Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Ich mach's wieder | |||
| 2. Käfig aus Gold | |||
| 3. Abigail | |||
| 4. Du kennst mich auch | |||
| 5. Monkey business | |||
| 6. Anika | |||
| 7. Karussell | |||
| 8. Die Liebe | |||
| 9. Sie wollen mir den lieben Gott wegnehmen | |||
| 10. Ich bin noch einer von den Deppen | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Vorwort | |||
| 2. Frankreich | |||
| 3. Monsieur Villeret | |||
| 4. Die erste Platte | |||
| 5. Die zweite Platte | |||
| 6. Steff | |||
| 7. Geld | |||
| 8. Die dritte Platte | |||
| 9. Das Ende | |||
| 10. Bern | |||
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Stephan Sulke macht's wieder - und er kann es immer noch. Immer noch? Vielleicht kann er es noch besser. 12 Jahre kreative Pause sind eine lange Zeit. Eine Zeit, in der auch Stephan Sulke sich persönlich und musikalisch weiter entwickelt hat. Nicht, dass er vorher kein guter Musiker war (Stephan, wenn du das liest, versteh' mich bloß nicht falsch ), und auch inhaltlich gaben seine Lieder auch "früher" schon nichts auf den Zeitgeist, sondern spiegelten Sulkes Gedanken und Empfindungen wider. Und doch - irgendwie ist diese CD anders. Noch tiefgreifender.
Stephan Sulke hat sich verändert - er sagt es selbst, und man spürt es. Auch auf der Comeback-CD dreht sich viel um sein schon immer in allen Variationen besungenes Lieblingsthema - die Liebe. Und doch wirkt auch hier so manches anders, auf einem anderen Hintergrund aufgebaut vielleicht. Wenn er von "Anika" singt, die an einer unheilbaren Krankheit leidet, und er sich selbst in die Perspektive des mitleidenden und nicht helfen könnenden Ehemannes versetzt, dann wird Liebe unter einem ganz anderen Aspekt beleuchtet, als man es von Sulke aus früheren Zeiten gewohnt war. Wenn er sich als "noch einen von den Deppen" bezeichnet, bekennt er sich zu Treue - in der heutigen, immer schnelllebigeren Zeit, in der Werte allzu oft durch Wertebeliebigkeit ersetzt werden, vielleicht wichtiger denn je.
Und gleich noch ein Bekenntnis: "Sie wollen mir den lieben Gott wegnehmen" - doch wie sehr "sie" es auch versuchen, er lässt sich nicht davon überzeugen, dass die Welt "durch einen großen Knall" entstand" und es "keine Wunder mehr gibt" - übrigens mein erklärtes Lieblingslied auf diesem Album, dicht gefolgt von "Karussell", in dem Sulke seine Hörer mitnimmt auf eine "Achterbahnfahrt seiner Seele".
Auch an seinen Kindheitserinnerungen lässt Stephan Sulke uns teilhaben. Wenn zwei Knaben und ein kleines Mädchen "Blinde Kuh" spielen und in diesem Lied ein großes Stück Wehmut durchklingt, sieht man vor dem geistigen Auge förmlich den kleinen Stephan in den frühen Fünfziger-Jahren vor sich .
Aber keine Angst - nicht nur Wehmut, Bekenntnisse und Melancholie erwarten uns auf der CD. Zwischendurch finden sich immer wieder Texte, die einen zum Lachen bringen, eingepackt in fröhliche, eingängige Melodien, jedoch - wie bei Sulke eigentlich nicht anders zu erwarten - in den allermeisten Fällen mit einem tieferen Hintergrund, den man - wie so oft - zwischen den Zeilen entdeckt. Dass es ihm "so viel besser ging, als er noch ein Affe war", überzeugt mich vollkommen und lässt mich auch nach dem soundsovielten Hören einfach immer noch wieder mindestens schmunzeln. Dass hier "nebenbei" eine leichte Anfrage an die Darwinistische Evolutionstheorie gestellt wird, ist ein angenehmer - aber sicher nicht zufälliger - Nebeneffekt.
Wenn er allerdings den "alten deutschen Schlager" so richtig auf's Korn nimmt, kann man noch so lange nach dem tieferen Sinn dahinter suchen - es gibt keinen. Außer dem, dass Lieder mit solchen Inhalten unsere Radiosender überschwemmen ...
Dann gibt es da noch die "Beigabe" - das Hörbuch "Aus dem Leben eines Bänkelsängers". Dieses eignet sich besonders gut für längere Autofahrten - zumindest mir gelingt es da immer am besten, auch zuzuhören. Nicht, weil es so uninteressant wäre - im Gegenteil: die Stationen aus dem Leben des Stephan Sulke von ihm persönlich erzählt zu bekommen, ist hochinteressant. Darum fahre ich so gerne Auto Hierzu gibt es nicht so viel zu sagen - man muss es hören, wie ein junger Mann in Frankreich an einem Nachwuchswettbewerb teilnimmt, einen Schallplattenvertrag gewinnt und seine erste Single aufnimmt. Wie er später in den USA - und wie er dahin gekommen ist! - erste Erfolge feiert und dann dem Land doch wieder den Rücken kehrt und beschließt, in Zukunft Lieder in seiner Muttersprache zu schreiben. Wie er beim Jazzfestival in Montreux ein Tonstudio baut und dieses auf abenteuerlichen Wegen durch die halbe Welt transportiert. Wie er Leonard Cohen begegnet und, und, und ...
Das lässt sich hier nicht wiedergeben - und dazu bin ich auch nicht kompetent. Lasst es euch von Stephan Sulke selbst erzählen - garantiert ohne Langeweile-Faktor!
Wie schön, Stephan, dass du es "wieder machst" - hoffentlich noch sehr lange!
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