Mir wurde das große Vergnügen zuteil, Ulrich Roski mit diesem Programm live erleben zu dürfen. Seine schlimme Krebserkrankung hatte ihn zwar seiner Gesangsstimme beraubt, nicht aber seiner pointenreichen, humorvollen Sprache. Roski verlegt sich nunmehr zum Großteil auf das Erzählen satirischer Geschichten mit hohem Unterhaltungswert, wobei er auch seine eigene Krankengeschichte thematisiert und selbst hier mit genauem Blick für das Komische den Krankenhaus- und Logopädiebetrieb gekonnt auf die Schippe nimmt. Aber Roski ist und bleibt eben auch Musiker und so können ihn selbst seine stark eingeschränkten stimmlichen Möglichkeiten nicht vom Singen abbringen. Gut so, denn Klassiker wie "Man darf das nicht so verbissen sehen" oder "Es kann der Frömmste nicht..." entfalten ihren Charme auch so, zumal ihn dabei "Unsere Lieblinge" Stefan Noelle und Alex Haas musikalisch auf kongeniale Art und Weise unterstützen. Ein Höhepunkt ist das herrliche Lied "Ein schöner Fang" - und Roskis kleines Gedicht als Zugabe im Stile eines Ringelnatz rundet einen großartigen Abend ab. Dieser Livemitschnitt aus dem Jahre 2001 zeigt einen Ulrich Roski in Bestform. Leider blieb die Hoffnung auf Genesung unerfüllt. Ulrich Roski starb am 20.02.2003 an den Folgen seiner Krebserkrankung.
"Ulrich Roski hat eine oder vielleicht sogar mehrere Generationen mit seinem unnachahmlichen hintergründigen Humor geprägt und erfreut. Das machte ihn leider nicht unsterblich, aber unvergessen." schreibt Peter Freudenberg im Gästebuch der von Sandra Roski betreuten Homepage Ihres Vaters. Recht hat er!