchen in ihr. Bunte Häuser und Bäume, Blümchen und Menschen. Ein Kind, das nicht mehr Kind sein durfte. Erschreckend. Auch enthält das Buch einige Fotografien von ihr, mit Jornalisten und ihrer Rechtsanwältin, ihrer Familie und in ihrer Schule.
Bis hierhin 5 Sterne. Einen Stern Abzug gibt es von mir für den Preis (aktuell 14,95 Euro), nicht weil ich finde, dass sie an dem Buch nichts verdienen sollte (ich würde ihr gern das Zehnfache des Geldes in die Hand drücken), sondern weil ich das Gefühl nicht los werde, der Verlag hat hier absichtlich mal die Medienbrisanz und das damit entstandene allgemeine Interesse an Nojoud genutzt, um ein 184 Seiten Buch in recht großer Schrift für einen vergleichsweise hohen Preis zu verkaufen.
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