... ich nicht davor schon "Die Nebel von Avalon" gelesen hätte?
Denn aus diesem Roman, der mir sehr gut gefallen hatte, kannte ich Morgan le Fay bzw. Morgaine, die Halbschwester König Arthurs und Tochter von Igraine, schon.
Ja, ich hatte ein Bild von ihr vor meinen Augen. Und während ich das Buch von Nancy Springer las, verglich ich die beiden Variationen ständig.
Und ich muss sagen: Außer dass diese Morgan le Fays, oder welche Namen sie durch die Legende sonst bekamen, dengleichen Halbbruder, Mutter und Vater haben, und eine gewisse Beziehung zu dem Zauberer Merlin haben, ist ihre Umwelt, ihr Handeln und Personen in den Büchern vollkommen verschieden.
Nancy Springer schrieb ein Buch, indem Morgan le Fay weitesgehend über ihre "jungen Jahre" (Alter: zw. 8 und 18 Jahren) erzählt. Von dem Mord an ihrem Vater, der Verführung ihrer Mutter, über die Geburt ihres Halbbruders, das Kennenlernens eines Jungen namens Thomas, der in ihrem Leben eine große Rolle spielt, über ihren Eintritt in Avalon, bis hin zu ihren späteren Jahren, erzählt sie ihre Geschichte.
Es ist schwer zu sagen, was ich über das Buch denke. Die Entwicklung der kleinen Morgan fand ich interessant; doch es erschienen auch manchmal plötzlich sehr unverhoffte und unvorhersehbahre Ereignisse, die der Geschichte einen "Knick" gaben, und sie so in eine ganz neue Richtung führten.
Manchmal auch Richtungen, die ich einfach nur seltsam fand.
Für mich war es interessant zu sehen, wie verschieden Autoren das Leben einer Person gestalten können. Beide Morgan le Fay Romane, die ich gelesen habe, hatten ihre Stärken und Schwächen.
Es hat sich gelohnt, dieses Buch zu lesen. Ich weiß nun, wie mir mein "Morgan le Fay" Bild, am besten gefällt.